08.05.2012 18:10
Bewerten
 (2)

Börse Frankfurt Schluss: Deutliche Verluste, politisches Risiko belastet

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Aktien sind heute mit beträchtlichen Verlusten aus dem Handel gegangen. Wegen eines technischen Problems im Handelssystem der Deutschen Börse konnte der Aktienhandel in Deutschland erst mit rund 75 Minuten Verspätung eröffnet werden. Nach volatilem Handel gaben die Kurse am späten Nachmittag dann deutlich nach. Das politische Risiko nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland sorgte an den Märkten weiterhin für Verunsicherung. Der Dax verlor heute 1,90 Prozent auf 6.444,74 Punkte, während der MDAX 1,97 Prozent auf 10.416,30 Punkte abgab. Der SDAX verlor 0,96 Prozent auf 5.033,84 Stellen. Der TecDax schloss derweil 1,43 Prozent unter der Vortageslinie bei 772,49 Punkten. Der Bund-Future gewann zuletzt 0,43 Prozent auf 142,54 Punkte, während sich der Euro um 0,33 Prozent auf 1,3013 US-Dollar vergünstigte.

An den US-Börsen waren am Abend ebenfalls Verluste zu beobachten. So verlor der Dow Jones zuletzt 1,06 Prozent auf 12.870,50 Punkte, während der NASDAQ Composite 1,28 Prozent auf 2.919,95 Zähler abgab. Der S&P 500 rutschte daneben 1,15 Prozent auf 1.353,89 Punkte ab.

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im Februar 2012 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf insgesamt 12.650 zurückgegangen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) hat die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im März 2012 auf Basis vorläufiger Berechnungen zugenommen. Demnach stieg die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,8 Prozent an, wogegen sie im Monat zuvor nach revidierten Angaben um 0,3 Prozent gesunken war. Hierbei legte die Industrieproduktion um 1,5 Prozent zu.

An der Spitze des DAX standen Fresenius Medical Care mit +0,8 Prozent. Einer der wenigen Gewinner war auch die Aktie der Deutschen Telekom , welche 0,6 Prozent vorrückte. In der Tarifauseinandersetzung bei Telekom Deutschland einschließlich der Servicegesellschaften haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Deutsche Telekom eine Einigung erzielt. So sollen die rund 50.000 Beschäftigen während der Laufzeit von zwei Jahren auf drei Stufen verteilt 6,5 Prozent mehr Gehalt erhalten. 3,7 Prozent abwärts ging es dagegen nach Zahlen für die Aktie von Münchener Rück (Munich Re) (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft). Daneben verlor die BMW-Aktie (BMW) 3,9 Prozent. Der Autobauer konnte im April einen Absatzanstieg erzielen. Auch Volkswagen (Volkswagen vz) konnte den Absatz der Kernmarke VW im April steigern. Die Vorzugsaktie von Volkswagen gab 2,3 Prozent nach. Anteile von Siemens verloren 1,6 Prozent. Der Technologiekonzern soll im Werk von Aperam im belgischen Châtelet die bestehenden Gleichstrom-Hauptantriebe der Fertigstraßen durch leistungsfähigere Wechselstromsysteme zu ersetzen. Die Aktie der Deutschen Post (Deutsche Post) ist am Nachmittag erneut ins Minus gedreht und verlor 0,8 Prozent. Der Brief- und Logistikkonzern hat im ersten Quartal 2012 an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres angeknüpft und seinen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. So konnten Umsatz und Profitabilität deutlich gesteigert werden. Titel von E.ON (EON) verzeichneten einen Abschlag von 1,7 Prozent. Die Frist für den Verkauf des Ferngasnetzes der zum Energieversorger gehörenden Tochter E.ON Ruhrgas geht einem Medienbericht zufolge in die letzte Runde. Bis morgen können die Bieter ein letztes Angebot für die in Essen sitzende Gesellschaft Open Grid Europe abgeben. adidas verloren im DAX als schwächster Wert 4,0 Prozent.

Im MDAX standen Anteile von GSW Immobilien mit +2,9 Prozent an erster Stelle. GILDEMEISTER konnten in der kleinen Gewinnergruppe 1,0 Prozent zulegen. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge plangemäß in das laufende Geschäftsjahr gestartet: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis lagen demnach im ersten Quartal über den Vorjahreswerten. Dahinter lagen HOCHTIEF mit einem Kursverlust von 0,1 Prozent. Der Baukonzern musste infolge von zwei Problemprojekten in Australien das erste Quartal 2012 mit einem negativen Ergebnis abschließen und die eigene Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr 2012 revidieren. Nach anfänglichen Verlusten sank der Aktienkurs von Rheinmetall um 1,6 Prozent. Das Unternehmen plant den Börsengang des Unternehmensbereichs Automotive noch im ersten Halbjahr 2012. Sky Deutschland verloren daneben 2,1 Prozent. Der Bezahlfernsehsender hat seine Partnerschaft mit der Teleclub AG verlängert und ausgebaut. In der Schlussgruppe fanden sich GEA Group mit -5,2 Prozent wieder. Der Technologiekonzern gab bekannt, dass er Umsatz, Auftragseingang und das bereinigte operative Ergebnis im ersten Quartal steigern konnte.

Der SDAX wurde einsam von der Praktiker-Aktie mit +6,2 Prozent angeführt. TOM TAILOR (Tom Tailor) geben nach Zahlen 1,4 Prozent ab, während alstria office REIT (alstria office REIT-AG) ebenfalls nach Zahlen 1,2 Prozent anzogen. Anteile der comdirect bank wurden nach Bekanntgabe der Monatszahlen für April mit einem Kursverlust von 0,6 Prozent gehandelt. An letzter Stelle brachen SAF Holland 8,7 Prozent weg. Im TecDAX liegen Nordex mit +7,5 Prozent an erster Stelle. Für AIXTRON (AIXTRON SE) ging es derweil 1,5 Prozent bergab. Das Unternehmen hat heute einen Auftrag von der Universität Warschau gemeldet. SÜSS MicroTec (Suess Microtec) verloren an drittletzter Stelle 4,6 Prozent. Der Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte Märkte musste für das erste Quartal 2012 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn melden. Nach der Meldung einer Veränderung in der Unternehmensführung verlor die Aktie von XING 0,6 Prozent.

DAX: 6.444,74 (-1,90 Prozent) MDAX: 10.416,30 (-1,97 Prozent) SDAX: 5.033,84 (-0,96 Prozent) TecDAX: 772,49 (-1,43 Prozent) (08.05.2012/ac/n/m)

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
06.07.2015EON SE OutperformBernstein Research
06.07.2015EON SE OutperformBernstein Research
03.07.2015EON SE ReduceHSBC
03.07.2015EON SE Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
03.07.2015EON SE buySociété Générale Group S.A. (SG)
06.07.2015EON SE OutperformBernstein Research
06.07.2015EON SE OutperformBernstein Research
03.07.2015EON SE Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
03.07.2015EON SE buySociété Générale Group S.A. (SG)
30.06.2015EON SE OutperformBernstein Research
03.07.2015EON SE HoldS&P Capital IQ
01.07.2015EON SE NeutralCitigroup Corp.
26.06.2015EON SE HaltenIndependent Research GmbH
25.06.2015EON SE HoldDeutsche Bank AG
05.06.2015EON SE HoldDeutsche Bank AG
03.07.2015EON SE ReduceHSBC
23.06.2015EON SE ReduceKepler Cheuvreux
07.05.2015EON SE ReduceKepler Cheuvreux
14.04.2015EON SE SellCitigroup Corp.
02.04.2015EON SE SellCitigroup Corp.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr E.ON SE Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich leichter -- Dow schließt schwächer -- Tsipras spricht mit Merkel über neue Vorschläge - Umschuldung geplant -- Tsakalotos löst Varoufakis ab -- Deutsche Post im Fokus

ProSieben und Springer sondieren offenbar Fusion. EZB hält Notkredite für griechische Banken auf aktuellem Stand. Griechische Banken bleiben weiter geschlossen. IWF grundsätzlich bereit zu weiteren Griechenland-Hilfen. Piloten: Schlichtung bei Lufthansa gescheitert. EU-Kommission hält Griechenland-Kompromiss immer noch für möglich. EZB wird wohl Hellas-Geldversorgung nicht stoppen.
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welcher Fußballtrainer verdient am meisten?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Acht überraschende Fakten über den Chef des Tech-Riesen

Deutschland liegt ganz weit vorne

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Welche Aktien könnten bis 2018 hin steigen?

Bestnoten für diese Chefs

mehr Top Rankings

Umfrage

Griechenlands Finanzminister Varoufakis tritt zurück. Glauben Sie, dass nun eine Einigung im Schuldenstreit näher rückt?