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25.08.2011 18:07

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Börse Frankfurt Schluss: Im Minus, Commerzbank und Deutsche Bank gesucht

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes drehten heute Nachmittag nach schwachen Vorgaben aus den USA deutlich ins Minus. Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium bekannt gegeben, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA stärker als erwartet angestiegen sind. Zum Handelsende konnten die Verluste am deutschen Aktienmarkt allerdings eingedämmt werden. Der DAX verlor zuletzt 1,71 Prozent auf 5.584,14 Punkte. Der MDAX gab um 0,48 Prozent nach auf 8.705,91 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,39 Prozent nach unten auf 4.333,87 Zähler, während der TecDAX 0,29 Prozent auf 717,22 Punkte verlor. Der Bund Future gewann zuletzt 0,20 Prozent auf 134,82 Zähler, während der Euro 0,19 Prozent auf 1,4379 Dollar abgab.

An der Wall Street hat sich die Stimmung weiter eingetrübt. Die US-Indizes liegen zur Stunde mit Aufschlägen von bis zu 0,95 Prozent im Minus. Am morgigen Freitag werden unter anderem die Zahlen zu den deutschen Außenhandelspreisen für Juli bekannt gegeben. In den USA stehen die Zahlen zum BIP des zweiten Quartals sowie der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für August auf der Agenda.

Das Konsumklima ist in Deutschland nur moderat gesunken. Während die Anschaffungsneigung nach Daten der Marktforschungsgruppe GfK (GfK SE) ihr gutes Niveau noch einmal verbessern kann, müssen die Konjunkturerwartung starke und die Einkommenserwartung moderate Einbußen hinnehmen. Der Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 5,3 Punkten im August für September einen Wert von 5,2 Punkten. Ferner sind die Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni zurückgegangen. Eine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Destatis zufolge sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Berichtsmonat im Vergleich zum Juni 2010 preisbereinigt um 0,7 Prozent gesunken. Wie weiter mitgeteilt wurde, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 3,6 Prozent zu, im Tiefbau dagegen um 5,0 Prozent ab. In den USA stehen am Nachmittag noch die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe für die Vorwoche an.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählten heute Commerzbank und Deutsche Bank mit Zugewinnen von 3,1 bzw. 1,4 Prozent. Anteilsscheine von Siemens lagen mit 0,6 Prozent im Minus. Einer Unternehmensmeldung zufolge soll die Zentrale des Windkraftgeschäfts vom dänischen Brande in die Hansestadt verlagert werden. 2004 hatte Siemens den dänischen Windturbinenhersteller Bonus übernommen und das Geschäft dort weiter ausgebaut. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Hamburg rund 1.300 Mitarbeiter. Durch die Maßnahme sollen Hunderte von Arbeitsplätzen in der Hansestadt geschaffen werden. Die Deutsche Telekom bereitet einem Medienbericht zufolge die Massenvermarktung superschneller Glasfaserleitungen vor und will in diesem Zusammenhang Milliarden investieren. Dem Bericht zufolge will der Konzern dafür intern eigens eine neue Gesellschaft schaffen, die mittelfristig maximal 1.500 Leute beschäftigen könnte. Die Aktie gab um 2,7 Prozent nach. E.ON (EON) verbilligten sich um 3,1 Prozent.

Der Versorger beginnt mit dem Aufbau von Schnellladestationen für Elektroautos entlang deutscher Autobahnen. Dabei wurde die erste Station dieser Art am 24. August 2011 an der A8 an der Ausfahrt Irschenberg in Bayern installiert. Daneben gaben BASF 3,3 Prozent ab. Das Chemieunternehmen hat bereits gestern weitere Preiserhöhungen angekündigt. So werden die Preise für Calcium D-Pantothenat (Vitamin B5) für die Human- und Tierernährung zum 24. August weltweit um 1,40 Euro pro Kilogramm (bzw. 2,00 US-Dollar pro Kilogramm) angehoben. Mit der Preiserhöhung sollen die in diesem Jahr gestiegenen Rohstoffpreise ausgeglichen werden. Am Indexende verloren Anteile von RWE 3,9 Prozent an Wert.

Im MDAX zogen Anteile der Aareal Bank auf Platz eins der Gewinnerliste um 3,6 Prozent an. Aktien von Fielmann lagen mit 0,6 Prozent im Plus. Die Optikerkette konnte im ersten Halbjahr mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. So erhöhte sich der Außenumsatz inklusive Mehrwertsteuer in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres um 7,3 Prozent auf 615,4 Mio. Euro. Beim Vorsteuergewinn wurde ein Anstieg um 9,6 Prozent auf 86,4 Mio. Euro verzeichnet, während der Nachsteuergewinn um 10,4 Prozent auf 61,8 Mio. Euro anstieg (Vorjahreswert: 56,0 Mio. Euro). Am Indexende gaben die Papiere von ProSiebenSat.1 Media 4,4 Prozent ab.

Im TecDax gewannen Anteile von Bechtle an erster Stelle 2,7 Prozent. Aktien von Phoenix Solar wiesen ein Plus von 2,2 Prozent auf. Die rote Laterne wurde indes von Nordex mit einem Wertverlust von 2,7 Prozent gehalten. Im SDAX gaben NORMA Group um 1,7 Prozent nach. Der Markt- und Technologieführer für hochentwickelte Verbindungstechnik hat im brasilianischen Santo André einen Standort für Vertrieb und Entwicklung in Südamerika eröffnet.

DAX: 5.584,14 (-1,71 Prozent) MDAX: 8.705,91 (-0,48 Prozent) SDAX: 4.333,87 (-0,39 Prozent) TecDAX: 717,22 (-0,29 Prozent) (25.08.2011/ac/n/m)

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