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03.11.2011 18:05

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Börse Frankfurt Schluss: Aufschläge, Q-Cells und ProSiebenSat.1 Media heben ab

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes konnten solide Zugewinne verbuchen, nachdem die heutigen Quartalsausweise in Deutschland überwiegend positiv ausgefallen sind. Ferner wurde die Entscheidung des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou, auf die angekündigte Volksabstimmung über die europäischen Finanzhilfen zu verzichten, mit Erleichterung aufgenommen. Für eine Überraschung sorgte außerdem die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Bekanntgabe, das Zinsniveau zu senken.

Der DAX gewann zuletzt 2,81 Prozent auf 6.133,18 Punkte. Der MDAX legte um 3,17 Prozent zu auf 9.136,05 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 2,09 Prozent nach oben auf 4.580,98 Zähler, während der TecDAX um 2,45 Prozent auf 699,69 Punkte hinzugewann. Der Bund Future verlor zuletzt 0,57 Prozent auf 136,78 Zähler, während der Euro 0,44 Prozent auf 1,3748 Dollar zulegte.

An der Wall Street bewegen sich die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 1,0 Prozent im Plus. Am morgigen Freitag werden in Deutschland unter anderem der Dienstleistungsindex und der Auftragseingang in der Industrie veröffentlicht. Ferner stehen in Europa der Einkaufsmanagerindex und die Erzeugerpreise auf der Agenda. In den USA werden die Arbeitslosenquote und die Stundenlöhne für Oktober bekannt gegeben.

adidas (adidas) gaben heute als Schlusslicht im Dax um 0,3 Prozent nach. Der Sportartikelhersteller hat im dritten Quartal Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Auch nach neun Monaten wurde ein deutliches Wachstum verzeichnet, wobei der Gewinn eine Rekordhöhe erreichte. Angesichts der besser als erwarteten Ergebnisse für die ersten neun Monate hat das Management die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht. Darüber hinaus wurde eine Übernahme gemeldet. Der Konzernumsatz lag mit 3,74 Mrd. Euro um 8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn erhöhte sich auf 303 Mio. Euro (2010: 266 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr 2011 geht das Management nun davon aus, dass der Umsatz des Konzerns währungsbereinigt um annähernd 12 Prozent wachsen wird (bisherige Prognose: Anstieg um etwa 10 Prozent). Ferner wird erwartet, dass das Ergebnis je Aktie um annähernd 16 Prozent steigen und bei etwa 3,15 Euro liegen wird (bisherige Prognose: Anstieg um annähernd 15 Prozent auf 3,10 bis 3,12 Euro). Des Weiteren hat er eine Vereinbarung zum Erwerb der Aktien von Five Ten, einer führenden Performance-Marke im Bereich Outdoor-Action-Sport, unterzeichnet. Daneben gewannen HeidelbergCement 3,5 Prozent an Wert. Der Baustoffkonzern verzeichnete im dritten Quartal ein rückläufiges Ergebnis. Allerdings stieg der Konzernumsatz um 6,6 Prozent auf 3,62 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und Konsolidierungseffekten nahm der Umsatz um 9,8 Prozent zu. Insgesamt nahm der Konzernüberschuss im dritten Quartal aufgrund des schlechteren zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses und der höheren Steuerquote um 14,0 Prozent von 367,6 Mio. auf 316,1 Mio. Euro ab. Der Anteil der Gruppe reduzierte sich um 16,8 Prozent auf 267,7 Euro.

Beiersdorf (Beiersdorf) verbesserten sich um 1,7 Prozent. Der Konsumgüterkonzern musste in den ersten neun Monaten 2011 einen Ergebnisrückgang verzeichnen, während der Umsatz leicht zulegen konnte. Gleichzeitig wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. So wuchs der Konzernumsatz um 1,1 Prozent auf 4,28 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern verringerte sich auf 336 Mio. Euro, im Vergleich zu 353 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2010. Positiv aufgenommen wurde der Quartalsausweis von METRO . Der Einzelhandelskonzern wartete in den ersten neun Monaten trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit einem Ergebnisanstieg auf. Der Umsatz lag mit 47,23 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 47,52 Mrd. Euro. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Anstieg auf 266 Mio. Euro verzeichnet, nach 229 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Titel rückte um 9 Prozent vor und markierte damit die Indexspitze.

BMW hat derweil im dritten Quartal 2011 bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis neue Bestmarken erreicht. Wesentliche Gründe hierfür waren die weltweit hohe Nachfrage nach den Fahrzeugen sowie deutliche Effizienzverbesserungen. So wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,8 Prozent auf 16,55 Mrd. Euro. Der Absatz der BMW Group stieg um 9,0 Prozent auf den in dieser Periode neuen Höchstwert von 399.218 Automobilen. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich um 44,0 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 21,0 Prozent auf 1,64 Mrd. Euro. Zudem verbesserte sich der Konzernüberschuss um 23,8 Prozent auf 1,08 Mrd. Euro, nach zuvor 874 Mio. Euro. Die Aktie fuhr um 4,6 Prozent vor. Schließlich hat Volkswagen (Volkswagen vz) von den chinesischen Wettbewerbsbehörden die Freigabe zur Übernahme der Mehrheit am Nutzfahrzeughersteller MAN erhalten. Während Volkswagen um 2,9 Prozent stiegen, ging es für MAN um 7 Prozent nach oben.

Im MDAX rollten Continental um 3,7 Prozent vor. Der Automobilzulieferer steigerte im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis und hat im Anschluss die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Der Umsatz stieg auf 7,71 Mrd. Euro, nach 6,49 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter verbesserte sich auf 210,7 Mio. Euro, nach zuvor 14,1 Mio. Euro. Für ProSiebenSat.1 Media (ProSiebenSat1 Media vz) ging es unterdessen um über 13 Prozent nach oben. Der Umsatz des Medienkonzerns lag im Berichtszeitraum, ohne die Berücksichtigung der zuletzt verkauften belgischen und niederländischen Gesellschaften mit 594,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 546,0 Mio. Euro. Der Periodengewinn nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter wuchs unter Berücksichtigung des Gewinns aus dem Verkauf der niederländischen Aktivitäten um 307,8 Mio. Euro auf 340,3 Mio. Euro. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter aus dem fortgeführten Geschäft wies man einen Rückgang auf 11,4 Mio. Euro aus, nach 19,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis aus den fortgeführten Aktivitäten lag bei 22,9 Mio. Euro, nach zuvor 29,1 Mio. Euro.

Indes verbesserten sich FUCHS PETROLUB (FUCHS PETROLUB vz) um 1,6 Prozent. Der Schmierstoffhersteller konnte Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 verbessern. So lagen die Umsätze mit 1,26 Mrd. Euro um 16 Prozent über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode. Unter dem Strich erwirtschaftete der Konzern ein Ergebnis nach Steuern von 136,9 Mio. Euro, nach 132,7 Mio. Euro im Neunmonatszeitraum 2010. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,91 (Vorjahr: 1,85) Euro je Stammaktie sowie 1,93 (Vorjahr: 1,87) Euro je Vorzugsaktie. SGL CARBON (SGL Carbon) verteuerten sich um 4,4 Prozent. Der Graphit- und Karbonhersteller wartete in den ersten neun Monaten mit einem Ergebnisplus auf und hat die Jahresprognose bekräftigt. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,12 Mrd. Euro um 11,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,00 Mrd. Euro. Das den Anteilseignern zuzurechnende Ergebnis verbesserte sich auf 56,9 Mio. Euro, nach 44,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Schließlich verschlechterten sich Rheinmetall nach Neunmonatszahlen um 7,6 Prozent. Der Umsatz lag mit 3,11 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 2,72 Mrd. Euro. Das Umsatzplus wird von beiden Konzernsparten getragen. Der Konzernüberschuss beläuft sich im Berichtszeitraum auf 119 Mio. Euro, nach 100 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Im TecDax standen Pfeiffer Vacuum Technology mit einem Abschlag von über 7 Prozent im Blick. Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres Umsatz und Ergebnis verbessert. So lag der Umsatz mit 405,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 158,5 Mio. Euro. Dabei resultierte das deutliche Umsatzplus durch den Zukauf des ehemaligen Wettbewerbers adixen. Das Nachsteuerergebnis verbesserte sich auf 41,7 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert von 29,0 Mio. Euro einem Plus von 43,7 Prozent entspricht. SINGULUS (Singulus Technologies) konnte derweil in den ersten neun Monaten wieder in die Gewinnzone zurückkehren. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 121,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 81,0 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Gewinn von 3,7 Mio. Euro verbucht, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 76,2 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Der Titel gab ein halbes Prozent nach. Für Medizin- und Sicherheitstechnologiekonzern Drägerwerk (Draegerwerk) ging es um 0,8 Prozent nach unten. Der Medizin- und Sicherheitstechnologiekonzern hat in den ersten neun Monaten 2011 das Ergebnis gesteigert. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 1,8 Prozent auf 1,56 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Ertragssteuern verbesserte sich um 13,0 Prozent von 70,2 Mio. auf 79,3 Mio. Euro.

Unterdessen verbesserten sich QIAGEN um 3,9 Prozent. Der Biotechnologiekonzern hat bereits gestern Abend die Ergebnisse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Jahres 2011 bekannt gegeben. Dabei konnte der Umsatz zwar gesteigert werden, der Gewinn ging jedoch zurück. Die Erwartungen wurden bestätigt. Schließlich befanden sich im TecDAX die Aktien von Q-Cells mit einem Zugewinn von über 25 Prozent im Höhenrausch. Das Photovoltaik-Unternehmen verlautbarte, dass man Europas größten Solarpark baut und die Erfolgsgeschichte 2011 im Geschäft mit großen Photovoltaik-Anwendungen fortsetzt. Den Angaben zufolge wird der in Brandenburg-Briest entstehende Solarpark eine Kapazität von 91 MW umfassen. Insgesamt werden damit rund 22.500 Haushalte jährlich mit erneuerbarer Energie versorgt und ein Ausstoß von rund 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Das Megaprojekt wird auf der ca. 200 Hektar großen Fläche des einstigen Militärflughafens Brandenburg-Briest umgesetzt.

Ferner gab es noch diverse Zahlenausweise aus dem SDAX. Prime Office-REIT (Prime Office REIT-AG) legten um 0,2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem Ergebnisplus aufwarten konnte. Daneben konnte auch GRENKELEASING das Neunmonatsergebnis deutlich steigern. Der Titel verbesserte sich daraufhin geringfügig um 0,1 Prozent. Schließlich hat der Handy-Ausrüster Balda in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust verbucht. Der Anteilsschein verlor 0,4 Prozent an Wert.

DAX: 6.133,18 (+2,81 Prozent) MDAX: 9.136,05 (+3,17 Prozent) SDAX: 4.580,98 (+2,09 Prozent) TecDAX: 699,69 (+2,45 Prozent) (03.11.2011/ac/n/m)

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