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09.05.2011 18:07

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Börse Frankfurt Schluss: DAX schließt im Minus, MAN rücken vor

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendierten am Montag uneinheitlich. Dabei belasteten Sorgen wegen einer möglichen Schuldenrestrukturierung Griechenlands. Der DAX verlor 1,09 Prozent auf 7.410,52 Punkte. Der MDAX stieg um 0,18 Prozent auf 10.713,51 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,22 Prozent nach oben auf 5.363,33 Zähler. Der TecDAX verbesserte sich um 0,14 Prozent auf 928,16 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,69 Prozent auf 124,29 Zähler, während der Euro um 0,66 Prozent auf 1,4292 US-Dollar nachgab.

Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im März 2011 vergrößert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 18,9 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 17,0 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 15,2 Mrd. Euro. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 19,5 Mrd. Euro, nach 18,8 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Indes erzielte das Verarbeitende Gewerbe im März 2011 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts ein kräftiges Umsatzwachstum. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 10,0 Prozent. Hierbei zogen der Inlandsumsatz um 6,6 Prozent und die Erlöse im Geschäft mit den ausländischen Abnehmern um 14,0 Prozent an. Im Vergleich zum Vormonat wies der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und arbeitstäglich bereinigt ein Plus von 0,7 Prozent aus, gegenüber einer Zunahme um 0,6 Prozent im Februar 2011. Der Inlandsabsatz blieb dabei unverändert, wogegen der Auslandsumsatz um 1,4 Prozent zulegte. Im ersten Quartal 2011 lag das arbeitstäglich bereinigte reale Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 11,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Inlandsgeschäft stieg dabei um 9,0 Prozent und der Auslandsumsatz um 15,2 Prozent.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Tendenz ab. Die wichtigsten US-Indizes liegen derzeit mit bis zu 0,3 Prozent im Plus. Am Dienstag stehen in den USA Daten zu den Aus- und Einfuhrpreisen für April zur Veröffentlichung an. Ferner werden noch die Großhandelsdaten für März erwartet. Des Weiteren geht auch die Berichtssaison in ihre nächste Runde.

Im Mittelpunkt des Interesses stand heute im Dax die Aktie von MAN . Volkswagen (Volkswagen vz) hat seine Beteiligung an dem Nutzfahrzeughersteller weiter ausgebaut. So hat der Automobilkonzern seinen Stimmrechtsanteil an MAN zuletzt durch den Kauf weiterer 379.842 MAN-Stammaktien auf 30,26 Prozent erhöht. Durch das Überschreiten der Schwelle von 30 Prozent der Stimmrechte wird Volkswagen ein Pflichtangebot gemäß § 35 Abs. 2 WpÜG in Höhe von 95 Euro je Stammaktie von MAN in bar vorlegen. Außerdem wird man für die Vorzugsaktie von MAN (MAN vz) ebenfalls ein Übernahmeangebot in Höhe des gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurses der MAN-Vorzugsaktie während der letzten drei Monate vor Veröffentlichung der Kontrollerlangung in bar zu erwerben. Dieser Preis je MAN Vorzugsaktie dürfte nach Angaben von Volkswagen in einer Größenordnung von rund 60 Euro liegen. MAN verlautbarte dazu, dass man die Ansicht über die industrielle Logik einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen der MAN, Scania (Scania AB (B)) und Volkswagen teilt. Eine intensivere Zusammenarbeit würde zudem beträchtliche Synergiepotenziale bergen. MAN wird das Angebot prüfen, sobald es veröffentlicht wurde. Während MAN als bester Wert im DAX um 1,5 Prozent vorrückten, fuhren Volkswagen mit einem Abschlag von 2,2 Prozent hinterher.

Viel Beachtung fand auch der Zahlenausweis von Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft). Der Rückversicherer hat aufgrund der außerordentlich hohen Belastungen durch Naturkatastrophen im ersten Quartal 2011 einen Konzernverlust verzeichnet. Trotz dieses Quartalsverlusts rechnet Munich Re weiterhin mit einem Jahresgewinn für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzernverlust belief sich auf 948 Mio. Euro, im Vergleich zu einem Gewinn von 485 Mio. Euro im Vorjahr. Die Gruppe hatte von Januar bis März in der Rückversicherung Schäden aus Naturkatastrophen von 2,7 Mrd. Euro zu verkraften. Das Papier verlor 1,7 Prozent an Wert. Indes verbilligten sich Allianz um 2,4 Prozent. Manuel Bauer, verantwortliches Mitglied des Allianz-Konzernvorstands für die Wachstumsmärkte, teilte in einem Presseinterview mit, dass der Umsatzanteil der sogenannten Wachstumsmärkte in den kommenden zehn Jahren von aktuell etwa 12 Prozent auf das Doppelte steigen soll. Besonderes Augenmerk legt der Allianz-Konzern nach Aussage des Managers dabei auf China und Indien. Deutsche Post ging annähernd auf Vortagesniveau aus dem Handel. Der Konzern will künftig die Portopreise selbst bestimmen und fordert ein Ende der Preisregulierung im Briefbereich. Die rote Laterne wurde heute von BASF mit einem Verlust von 4,1 Prozent gehalten.

Der Antriebssystem- und Energieanlagenspezialist Tognum konnte im ersten Quartal 2011 Umsatz- und Ergebnis kräftig steigern. Der Umsatz erhöhte sich um 29,8 Prozent auf 661,4 Mio. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss wuchs von 22,3 Mio. auf 50,8 Mio. Euro. Der bereinigte Gewinn je Aktie liegt damit bei 0,39 Euro (2010: 0,17 Euro). Der Anteilsschein verschlechterte sich um 0,3 Prozent. EADS legten indes um 0,5 Prozent zu. Der Luft- und Raumfahrtkonzern verlautbarte, dass China Southern Airlines , der künftig erste A380-Betreiber Chinas, bei Airbus den maßgeschneiderten, auf Flugstunden basierenden Ersatzteilversorgungsservice "Flight Hour Services (FHS)" für ihre Flotte von fünf A380 bestellt hat, die in der zweiten Jahreshälfte 2011 in Dienst gestellt werden soll. Der spanische Baukonzern ACS hat sich ferner einem Medienbericht zufolge die Mehrheit auf der Hauptversammlung des deutschen Konkurrenten HOCHTIEF gesichert und kann somit vollendete Tatsachen schaffen. Die Aktie von HOCHTIEF verlor daraufhin 1,7 Prozent an Wert. Vorne belegten Südzucker mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent den ersten Platz, während sich die Anleger gleichzeitig von der Aktie von Praktiker trennten, die 2,1 Prozent verloren.

Im TecDax richtete sich der Fokus der Anleger heute vor allem auf die Aktien von Gigaset . Das Unternehmen konnte sein Ergebnis im ersten Quartal 2011 deutlich steigern. Zwar sanken die Umsatzerlöse aus dem fortgeführtem Geschäft leicht, das erwirtschaftete EBITDA erreichte aber erneut rund 17 Mio. Euro. Das Konzernergebnis konnte um 7,0 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro verbessert werden. Die Aktie legte als bester Wert im TecDAX um 4,7 Prozent zu. JENOPTIK verbesserten sich um 4,2 Prozent, nachdem der Technologiekonzern seine Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr nach oben revidiert hat. QSC legten indes um 1,8 Prozent zu. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal nach eigenen Angaben den Transformationsprozess von einem TK-Netzbetreiber zu einem ITK-Serviceanbieter erfolgreich fortsetzen und steigerte weiter seine Finanz- und Ertragskraft. Zudem wurde die Prognose für 2011 bekräftigt. Insgesamt belief sich der Umsatz im ersten Quartal 2011 auf 105,1 Mio. Euro, nach 105,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Konzerngewinn betrug 6,5 Mio. Euro, gegenüber 3,2 Mio. Euro im ersten Quartal 2010. Ferner verbesserten sich Evotec um 1,4 Prozent. Der Biotechnologiekonzern teilte mit, dass die Forschungsallianz mit Boehringer Ingelheim einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht hat. QIAGEN verloren 0,9 Prozent an Wert. Der Biotechnologiekonzern meldete, dass er mit der Auslieferung von mehr als 75 Millionen digene HPV-Tests weltweit seit der US-Zulassung dieses bedeutenden molekulardiagnostischen Tests im Jahr 1999 einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Der Test gilt als der "Goldstandard" für das Screening von Frauen auf Humane Papillomaviren (HPV), die primäre Ursache von Gebärmutterhalskrebs. STRATEC Biomedical Systems hat schließlich aufgrund zusätzlicher und detaillierterer Kundeninformationen die Guidance der Umsatzerlöse für 2011 konkretisiert und das untere Ende des Umsatzkorridors auf mindestens 114 Mio. Euro angehoben. Der Titel gab um 0,4 Prozent nach. Hinten verloren Phoenix Solar 3,6 Prozent.

Im SDAX schossen die Aktien von elexis als bester Wert um 14,8 Prozent nach oben. Das Unternehmen steht möglicherweise kurz vor der Übernahme. So hat die SMS GmbH entschieden, den elexis-Aktionären ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot in Höhe von 19,00 Euro je Aktie in bar zu unterbreiten. Dies entspricht den Angaben zufolge einer Prämie von rund 34 bzw. rund 46 Prozent auf den gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der vergangenen drei bzw. zwölf Monate. KUKA rückten um 2,3 Prozent vor. Der Maschinenbauer hat seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 erhöht. Im ersten Quartal 2011 wuchs der Umsatz auf 326,5 Mio. (2010: 209,1 Mio.) Euro. Ferner kletterte das Ergebnis nach Steuern auf 5,4 Mio. (2010: -11 Mio.) Euro. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet der Konzern jetzt einen Umsatz von mindestens 1,2 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von mindestens 5 Prozent. Wacker Neuson (Wacker Neuson SE) schoben sich um 2,6 Prozent vor. Der Baumaschinenhersteller erhöhte seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr und geht außerdem davon aus, früher als bisher erwartet an das Umsatzniveau vor der Wirtschaftkrise anzuschließen. So wuchs der Umsatz im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahresquartal um 40,9 Prozent auf 211,8 Mio. Euro. Mit einem Anstieg der EBITDA-Marge auf 12,2 (Vorjahresquartal: 2,4) Prozent verzeichnete der Konzern dabei ein überproportionales Ergebniswachstum. Auf dem letzten Platz verloren Tipp24 4 Prozent an Wert.

DAX: 7.410,52 (-1,09 Prozent) MDAX: 10.713,51 (+0,18 Prozent) SDAX: 5.363,33 (+0,22 Prozent) TecDAX: 928,16 (+0,14 Prozent) (09.05.2011/ac/n/m)

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