08.11.2012 18:08
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Börse Frankfurt Schluss: Im Minus, HeidelbergCement deutlich fester

FrankfurtFrankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendierten im Donnerstaghandel im Minus. Die Anleger hatten dabei eine wahre Flut an Quartalsbilanzen zu verarbeiten. Ferner kamen negative Vorgaben aus den USA. Der DAX verlor zuletzt 0,39 Prozent auf 7.204,96 Punkte. Der MDAX gab um 1,18 Prozent nach auf 11.382,55 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,18 Prozent nach unten auf 5.003,00 Zähler, während der TecDAX um 0,91 Prozent auf 806,68 Punkte abgab. Der Bund Future gewann zuletzt 0,12 Prozent auf 142,93 Zähler, während der Euro um 0,12 Prozent auf 1,2740 Dollar nachgab.

An der Wall Street notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,41 Prozent im Minus. Am Freitag stehen in den USA konjunkturseitig die Ein- und Ausfuhrpreise, die Zahlen zum Großhandel und die Verbraucherstimmung auf der Agenda. In Deutschland werden die Verbraucherpreise für Oktober gemeldet.

Eine wahre Zahlenflut strömte heute aus dem Dax auf die Anleger nieder. Für die Aktien von Siemens ging es um 1,8 Prozent nach oben. Der Industriekonzern hat im vierten Quartal den Umsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode gesteigert. Das Ergebnis der Summe der Sektoren verringerte sich allerdings. Das Konzernergebnis wurde derweil leicht verbessert. Im Anschluss wurde außerdem ein milliardenschweres Sparprogramm angekündigt. Commerzbank gaben als Schlusslicht um 5,8 Prozent nach. Die Bank schloss das abgelaufene Quartal mit einem Gewinn ab. Für das vierte Quartal rechnet der Konzern mit einem Operativen Ergebnis, das unter dem Niveau des dritten Quartals liegen wird.

Im Blickfeld stand ferner der Ausweis der Deutschen Telekom (AG ISIN DE0005557508/ WKN 555750). Der Telekommunikationskonzern musste im dritten Quartal aufgrund einer Sonderbelastung einen massiven Verlust ausweisen. Grund hierfür war die Wertminderung auf Goodwill und Vermögenswerte von T-Mobile USA. Allerdings verringerte sich auch der bereinigte Konzernüberschuss deutlich. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. Zudem wurde die Dividendenaussage für das Geschäftsjahr 2012 bekräftigt. Der Titel gab um 0,7 Prozent nach. Deutsche Post hat derweil im abgelaufenen Quartal angesichts einer schwächeren Gewinnentwicklung im BRIEF-Bereich und eines geringeren Steueraufwands einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt. Das operative Ergebnis ging indes zurück, während der Umsatz einen soliden Zuwachs verzeichnen konnte. Neben positiven Währungseffekten spiegeln sich in dieser Entwicklung auch weitere organische Umsatzsteigerungen in allen drei DHL-Bereichen wider. Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2012 wurde bestätigt. Die Aktie des Brief- und Logistikkonzerns verbilligte sich um 3 Prozent.

adidas (adidas) liefen derweil mit einem Abschlag von 1,4 Prozent hinterher. Der Sportartikelhersteller hat in den ersten neun Monaten eine Umsatz- und Ergebnissteigerung ausgewiesen. Der währungsbereinigte Konzernumsatz lag in allen Regionen über dem Vorjahresniveau. Zudem bestätigte man die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2012. Schließlich verteuerten sich HeidelbergCement an der Indexspitze um 3,4 Prozent. Der Baustoffhersteller konnte im dritten Quartal dank höherer Umsatzerlöse einen Ergebnisanstieg erzielen. Für das laufende Fiskaljahr wurden die Prognosen bestätigt.

Zahlreiche Quartalsbilanzen wurden heute auch aus dem MDAX gemeldet. Mit einem Zugewinn von 4,2 Prozent zeigten sich die Papiere von RATIONAL in sehr guter Verfassung. Der Küchenhersteller konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres trotz der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Ergebnisanstieg vorweisen. Beim Umsatz legte man ebenfalls prozentual zweistellig zu. Alle Regionen konnten zu dieser Umsatzsteigerung beitragen. Die Gesamtjahresprognose wurde bestätigt.

EADS (EADS) flogen derweil mit einem Abschlag von 3,5 Prozent hinterher. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat im dritten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt. Der Umsatz konnte dabei deutlich zulegen. Nach neun Monaten wurde das Ergebnis mehr als verdoppelt. Die Gewinnprognose für 2012 wurde bestätigt. ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) verschlechterten sich um 2,7 Prozent. Die Fernsehsendergruppe hat ihren profitablen Wachstumskurs auch im dritten Quartal weiter fortsetzt. So wurden der Gesamtumsatz und das bereinigte Nettoergebnis erhöht. Der Jahresausblick 2012 wurde bestätigt.

Die Augenoptikerkette Fielmann steigerte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres das Ergebnis leicht. Der Brillenabsatz und der Umsatz legten ebenfalls zu. Für 2012 erwartet Fielmann eine Ausweitung seiner Marktanteile. Die Papiere fielen um 1,2 Prozent. RHÖN-KLINIKUM (RHOeN-KLINIKUM) gewannen daneben 1,2 Prozent an Wert. Das Unternehmen wies in den ersten neun Monaten aufgrund hoher Einmalbelastungen in Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot des Gesundheitskonzerns Fresenius (Fresenius SECo) einen deutlichen Ergebnisrückgang aus.

Der Graphit- und Karbonhersteller SGL CARBON (SGL Carbon) verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Ergebnisrückgang. Beim Umsatz legte man indes zu. Während sich die etablierten Geschäftsfelder Performance Products (PP) und Graphite Materials & Systems (GMS) im Rahmen der Erwartungen entwickelten, wurde das Geschäftsfeld Carbon Fibers & Composites (CFC) durch eine nach IFRS notwendige nicht zahlungswirksame PoC-Abschreibung belastet, die eine Folge der deutlichen Projektverschiebungen des Boeing 787-Programms sowie erheblicher Rücknahmen der geplanten Produktionsmengen ist. Für das Gesamtjahr 2012 bestätigte der Konzern die bereits kommunizierte Prognose. Das Papier stieg um 0,2 Prozent. STADA (STADA Arzneimittel) verteuerten sich daneben um 1,2 Prozent. Der Pharmakonzern konnte in den ersten neun Monaten 2012 Umsatz und Ergebnis verbessern. Zudem ging es für TAG Immobilien um 0,2 Prozent nach unten. Der Immobilienkonzern erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Konzern seine Prognose.

Schlecht lief es im dem erstem neun Monaten 2012 für den im TecDax notierten Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie SÜSS MicroTec (Suess Microtec). So musste man einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bekräftigt. Das Papier verlor 2,6 Prozent an Wert. Keineswegs besser erging es dem Solartechnikkonzern SMA Solar (SMA Solar Technology). So musste man ebenfalls in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Gewinnrückgang vermelden. Der Umsatz lag aber etwa auf Vorjahresniveau. Im Anschluss wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Für 2013 geht der SMA Vorstand aufgrund der massiven Förderkürzungen für die Photovoltaik in Europa von einem deutlichen Nachfragerückgang und zunehmenden Preisdruck aus und rechnet mit einem Umsatz zwischen 900 Mio. Euro und 1,3 Mrd. Euro sowie einem im besten Fall ausgeglichenen Ergebnis. Die Aktie fiel um 0,6 Prozent.

XING gaben um 0,1 Prozent nach. Das Karrierenetzwerk musste im dritten Quartal einen leichten Ergebnisrückgang hinnehmen. Der Umsatz wurde indes verbessert. Insgesamt konnte XING im Berichtszeitraum 196.000 neue Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz hinzugewinnen und hat hier nunmehr 5,9 Millionen Mitglieder. Gut machte es indes CANCOM . So hat man im dritten Quartal Umsatz, EBITDA und EBIT im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum erhöhen können. Die Anteilsscheine verbesserten sich um 0,2 Prozent. JENOPTIK verbesserte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres sein Ergebnis und seinen Umsatz. Ein Umsatzrückgang in Europa konnte durch starkes Wachstum in Amerika und Asien/Pazifik überkompensiert werden. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden bestätigt. Die Aktien des Technologiekonzerns verbilligte sich um 6,2 Prozent.

Des Weiteren brachen Evotec um 4,4 Prozent ein. Der Biotechnologiekonzern musste in den ersten neun Monaten angesichts geringerer Zahlungen aus Produktpartnerschaften mit Pharmaunternehmen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz stieg derweil moderat. Im Anschluss wurde die zuletzt nach unten revidierte Prognose bestätigt.

DEUTZ (DEUTZ) musste im dritten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen. Der Umsatz brach ebenfalls ein. Die Aktie des Motorenherstellers fiel um 5,9 Prozent. Jungheinrich (Jungheinrich vz) rollten derweil um 1,9 Prozent vor. Der Spezialist in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik, konnte in den ersten neun Monaten mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu. Hamborner REIT verschlechteren sich daneben um 0,4 Prozent. Der Immobilienkonzern konnte im dritten Quartal dank gestiegener Miet- und Pachterlöse einen Ergebnisanstieg vorweisen.

DAX: 7.204,96 (-0,39 Prozent) MDAX: 11.382,55 (-1,18 Prozent) SDAX: 5.003,00 (-0,18 Prozent) TecDAX: 806,68 (-0,91 Prozent) (08.11.2012/ac/n/m)

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