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30.10.2012 18:06

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Börse Frankfurt Schluss: Im Plus, Deutsche Bank im Aufwind

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten im Dienstaghandel in der Gewinnzone und konnten sich damit von ihren Vortagesverlusten erholen. Gestützt wurden die Märkte dabei von positiv aufgenommenen Quartalsberichten. An den US-Börsen wurde heute wegen des Wirbelsturms "Sandy" erneut nicht gehandelt. Der DAX gewann zuletzt 1,13 Prozent auf 7.284,40 Punkte. Der MDAX legte um 0,93 Prozent zu auf 11.504,35 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,35 Prozent nach oben auf 5.025,42 Zähler, während der TecDAX um 0,45 Prozent auf 803,09 Punkte gewann. Der Bund Future verlor zuletzt 0,18 Prozent auf 141,54 Zähler, während der Euro um 0,50 Prozent auf 1,2971 Dollar anstieg.

Am Mittwoch stehen in den USA konjunkturseitig der Einkaufsmanagerindex, die MBA-Hypothekenanträge und der ADP-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. In Deutschland werden der Einzelhandelsumsatz und der VDMA-Auftragseingang gemeldet.

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland hat sich im September erneut erhöht, jedoch hat sich der Beschäftigungszuwachs nur mit nachlassender Dynamik fortgesetzt. Dies gab das Statistische Bundesamt bekannt. Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland bei 41,8 Millionen Personen. Das waren 0,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Im August hatte die Zahl der Erwerbstätigen um 0,9 Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen. Unterdessen ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland von September auf Oktober zurückgegangen. So sank die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich um 35.000 auf 2.753.000. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober ist durchaus üblich, er fiel in diesem Jahr aber etwas schwächer aus als in den vergangenen Jahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich daher um 20.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat unverändert bei 6,5 Prozent geblieben.

Im Mittelpunkt des Interesses stand im Aktienhandel heute der Zahlenausweis der Deutschen Bank (Deutsche Bank). Die Bank musste im dritten Quartal ein etwas geringeres Nachsteuer-Ergebnis ausweisen. Die Konzernerträge haben sich dagegen klar erhöht. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern (bezogen auf das durchschnittliche Active Equity) betrug 7,9 Prozent, gegenüber 7,2 Prozent im dritten Quartal 2011. Kurzfristig erwartet die Konzernleitung weiterhin ein unsicheres gesamtwirtschaftliches Umfeld und wird daher den vorsichtigen und risikofokussierten Ansatz beibehalten. Der Titel verteuerte sich als Spitzenreiter im Dax um 4,5 Prozent. Für eine positive Überraschung sorgte indes heute der Versicherungskonzern Allianz . So hat MAN infolge der sehr guten operativen Leistung im dritten Quartal den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. So konnte man nach vorläufigen Zahlen im dritten Quartal dank einer über den Erwartungen liegenden Entwicklung in allen Geschäftsbereichen, insbesondere im Asset Management, ein operatives Ergebnis von 2,5 Mrd. Euro erzielen. Der Quartalsüberschuss stieg auf 1,4 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die Allianz nun ein operatives Ergebnis von mehr als 9 Mrd. Euro. Die Aktie legte um 2,5 Prozent zu.

Überzeugende Zahlen wurden heute außerdem von Bayer gemeldet. Zwar musste man im dritten Quartal angesichts von Sonderbelastungen einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte beim bereinigten Ergebnis jedoch zulegen. Der Umsatz stieg indes prozentual zweistellig. Der Ausblick für 2012 wurde bestätigt. Außerdem wurde ein Zukauf in den USA angekündigt. Das Papier rückte um 1,7 Prozent vor. Um 0,9 Prozent legte derweil die Aktie von Daimler zu, nachdem der Automobilkonzern mehrere Ausschreibungen der brasilianischen Regierung über 2.100 Fahrzeuge gewonnen. Wie unterdessen bereits gestern bekannt gegeben wurde, hat die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) im abgelaufenen Quartal wegen der anhaltend schwierigen Bedingungen an den Finanzmärkten einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnet. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde nach unten revidiert. Darüber hinaus kündigte die Deutsche Börse einen Aktienrückkauf an. Das Papier stieg um 0,5 Prozent. Schlusslicht im DAX waren die Anteilsscheine der Deutschen Post mit einem Wertverlust von 1,7 Prozent.

Für eine Enttäuschung sorgte heute im MDAX der Modekonzern HUGO BOSS (Hugo Boss). So musste man im dritten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Beim Umsatz legte man aber zu. Im Anschluss wurde der Ausblick für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Der Titel rückte trotzdem um 3,7 Prozent vor. Nicht gut lief es im abgelaufenen Quartal auch für den Einzelhandelskonzern METRO . So wurde das Ergebnis durch die Eurokrise belastet und lag zudem auch infolge deutlich niedrigerer Erträge aus Immobilienverkäufen unter dem Vorjahresniveau. Beim Umsatz konnte man aber leicht zulegen. Für das Gesamtjahr geht METRO von einem Umsatzanstieg aus, beim EBIT vor Sonderfaktoren wird mit einem Wert von rund 2 Mrd. Euro gerechnet. Die Aktie verbesserte sich um 3,6 Prozent.

Auch nicht besser erging es im zurückliegenden Quartal MAN . Der Industriekonzern musste wegen des herausfordernden konjunkturellen Umfeldes einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen. Dabei machte sich insbesondere die verhaltene Lkw-Nachfrage negativ bemerkbar. Für das laufende Fiskaljahr erwartet man weiterhin einen leicht rückläufigen Umsatz. Die Umsatzrendite der MAN Gruppe wird in etwa 6 Prozent betragen. Das Papier fuhr an der Spitze des MDAX um 4,2 Prozent vor. Für Aktien von EADS ging es derweil um 0,9 Prozent nach oben, nachdem der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass Etihad Airways, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, zwei weitere Airbus A330-200 fest in Auftrag gegeben hat. Schließlich verbesserten sich LEONI um 3,6 Prozent. Der Automobilzulieferer erweitert sein Vertriebsnetz und eröffnet der Konzern am kommenden Donnerstag eine Niederlassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die rote Laterne im MDAX wurde heute von Dürr mit einem Wertverlust von 2,9 Prozent getragen.

Zahlen gab es heute auch aus dem TecDAX. Aktien der Software AG tendierten 0,4 Prozent schwächer, nachdem der Softwarekonzern für das dritte Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang vermeldete. Derweil hat AIXTRON (AIXTRON SE) einen weiteren Auftrag erhalten. So hat das Suzhou Institute of Nano-tech and Nano-bionics (SINANO) in China im dritten Quartal eine neue Bestellung über zwei Close Coupled Showerhead (CCS)-Anlagen von AIXTRON erteilt. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht bekannt gegeben. Das Papier stieg um 2,7 Prozent.

Im SDAX rücken TAKKT um 1,6 Prozent vor. Der Büroversandhändler konnte in den ersten neun Monaten 2012 Umsatz und Ergebnis verbessern. Heidelberger Druckmaschinen verteuern sich daneben um 1 Prozent. Der Konzern baut in der Schweiz sein Geschäft mit Verbrauchsmaterialien durch die Übernahme der OFS Group (OFS) mit Sitz in Pfaffnau weiter aus.

DAX: 7.284,40 (+1,13 Prozent) MDAX: 11.504,35 (+0,93 Prozent) SDAX: 5.025,42 (+0,35 Prozent) TecDAX: 803,09 (+0,45 Prozent) (30.10.2012/ac/n/m)

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