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30.03.2012 18:26

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Börse Frankfurt Schluss: Im Plus, HeidelbergCement heben ab

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes erholten sich am letzten Handelstag der Woche von ihren jüngsten Verlusten. Für zusätzliche Impulse sorgten heute außerdem positive Vorgaben aus den USA. Der DAX gewann zuletzt 1,04 Prozent auf 6.946,83 Punkte. Der MDAX legte um 0,98 Prozent zu auf 10.703,10 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,90 Prozent nach oben auf 5.220,98 Zähler, während der TecDAX um 0,98 Prozent auf 789,87 Punkte anzog. Der Bund Future gewann zuletzt 0,10 Prozent auf 138,45 Zähler, während der Euro um 0,14 Prozent auf 1,3332 Dollar zulegte.

In den USA bewegen sich die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,43 Prozent im Plus. Am kommenden Montag steht in Deutschland konjunkturseitig der Einkaufsmanagerindex auf der Agenda. Aus den USA wird der ISM-Index und der ICSC-UBS Index der wöchentlichen Kaufhausumsätze gemeldet.

Das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte einschließlich Extrahaushalte ist im Jahr 2011 zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt heute bekannt gab, verringerte sich das Defizit auf 12,4 Mrd. Euro und war damit um 68,3 Mrd. Euro niedriger als im Jahr 2010. Die öffentlichen Einnahmen stiegen um 8,5 Prozent auf 1.151,8 Mrd. Euro, während die öffentlichen Ausgaben mit einem Volumen von 1.163,9 Mrd. Euro um 1,9 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen.

Der deutsche Einzelhandelsumsatz lag im Februar 2012 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes unter dem Vormonatsniveau. Die Einzelhändler verkauften unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal, d.h. in jeweiligen Preisen, 0,2 Prozent weniger als im Vormonat, nach einem Rückgang von 0,6 Prozent im Januar 2012 und einem Anstieg um 0,8 Prozent im Februar 2011. Real, d.h. zu konstanten Preisen, ging der Absatz um 1,1 Prozent zurück, wogegen er im Vormonat um 1,2 Prozent gesunken und im Vorjahresmonat um 0,1 Prozent gewachsen war. Auf Jahressicht zog der Einzelhandelsumsatz nominal um 4,0 Prozent und real um 1,7 Prozent an. Im Januar 2012 war der Umsatz um 3,6 bzw. 1,7 Prozent geklettert und im Februar 2011 um 4,3 bzw. 2,4 Prozent gestiegen.

Commerzbank rückten heute um 2,2 Prozent vor. Die Bank hat sich mit der EU-Kommission auf eine Änderung der Auflagen in Zusammenhang mit der Commerzbank-Tochter Eurohypo verständigt. Demnach hat die Europäische Kommission der Bundesrepublik Deutschland mitgeteilt, dass sie die Veräußerungsauflage aus dem Jahr 2009 für die Commerzbank-Tochter Eurohypo in eine Abwicklungsauflage geändert hat. Die Commerzbank müsse demnach sowohl das Staatsfinanzierungsgeschäft (Public Finance) als auch den größten Teil der gewerblichen Immobilienfinanzierung (Nicht-Kernbereiche Commercial Real Estate) der Eurohypo vollständig abbauen. Laut den Auflagen der Europäischen Kommission sollen außerdem die Nicht-Kernaktivitäten der Eurohypo (Public Finance und Nicht-Kernbereiche des Commercial Real Estate Geschäfts) organisatorisch klar von den Kernaktivitäten (Kernbereiche des Commercial Real Estate Geschäfts) getrennt werden. Die Vorstände von Commerzbank und Eurohypo haben beschlossen, die Auflagen der EU-Kommission wie folgt umzusetzen: Die Geschäftsfelder Commercial Real Estate und Public Finance werden organisatorisch neu ausgerichtet. Die Nicht-Kernaktivitäten werden künftig in einer neuen konzerninternen Abbaueinheit mit dem Namen "Non Core Assets" (NCA) gemanagt. Ziel der Commerzbank ist es dabei, die Portfolios dieser Nicht-Kernaktivitäten weiterhin konsequent zurückzuführen.

Auf Platz eins der Gewinnerliste im Dax stiegen HeidelbergCement nach einem positiven Analystenkommentar um 4,3 Prozent, während gleichzeitig mit Fresenius und Munich Re lediglich zwei Titel rote Vorzeichen von -0,3 Prozent bzw. -0,4 Prozent aufwiesen.

HHLA (Hamburger Hafen und Logistik) legten um 1,7 Prozent zu. Der Hafenbetreiber konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Die Dividende soll um 18,2 Prozent auf 0,65 Euro je Aktie angehoben werden. Nach dem bisherigen Jahresverlauf und aktuellen Markteinschätzungen ist für das Jahr 2012 nach Ansicht des Konzerns mit einer erheblich abgeschwächten Entwicklung von Weltwirtschaft, Welthandel und Containerumschlag zu rechnen. Sollte sich der derzeitige Trend einer deutlich verlangsamten, aber unverändert aufwärts gerichteten weltwirtschaftlichen Entwicklung fortsetzen und zügig mit der Fahrrinnenanpassung der Elbe begonnen werden, rechnet die HHLA aber mit einem erneut überdurchschnittlichen Wachstum bei Umschlag, Transport, Umsatz und Ergebnis im Bereich von 5 Prozent. Daneben ging es für GSW Immobilien nach Zahlen zum abgelaufenen Fiskaljahr um 1,9 Prozent nach oben. Der Immobilienkonzern steigerte seine Mieterlöse leicht, während der Konzernjahresüberschuss vor allem wegen einem klar positiven Bewertungsergebnis und Einmaleffekten mehr als verdoppelt werden konnte. Die für die Dividendenpolitik wichtige Kennzahl Funds from Operations (FFO I) beläuft sich auf 56,6 Mio. Euro (1,38 Euro je Aktie) und reduziert sich damit zum Vorjahr um rund 28 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern bei leicht steigenden Mieten und unverändertem Immobilienbestand mit einem Anstieg des FFO I auf 59 bis 63 Mio. Euro.

Salzgitter (Salzgitter) rückten um 1 Prozent vor. Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns werden der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 die Ausschüttung einer Dividende von 0,45 Euro je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr hatte die Dividende bei 32 Cent je Aktie gelegen. Die bereits Anfang März vorgelegten Eckdaten für das abgelaufene Fiskaljahr wurden im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zudem bestätigt. Für das laufende Fiskaljahr 2012 wurde keine detaillierte Prognose abgegeben. EADS flogen schließlich um 1,8 Prozent nach oben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern teilte mit, dass Airbus seinen ersten Kunden für den Corporate Jet in Japan gewonnen hat und damit seine starke und wachsende Präsenz auf dem wichtigen Asien-Pazifik-Markt ausbaut.

Gigaset (Gigaset) brachen als Schlusslicht im TecDax um über 12 Prozent ein. Der Telefonhersteller konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Ergebnisanstieg aufwarten. Der Umsatz war aber klar rückläufig. Der Ausblick fiel enttäuschend aus. SÜSS MicroTec (Suess Microtec) verteuerten sich daneben um 2,2 Prozent. Der Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte Märkte hat im Geschäftsjahr 2011 sowohl Umsatz als auch Ergebnis gesteigert. Indes wird für 2012 ein Umsatzrückgang erwartet. Bereits gestern kündigte SÜSS MicroTec zudem die Akquisition der amerikanischen Tamarack Scientific Co. Inc. an. Der Kaufpreis für die Übernahme sämtlicher Tamarack-Aktien beträgt 9,34 Mio. US Dollar.

Zahlen gab es heute auch wieder aus dem SDAX. So konnte zooplus im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatzanstieg ausweisen, musste beim Konzernergebnis jedoch einen Verlust hinnehmen. Die Aktie des Tierbedarfshändlers rauschte um 15 Prozent in die Tiefe. H&R (H&R) hat indes den Dividendenvorschlag bekannt gegeben und die vorläufigen Geschäftszahlen nahezu vollständig bestätigt. Demnach soll die Dividende um 5 Cent je Aktie auf 60 Cent je Aktie vermindert werden. Für das laufende Fiskaljahr zeigte sich der Konzern vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten über die künftige konjunkturelle Entwicklung verhalten optimistisch. Für den Titel ging es um 0,2 Prozent nach oben. Koenig & Bauer (KoenigBauer) legten um 1,5 Prozent zu. Der Druckmaschinenhersteller musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Angesichts der schwachen Ergebnisentwicklung sollen die Aktionäre für das Fiskaljahr 2011 keine Dividende erhalten.

DAX: 6.946,83 (+1,04 Prozent) MDAX: 10.703,10 (+0,98 Prozent) SDAX: 5.220,98 (+0,90 Prozent) TecDAX: 789,87 (+0,98 Prozent) (30.03.2012/ac/n/m)

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