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28.12.2011 18:08

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Börse Frankfurt Schluss: Abschläge, Deutsche Börse AG unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem schwachen Start weiteten die wichtigsten deutschen Aktienindizes ihre Verluste am Nachmittag aus. Dabei lasteten insbesondere schwache Vorgaben aus Übersee auf der Stimmung der Anleger. Auch die heute erfolgreich durchgeführte Anleihe-Auktion in Italien sorgte nicht für die erhofften Impulse. Der DAX verlor zuletzt 2,01 Prozent auf 5.771,27 Punkte. Der MDAX gab um 0,96 Prozent nach auf 8.752,86 Stellen. Für den SDAX ging es derweil leicht um 0,04 Prozent nach oben auf 4.356,57 Zähler, während der TecDAX 0,57 Prozent auf 674,45 Punkte verlor. Der Bund Future gewann zuletzt 0,23 Prozent auf 138,31 Zähler, während der Euro um 1,11 Prozent auf 1,2922 Dollar zurückfiel.

An der Wall Street notieren die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 1,17 Prozent im Minus. Morgen stehen in den USA die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der Index zu den anstehenden Hausverkäufen sowie der wöchentliche Erdgasbericht der Energy Information Administration auf der Agenda.

Im Dax lagen zuletzt Aktien von Merck mit einem moderaten Plus von 0,4 Prozent an der Spitze. Für Anteile der Deutschen Börse AG (Deutsche Boerse) ging es derweil um 3,3 Prozent nach unten. Einem Pressebericht vom Dienstag zufolge haben der deutsche Börsenbetreiber und die NYSE Euronext die Frist für den geplanten Zusammenschluss bis zum 31. März 2012 verlängert. Ursprünglich hatten die Unternehmen den Zusammenschluss noch bis Ende 2011 unter Dach und Fach bringen wollen. Hintergrund sei die noch ausstehende Genehmigung der europäischen Kartellbehörden. Die EU-Kommission kündigte zuletzt eine vertiefte Prüfung der geplanten Fusion bis zum 9. Februar 2012 an.

Die Deutsche Telekom will einem Medienbericht zufolge ihr Satellitenfernsehgeschäft Entertain stärker ausbauen und plant offenbar in diesem Zusammenhang den Erwerb der Rechte für die Fußballbundesliga. Ferner teilte die Deutsche Telekom heute mit, dass die Geschäftskundensparte T-Systems weitere Großaufträge aus dem Bereich Cloud-Computing erhalten hat. T-Systems liefert den neuen Cloud-Kunden Auftragsleistungen im zweistelligen Millionen Euro Bereich. Die Unternehmensaktie lag mit 1,2 Prozent im Minus.

RWE hat als einer der ersten Energieversorger Europas die Transparenzvorgaben umgesetzt, die die Europäische Union mit der Verordnung zu Integrität und Transparenz auf den Energie-Großhandelsmärkten erlassen hat. Dies gab der Konzern heute bekannt. Die EU verpflichtet im Rahmen ihrer EU-Verordnung REMIT ab heute alle Kraftwerksbetreiber, die Öffentlichkeit detailliert und so schnell wie möglich über den Stand der aktuellen Stromproduktion oder über Probleme in den Kraftwerken zu informieren, die zu Minderleistungen oder gar Ausfällen führen. Anteile von RWE fielen heute um 3,7 Prozent zurück. Aktien des Konkurrenten E.ON verloren indes 3 Prozent an Wert.

Aktien von ThyssenKrupp notierten mit 2,5 Prozent im Minus. Der Stahl- und Technologiekonzern hat sich einem Medienbericht zufolge mit der Deutschen Bahn geeinigt. So will der Stahlkonzern offenbar wieder mit der Deutschen Bahn ins Geschäft kommen und arbeitet deshalb die Vorwürfe von Preisabsprachen beim Schienenverkauf auf. In einem weiteren Schritt habe ThyssenKrupp nun eingewilligt, Schadensersatz an die Deutsche Bahn zu leisten. Auf den letzten Plätzen im DAX fanden sich erneut Finanztitel wieder. So verloren Aktien der Deutschen Bank 3,8 Prozent an Wert, während Anteile der Commerzbank mit einem Minus von 4,2 Prozent das Indexende markierten.

Im MDAX nahmen Aktien von HHLA mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent den ersten Platz ein. Fraport und Gerresheimer folgten mit Zugewinnen von jeweils 1,4 Prozent. Papiere von Deutsche Wohnen legten um 1,2 Prozent zu. Der Konzern hat sich mit der RREEF Management GmbH (RREEF) auf einen Verlustausgleich verständigt. Demnach wird RREEF der Gesellschaft mit Wirksamkeit dieses Vergleichs und nach Mitteilung des Gerichts über die Rücknahme der Berufung der Gesellschaft 20 Millionen Euro zahlen. Die Kosten des Rechtsstreits werden gegeneinander aufgehoben. Am unteren Ende verloren TUI an letzter Stelle 5 Prozent.

Der im SDAX notierte Verkehrstechnikspezialist Schaltbau fasst Presseberichten zufolge weitere Zukäufe ins Auge. Das Ergebnis des Jahres 2012 werde angesichts der Vorleistungen für weiteres Wachstum voraussichtlich mit knapp 29 Mio. Euro auf dem Niveau des ablaufenden Jahres verharren, während der Umsatz um gut 10 Prozent auf 350 Mio. Euro steigen soll. Die Unternehmensaktie reagierte mit einem Abschlag von 2,2 Prozent.

Im TecDax markierten Anteile von Carl-Zeiss Meditec mit einem Plus von 3,4 Prozent die Indexspitze. Auf dem zweiten und dritten Platz behaupteten sich mit Aufschlägen von 2,5 Prozent bzw. 1,2 Prozent Aktien von Nordex und Drillisch. Am Indexende verloren unterdessen Papiere von Q-Cells fast 6 Prozent an Wert.

DAX: 5.771,27 (-2,01 Prozent) MDAX: 8.752,86 (-0,96 Prozent) SDAX: 4.356,57 (+0,04 Prozent) TecDAX: 674,45 (-0,57 Prozent) (28.12.2011/ac/n/m)

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