Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten am letzten Handelstag der Woche deutlich in der Verlustzone. Dabei belastete am Nachmittag insbesondere der US-Arbeitsmarktbericht. So hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA zwar zuletzt verbessert, jedoch deutlich weniger als erwartet. Der DAX verlor zuletzt 1,92 Prozent auf 6.410,11 Punkte. Der MDAX gab um 1,49 Prozent nach auf 10.448,74 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 1,19 Prozent nach unten auf 4.857,75 Zähler, während der TecDAX um 1,85 Prozent auf 756,63 Punkte nachgab. Der Bund Future gewann zuletzt 0,51 Prozent auf 143,86 Zähler, während der Euro um 0,73 Prozent auf 1,2302 Dollar verliert.
In den USA notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 1,68 Prozent im Minus. Am kommenden Montag stehen in Deutschland die Zahlen zum Außenhandel und zum Umsatz des verarbeitenden Gewerbes auf der Agenda. In den USA werden die Verbraucherkredite für Mai gemeldet.
Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat im Mai nach vorläufigen Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums zugelegt. Demnach stieg die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,6 Prozent, wogegen sie im Monat zuvor nach revidierten Angaben um 2,1 Prozent gesunken war. Hierbei wuchs die Industrieproduktion um 1,8 Prozent an.
BMW fuhren heute mit einem Abschlag von 4,6 Prozent im Dax hinterher. BMW Motorrad hat im ersten Halbjahr 2012 einen leichten Absatzrückgang verbucht. Allerdings erwartet BMW Motorrad für das zweite Halbjahr ein deutliches Wachstum und bleibt auf Kurs, um einen neuen Absatzrekord zu erzielen. Gleichzeitig ging es für Daimler und Volkswagen um 3,3 bzw. 2,7 Prozent nach unten. Die stärksten Kurszuwächse konnten unterdessen mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent die Papiere der Deutschen Lufthansa verzeichnen.
MTU Aero Engines (MTU Aero Engines) gaben um 1,2 Prozent nach. Der Triebwerkshersteller hat mit dem High-Tech-Unternehmen Sagem, das zum französischen Mischkonzern Safran (SAFRAN) gehört, eine Vereinbarung zur Gründung eines 50:50 Joint Ventures zur Entwicklung sicherheitskritischer Software und Hardware für militärische und zivile Luftfahrtanwendungen unterzeichnet. Der Motorenhersteller DEUTZ hat unterdessen mit einem neuen syndizierten Kredit die bisherige Finanzierung abgelöst. Wie schon gestern bekannt gegeben wurde, ist die Kreditlinie von 160 Mio. Euro unbesichert und hat eine Laufzeit bis Juni 2017. Ferner wurde bei der Europäischen Investitionsbank ein zinsgünstiges und ebenfalls unbesichertes Darlehen in Höhe von 90 Mio. Euro aufgenommen, das über einen Zeitraum von acht Jahren zu tilgen ist. Die Anteilsscheine fielen daraufhin um 5,2 Prozent. Fielmann gaben heute 4,8 Prozent nach. Der Titel wurde allerdings heute ex Dividende gehandelt. Daneben büßten Brenntag 4,4 Prozent ein, nachdem der Finanzinvestor Brachem seinen Anteil an dem Chemikalienhändler veräußert hat.
Im SDAX notierten Air Berlin zuletzt kaum verändert, nachdem die Fluggesellschaft im Juni erneut einen Rückgang bei den Passagierzahlen ausweisen musste. Die Auslastung der Flotte war ebenfalls rückläufig. Daneben verbilligten sich comdirect bank um 0,5 Prozent, nachdem der Konzern seine Monatszahlen für Juni bekannt gegeben hat. Demnach konnten sowohl die Kundengesamtzahl als auch die Zahl der Wertpapierdepots und des betreuten Kundengesamtvermögens im Vergleich zum Vormonat erhöht werden.
DAX: 6.410,11 (-1,92 Prozent) MDAX: 10.448,74 (-1,49 Prozent) SDAX: 4.857,75 (-1,19 Prozent) TecDAX: 756,63 (-1,85 Prozent) (06.07.2012/ac/n/m)