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09.11.2011 18:07

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Börse Frankfurt Schluss: Im Minus, Deutsche Post nach Zahlen gesucht

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Indizes notierten heute deutlich in der Verlustzone. Als besonderer Belastungsfaktor war dabei erneut die Zweifel an einem schnellen Schuldenabbau in Italien auszumachen. Daneben standen zahlreiche Quartalsausweise im Blickfeld der Anleger. Der DAX verlor zuletzt 2,21 Prozent auf 5.829,54 Punkte. Der MDAX gab um 2,13 Prozent nach auf 8.871,38 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 1,24 Prozent nach unten auf 4.479,25 Zähler, während der TecDAX um 1,54 Prozent auf 691,65 Punkte zurückfiel. Der Bund Future kletterte zuletzt um 0,51 Prozent nach oben auf 138,74 Zähler, während der Euro 1,60 Prozent auf 1,3603 Dollar verliert.

An der Wall Street bewegen sich die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 2,2 Prozent im Minus. Am morgigen Donnerstag stehen in den USA unter anderem die Veröffentlichung der US-Handelsbilanz für September und die Zahlen zum US-Staatshaushalt für Oktober auf der Agenda. In Deutschland werden die Verbraucherpreise für Oktober publiziert.

Der Versorger E.ON (EON) musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen. Der Umsatz lag mit 77,51 Mrd. Euro um 21 Prozent über den Wert des Vorjahres. Das Adjusted EBITDA sank hingegen um 39 Prozent auf rund 6,55 Mrd. Euro. Dieser Rückgang hat im Wesentlichen drei Gründe: Erstens belasten die vorzeitige Abschaltung deutscher Kernkraftwerke und die Kernbrennstoffsteuer das Ergebnis mit rund 2,3 Mrd. Euro, zweitens liegt das Ergebnis im Gashandelsgeschäft wegen des weiterhin anhaltenden Margendrucks rund 0,8 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Drittens belasten in Großbritannien gestiegene Einkaufspreise im Vertriebsgeschäft sowie der Verkauf von Central Networks das Ergebnis gegenüber 2010 mit rund 0,5 Mrd. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss lag zum Ende des dritten Quartals bei 1,59 Mrd. Euro und damit 64 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2011 wurde indes bestätigt. Der Titel verlor 1,7 Prozent an Wert. Gleichzeitig verbilligten sich Henkel (Henkel vz) um 4,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat im dritten Quartal Umsatz und bereinigtes Ergebnis verbessert. Die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr hob Henkel erneut leicht an. So wuchs der Umsatz im dritten Quartal 2011 um 1,7 Prozent auf 4,03 Mrd. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte verbesserte sich der Umsatz um 5,7 Prozent. Der bereinigte Quartalsüberschuss nach Abzug nicht beherrschender Anteile stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,9 Prozent auf 366 Mio. Euro. Der Quartalsüberschuss lag bei 314 Mio. Euro, gegenüber 343 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Nach Abzug nicht beherrschender Anteile in Höhe von 7 Mio. Euro lag der Quartalsüberschuss bei 307 Mio. Euro (Vorjahr: 337 Mio. Euro). Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie stieg auf 0,85 Euro, gegenüber 0,80 Euro im Vorjahresquartal. Unbereinigt lag das EPS bei 0,71 Euro, gegenüber 0,78 Euro im Vergleichsquartal.

Deutsche Post (Deutsche Post) schossen im Dax um 3,8 Prozent nach oben und bewegten sich damit an der Indexspitze. Der Brief- und Logistikkonzern hat auch im dritten Quartal 2011 seinen Umsatz gesteigert und die Profitabilität deutlich erhöht. Die Ergebnisprognose für 2011 wurde angehoben. So erhöhte sich der Konzernumsatz zwischen Juli und September im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 13,1 Mrd. Euro. Bereinigt um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse legten die Umsätze mit 5,7 Prozent deutlich stärker zu. Der Konzerngewinn verbesserte sich im dritten Quartal von 226 Mio. Euro im Vorjahr auf 385 Mio. Euro im Jahr 2011. Dies entspricht einem Anstieg des Quartalsergebnisses je Aktie von 19 Cent auf 32 Cent. Ferner verlautbarte MAN heute, dass die Mehrheitsübernahme des Nutzfahrzeugherstellers durch den Automobilkonzern Volkswagen (Volkswagen vz) abgeschlossen ist. Während Volkswagen mit einem Abschlag von 1,6 Prozent hinterherfuhren, legten MAN ein halbes Prozent zu. Schwächster Wert im DAX war die Commerzbank mit einem Abschlag von 6 Prozent.

Insgesamt verhalten fielen die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr 2010/2011 von Wincor Nixdorf aus. Demnach erzielte der IT-Spezialist für das Filialgeschäft von Banken und Handelsunternehmen einen Umsatz von 2,33 Mrd. Euro, nach 2,24 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBITA) erreichte mit 162 Mio. Euro den Vorjahreswert. Das Periodenergebnis verbesserte sich leicht auf 108 Mio. Euro, nach 106 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Hinblick auf das laufende Geschäftsjahr 2011/2012 geht das Unternehmen von erschwerten Bedingungen vor allem in Westeuropa infolge der sich abschwächenden Konjunktur sowie der Auswirkungen der Staatsschuldenkrise aus. Das Papier gab um 11 Prozent nach und markierte damit das Indexende im MDAX. Nicht so gut lief es in den ersten neun Monaten 2011 für Symrise . Der Umsatz lag mit 1,21 Mrd. Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Auf wechselkursbereinigter Basis wurde ein leichtes Umsatzplus von 2 Prozent ausgewiesen. Der Periodenüberschuss sank allerdings auf 117,4 Mio. Euro, nach 127,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktie des Aromenherstellers verbesserte sich trotzdem um 4 Prozent.

Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) verbilligten sich indes nach Neunmonatszahlen um 2,4 Prozent. Die gebuchte Bruttoprämie für das Gesamtgeschäft zum 30. September 2011 erhöhte sich um 6,0 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro. Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 8,1 Prozent betragen. Der Konzernüberschuss lag bei 381,7 Mio. Euro (582,0 Mio. Euro). Der Gewinn je Aktie betrug 3,16 Euro (4,83 Euro). Ferner wurde die Gesamtjahresprognose bekräftigt. Papiere von STADA (STADA Arzneimittel) fielen um 1,8 Prozent zurück. Der Pharmakonzern will sein Generika-Geschäft erweitern. So haben STADA und die Anteilseigner des Schweizer Pharmaunternehmens Spirig Pharma AG einen Vertrag für den Kauf des Generika-Geschäfts inklusive der entsprechenden Vertriebsstrukturen von Spirig unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt rund 97 Mio. Schweizer Franken (CHF) und umfasst auch das Recht, die erworbenen Produkte weiterhin unter der Dachmarke Spirig zu vertreiben.

Für eine Enttäuschung sorgte daneben der Metalldistributeur Klöckner & Co (KloecknerCo). Zwar verbesserte sich der Umsatz im dritten Quartal auf 1,89 Mrd. Euro, nach 1,40 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis aber ein Verlust von 12 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 15 Mio. Euro verbucht hatte. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet Klöckner & Co trotz der Abschwächung der Nachfrage weiterhin vor allem durch die Beiträge der Akquisitionen einen Anstieg des Absatzes um mehr als 25 Prozent und des Umsatzes um mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der schwachen Nachfrageentwicklung und des anhaltenden Preisdrucks erwartet das Unternehmen für das vierte Quartal ein unterhalb des dritten Quartals liegendes operatives Ergebnis (EBITDA). Zudem werden Restrukturierungskosten im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich das Ergebnis belasten. Für das Papier ging es um 8,5 Prozent nach unten. Des Weiteren legten KUKA um 4 Prozent zu. Der Maschinenbaukonzern verbesserte im dritten Quartal Umsatz und EBIT deutlich. So wurde beim Umsatz mit 369,0 Mio. Euro ein neuer Rekordwert erzielt, nach 273,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Ferner erwirtschaftete der Konzern im dritten Quartal 2011 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 19,2 Mio. (2010: 8,3 Mio.) Euro.

Zahlen gab es heute auch aus dem TecDAX. JENOPTIK konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 383,9 Mio. Euro um 10,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 21,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 9,6 Mio. Euro). Die Aktie des Technologiekonzerns fiel um 0,6 Prozent. Anteile von Drillisch schossen derweil um 9,5 Prozent nach oben. Der Serviceprovider hat heute die vorläufigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Demnach lag der Service Revenue im Berichtszeitraum nach vorläufigen Berechnungen mit 76,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 67,6 Mio. Euro, was einem Anstieg von 13,2 Prozent entspricht. Der Rohertrag erreichte im dritten Quartal 26,0 Mio. Euro. was einer Steigerung von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gleichkommt. Ferner wurde ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 4 Prozent des gezeichneten Kapitals angekündigt.

Im SDAX verschlechterten sich Hamborner REIT nach Zahlen für die ersten neun Monate 2011 um 3 Prozent. Im Berichtszeitraum lagen die Miet- und Pachterlöse mit insgesamt 23 Mio. Euro um rund 28 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den getätigten Neuinvestitionen. Beim Periodenergebnis wurde ein Anstieg auf 5,5 Mio. Euro erzielt, nach 2,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der FFO der ersten neun Monate beträgt rund 12,3 Mio. Euro und liegt um rund 28 Prozent über dem Vorjahreswert. Daneben kletterten TAG Immobilien um 0,7 Prozent nach oben. Der Immobilienkonzern konnte in den ersten drei Quartalen dank der erstmaligen Konsolidierung der Colonia Real Estate AG einen deutlichen Ergebnisanstieg ausweisen. So lag der Umsatz mit 108,3 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 64,1 Mio. Euro. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf 40,8 Mio. Euro, nach 12,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. PATRIZIA Immobilien (Patrizia Immobilien) verbilligten sich indes um 0,2 Prozent. Der Immobilienkonzern verbesserte im dritten Quartal 2011 sein operatives Ergebnis. Die Umsatzerlöse verringerten sich auf 54,6 Mio. Euro, nach 68,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Ferner sank das EBIT von 15,4 Mio. auf 14,1 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis verschlechterte sich von 6,7 Mio. auf -3,6 Mio. Euro. Jedoch verbesserte sich das operative Vorsteuerergebnis auf 4,5 Mio. Euro, nach 3,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Grammer (Grammer) hat in den ersten neun Monaten dank der anhaltend positiven Nachfragentwicklung aus der Automobilindustrie bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. So lag der Umsatz des Automobilzulieferers mit 810,4 Mio. Euro um 19,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern stieg in den ersten neun Monaten auf 15,8 Mio. Euro, nach 8,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Papier gab um 2,6 Prozent nach. Schließlich tendierten TOM TAILOR (Tom Tailor) nach Zahlen zum dritten Quartal 1,7 Prozent schwächer. Der Umsatz des Mode- und Lifestyle-Unternehmens lag im Berichtszeitraum mit 118,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 101,5 Mio. Euro. Das Periodenergebnis sank auf 5,0 Mio. Euro, nach 8,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das um Einmaleffekte bereinigte Periodenergebnis lag mit 6,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von 9,9 Mio. Euro.

DAX: 5.829,54 (-2,21 Prozent) MDAX: 8.871,38 (-2,13 Prozent) SDAX: 4.479,25 (-1,24 Prozent) TecDAX: 138,74 (-0,51 Prozent) (09.11.2011/ac/n/m)

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