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08.11.2011 18:13

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Börse Frankfurt Schluss: Im Plus, Deutsche Börse gesucht

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Indizes konnten sich heute von ihren Vortagesverlusten erholen. Ein weiteres Mal stand das hoch verschuldete Euro-Mitgliedsland Italien im Fokus der Marktteilnehmer. Beobachter sehen die Position des italienischen Regierungschefs Berlusconi nach dem Votum über seinen Rechenschaftsbericht geschwächt, eine Rücktrittsankündigung Berlusconis blieb jedoch aus. Der DAX gewann zuletzt 0,55 Prozent auf 5.961,44 Punkte. Der MDAX legte um 0,35 Prozent zu auf 9.064,77 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,07 Prozent nach oben auf 4.535,64 Zähler, während der TecDAX um 1,87 Prozent auf 702,48 Punkte hinzugewann. Der Bund Future kletterte zuletzt um 0,04 Prozent nach oben auf 137,97 Zähler, während der Euro 0,20 Prozent auf 1,3786 Dollar gewinnt.

An der Wall Street bewegen sich die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 0,3 Prozent im Minus. Am morgigen Mittwoch stehen in den USA unter anderem die Zahlen zum Umsatz und zur Lagerhaltung im Großhandel sowie die Rede von Fed-Chairman Bernanke auf der Agenda.

Der deutsche Außenhandelsüberschuss hat sich im September 2011 vergrößert. Nach vorläufigen Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 17,4 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat ein Aktivsaldo von 16,5 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 15,3 Mrd. Euro. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 15,7 Mrd. Euro, nach 15,1 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Unterdessen erzielte das Verarbeitende Gewerbe im September 2011 nach vorläufigen Angaben ein kräftiges Umsatzwachstum. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 6,3 Prozent, nach 8,4 Prozent im August. Hierbei zogen der Inlandsumsatz um 6,5 Prozent und die Erlöse im Geschäft mit den ausländischen Abnehmern um 6,2 Prozent an. Schließlich hat sich die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im August 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verringert. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.846 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 3,7 Prozent. Hierbei entfielen 2.583 auf Unternehmen (-2,9 Prozent) und 11.263 auf andere Schuldner (-3,8 Prozent). Die Verbraucher verbuchten ein Minus von 5,1 Prozent auf 9.061 Insolvenzanträge.

Im Dax richtete sich der Fokus der Investoren heute auf die Aktie der Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft), die 0,6 Prozent verlor. Der Versicherer verlautbarte, dass das schwierige Umfeld an den Finanzmärkten, Währungseffekte und die hohen Belastungen aus Naturkatastrophen das Neun-Monats-Ergebnis geprägt haben. Für das Gesamtjahr 2011 geht Munich Re aber weiterhin von einem positiven Jahresergebnis aus und strebt eine stabile Dividende an. So verzeichnete die Gruppe in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn von 80 Mio. Euro, nach 1,96 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin sind Belastungen von 3,6 Mrd. Euro aus den großen Naturkatastrophen zu Jahresbeginn enthalten. Das operative Ergebnis von Januar bis September lag bei 402 Mio. Euro (Vorjahr: 3,37 Mrd. Euro).

Ferner standen im DAX heute auch Automobilabsatzzahlen für den Monat Oktober im Blick. Volkswagen (Volkswagen vz) fuhren um 1,2 Prozent vor. Der Konzern hat im Berichtsmonat insgesamt 430.800 Modelle der Marke Volkswagen ausgeliefert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 390.300 Fahrzeugen einem Plus von 10,4 Prozent entspricht. Daneben ging es für BMW um ein halbes Prozent nach oben. Das Unternehmen hat im Berichtsmonat insgesamt 139.276 Modelle der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausgeliefert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 128.598 Fahrzeugen einem Plus von 8,3 Prozent entspricht. Bei der Kernmarke BMW verbuchte man im Oktober ein Absatzplus von 8,6 Prozent auf 115.136 Fahrzeuge. Die Marke MINI konnte im Oktober mit einem Absatzplus von 16,2 Prozent auf 23.839 Einheiten einen neuen Rekord ausweisen.

Die Aktie der Deutschen Börse AG (Deutsche Boerse) bewegte sich derweil mit einem Plus von 3,9 Prozent an der Indexspitze des DAX. Dabei hatte das Unternehmen enttäuschende Geschäftszahlen seiner Tochter Clearstream für Oktober 2011 veröffentlicht. Wie der Börsenbetreiber mitteilte, sank der Wert des im Kundenauftrag verwahrten Vermögens um 2 Prozent auf 10,8 Bio. Euro. Die von Clearstream im Rahmen des internationalen Geschäfts verwahrten Wertpapiere blieben unverändert bei 5,8 Bio. Euro. Inländische deutsche Wertpapiere unter Verwahrung verzeichneten einen Rückgang von 4 Prozent auf 5,0 Bio. Euro, gegenüber 5,2 Bio. Euro im Oktober 2010. Die internationalen Abwicklungstransaktionen verzeichneten eine Abnahme um 11 Prozent auf 2,8 Millionen. Ferner lag die Zahl der Abwicklungstransaktionen auf dem deutschen Inlandsmarkt stabil bei 6,7 Millionen.

Mit Enttäuschung wurde der Neunmonatsbericht von LEONI aufgenommen. Der Automobilzulieferer hat in diesem Zeitraum ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus erzielt. So wuchs der Konzernumsatz um 30 Prozent auf den neuen Rekordwert von 2,77 Mrd. Euro. Ferner legte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 90 Prozent auf 183,6 Mio. Euro zu und der Gewinn nach Steuern wurde auf 115,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt, nach zuvor 47,7 Mio. Euro. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage und der guten Auftragssituation in beiden Unternehmensbereichen bekräftigte LEONI die im Juli angehobene Prognose für das Gesamtjahr. Der Titel gab im MDAX um 2,6 Prozent nach. Des Weiteren verteuerten sich Aareal Bank an der Indexspitze um fast 12 Prozent. Der Immobilienfinanzierer konnte im dritten Quartal einen deutlichen Anstieg beim Ergebnis ausweisen. So stieg das Konzernbetriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 42 Prozent auf 47 Mio. Euro. Nach neun Monaten hat die Aareal Bank Gruppe ein Konzernbetriebsergebnis von 138 Mio. Euro erwirtschaftet und damit bereits das Ergebnis des Gesamtjahres 2010 übertroffen (134 Mio. Euro). Ferner kletterte der Konzerngewinn auf 24 Mio. Euro (Q3/2010: 10 Mio. Euro), bzw. auf 69 Mio. Euro (9M 2010: 27 Mio. Euro). Der Zinsüberschuss stieg im dritten Quartal 2011 auf 133 Mio. Euro (Q3/2010: 131 Mio. Euro) und das Provisionsergebnis zog im abgelaufenen Quartal auf 38 Mio. Euro (Q3/2010: 24 Mio. Euro) an.

Unterdessen ging es für Heidelberger Druck (Heidelberger Druckmaschinen) nach Halbjahreszahlen um 1,2 Prozent nach oben. So lag der Umsatz mit 1,18 Mrd. Euro (wechselkursbereinigt: 1,21 Mrd. Euro) in etwa auf Vorjahresniveau (knapp 1,20 Mrd. Euro). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse konnte auf -21 Mio. Euro verbessert werden, nach -41 Mio. Euro im Vorjahr. Beim Nachsteuerergebnis wurde ein Verlust von 66 Mio. Euro verbucht, nach einem Minus von 88 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. GAGFAH (Gagfah) verbesserten sich um 1,2 Prozent. Wie schon gestern bekannt gegeben wurde, hat der Immobilienkonzern in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011 einen Gewinnrückgang verzeichnet. So ging das EBIT-Ergebnis von 268,1 Mio. Euro im Vorjahr um 13 Prozent auf 234,3 Mio. Euro zurück, während das EBT von 33,4 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro um 70 Prozent sank. Ferner wurde ein FFO von 110,7 Mio. Euro bzw. 0,49 Euro je Aktie erzielt, nach 128,6 Mio. Euro oder 0,57 Euro je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Net Asset Value (NAV) belief sich zum Ende des dritten Quartals auf 12,10 Euro je Aktie.

Der zum Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS gehörende Flugzeugbauer Airbus hat heute die Zahlen zum Ordereingang für den Monat Oktober vorgelegt. Demnach habe man im Berichtsmonat insgesamt 193 Neubestellungen zu verzeichnen gehabt. Dabei habe man vor allem von einem Großauftrag der australischen Fluglinie Qantas profitieren können. In den ersten zehn Monaten des laufenden Fiskaljahres konnte Airbus abzüglich von 141 Auftragsstornierungen 1.372 Neubestellungen verzeichnen, hieß es weiter. Aktien von EADS gaben 0,8 Prozent nach. Ferner hat HUGO BOSS (HUGO BOSS vz) seine mittelfristige Gewinnprognose deutlich angehoben. Wie heute im Rahmen des Investorentages des Modekonzerns bekannt gegeben wurde, erwartet HUGO BOSS, dass man im Jahr 2015 einen Umsatz von 3 Mrd. Euro erzielen wird. Gleichzeitig soll das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) auf 750 Mio. Euro steigen. Bislang hatte der Konzern einen Umsatz von 2,5 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von 500 Mio. Euro prognostiziert. Der Anteilsschein legte um 8,5 Prozent zu.

SÜSS MicroTec (Suess Microtec) rückten nach Drittquartalszahlen um 6,8 Prozent vor. So lag der Umsatz mit 45,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 37,0 Mio. Euro. Beim Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen wurde ein Anstieg von 2,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,9 Mio. Euro verbucht. AIXTRON (AIXTRON SE) gaben derweil um 3,5 Prozent nach. Der Technologiekonzern gab heute nach der erfolgreichen Produkteinführung der CRIUS II-L den nächsten Meilenstein bekannt. Den Angaben zufolge liefert die neue CRIUS II-XL mit einer Konfiguration von beispielsweise 19x4-Zoll nicht nur die weltweit größte Kapazität, sondern auch höchsten Durchsatz und maximale Produktivität.

Ferner ging es für die Aktie des Telefonherstellers Gigaset um 1,5 Prozent nach unten. Der Konzern verlautbarte, dass sein Aufsichtsrat Charles Fränkl zum Vorstandsvorsitzenden ernannt hat. Den Angaben zufolge ist Fränkl (53) ein versierter und anerkannter Experte im internationalen Geschäft der Telekommunikation und Informationstechnologie. Der gebürtige Schweizer tritt die Position zum 1. Januar 2012 an. Der Technologiekonzern JENOPTIK hat derweil die Jahresprognose nach oben revidiert. Die Prognoseerhöhung erfolgt auf Grund der sehr guten Auftrags- und Ergebnisentwicklung in den ersten zehn Monaten 2011. Hierzu trugen insbesondere die hohe Nachfrage aus der Halbleiterindustrie im Segment Laser & Optische Systeme sowie aus der Automobilindustrie im Segment Messtechnik bei, so der Konzern. Der Titel gewann 2,6 Prozent hinzu.

Im SDAX notierten Delticom nahezu unverändert. Der Internet-Reifenhändler steigerte den Umsatz in den ersten drei Quartalen um 15,8 Prozent auf 297,7 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 23,3 Prozent auf 28,2 Mio. Euro, wobei die EBIT-Marge von 8,9 Prozent auf 9,5 Prozent anstieg. Der Periodenüberschuss belief sich auf 19,0 Mio. Euro, nach einem Vorjahreswert von 15,3 Mio. Euro. Für das laufende Fiskaljahr rechnet der Konzern nach wie vor mit einem Umsatzplus von etwa 10 Prozent bei einer um etwa einen Prozentpunkt niedrigeren EBIT-Marge gegenüber 2010. Tipp24 verbesserten sich indes nach Neunmonatsszahlen um 1 Prozent. Der Glücksspielanbieter konnte in diesem Zeitraum Umsatz und EBIT steigern. So lag der Umsatz mit 105,4 Mio. Euro um 58,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Das konsolidierte EBIT hat sich mit 40,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 13,6 Mio. Euro nahezu verdreifacht. Unter dem Strich wurde beim Periodenergebnis ein Gewinn von 26,6 Mio. Euro erwirtschaftet, nach 8,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

DAX: 5.961,44 (+0,55 Prozent) MDAX: 9.064,77 (+0,35 Prozent) SDAX: 4.535,64 (+0,07 Prozent) TecDAX: 702,48 (+1,87 Prozent) (08.11.2011/ac/n/m)

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