Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes konnten sich am Montag in der Gewinnzone behaupten. Dabei stützte auch die vorläufige Entspannung in der Griechenlandkrise. Allerdings bleiben die US-Börsen heute feiertagsbedingt geschlossen, so dass von dieser Seite keine neuen Impulse kamen. Der DAX verbesserte sich um 0,32 Prozent auf 7.442,96 Punkte. Der MDAX stieg um 0,87 Prozent auf 11.087,45 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,99 Prozent nach oben auf 5.521,13 Zähler. Der TecDAX legte um 1,73 Prozent zu auf 912,17 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,06 Prozent auf 125,50 Zähler, während der Euro um 0,32 Prozent auf 1,4521 US-Dollar nachgab.
Die US-Börsen bleiben heute wegen des Feiertages Independence Day geschlossen. Konjunkturseitig steht morgen in Deutschland der Dienstleistungsindex für Juni zur Veröffentlichung an. Aus Europa werden die Einkaufsmanagerindizes für Juni und die Einzelhandelsdaten für Mai erwartet. In den USA stehen die Industrieaufträge für Mai auf der Agenda.
Hauptthema im Dax waren heute Volkswagen und MAN. Volkswagen (Volkswagen vz) fuhren um 2,1 Prozent vor. Der Automobilkonzern hat eigenen Angaben zufolge im Rahmen seines Pflichtangebotes einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum integrierten Nutzfahrzeugkonzern aus MAN , Scania (Scania AB (B)) und Volkswagen erreicht. So haben MAN-Aktionäre Volkswagen 35.857.607 Stammaktien und 164.613 Vorzugsaktien angedient. Damit wird Volkswagen nach Vorliegen der notwendigen regulatorischen Genehmigungen insgesamt 55,90 Prozent der Stimmrechte und 53,71 Prozent des Grundkapitals an MAN halten. Die Titel von MAN verschlechterten sich am Indexende um 2,1 Prozent. RWE plant einem Pressebericht zufolge offenbar den Verkauf seiner britischen Tochter npower. Wie es heißt, hat der Konzern die US-Bankgesellschaft Goldman Sachs engagiert, um Optionen für die Tochter zu prüfen. Eine Transaktion könnte den Angaben zufolge dabei ein Volumen von 5 Mrd. Britische Pfund haben. Das Papier gewann heute 0,8 Prozent an Wert. Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) notierten am Ende mit 0,1 Prozent im Plus, nachdem der Versicherungskonzern verlautbarte, dass er, der Projektentwickler Exorka und der Versicherungsmakler Marsh für das Geothermie-Projekt in Taufkirchen bei München, bei dem nun mit den Bohrarbeiten begonnen wurde, gemeinsam ein Versicherungskonzept entwickelt haben, welches das Fündigkeitsrisiko deckt. Daneben rückten Merck um 1,3 Prozent vor, nachdem die Europäische Kommission drei vorgefüllte, gebrauchsfertige Injektionshilfen des Unternehmens für die Fruchtbarkeitsbehandlung zugelassen hat. Wie schließlich schon am Samstag bekannt wurde, hat sich die zu Bayer gehörende Bayer CropScience im Rechtsstreit um gentechnisch veränderten Reis mit den Anwälten, die Anbauer von US-Langkornreis vertreten, außergerichtlich geeinigt. Den Angaben zufolge wird das Unternehmen zur Beilegung der Forderungen der Farmer bis zu 750 Mio. US-Dollar zahlen. Die Aktie des Pharmakonzerns konnte sich heute mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent weit oben auf der Gewinnerliste des DAX platzieren. Ganz vorne rückten K+S um 2,5 Prozent vor.
Im MDAX brachen Praktiker als schwächster Wert um 13,4 Prozent ein, nachdem der Konzern am Freitag seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert hat. So rechnet man für das laufende Geschäftsjahr mit einem operativen Ergebnis (EBITA) vor Sondereffekten, das unterhalb des vergleichbaren Vorjahreswertes liegt. Bisher hatte das Management erwartet, das EBITA vor Sondereffekten gegenüber dem Vorjahr steigern zu können. STADA konnten sich daneben mit einem Zugewinn von 5,3 Prozent nach einem positiven Analystenkommentar auf den ersten Platz der Gewinnerliste setzen.
Im TecDax schossen heute Q-Cells als bester Wert um 17,8 Prozent nach oben. Auf den letzten Platz setzten sich indes die Titel von Roth & Rau, die sich um 1,9 Prozent verbilligten.
Im SDAX standen heute insbesondere die Anteilsscheine des Finanzdienstleisters GRENKELEASING mit einem Aufschlag von 2,3 Prozent im Blick. Der Konzern konnte das Neugeschäftsvolumen der GRENKE Gruppe (inkl. Franchisepartner) im ersten Halbjahr 2011 auf 409,0 Mio. Euro steigern, was einem Wachstum von 25,6 Prozent zum Vorjahr entspricht. Der Deckungsbeitrag (DB) 2 des Neugeschäfts der GRENKE Gruppe erreichte im ersten Halbjahr 56,8 Mio. Euro und eine DB2-Marge von 14,9 Prozent (Leasingsparte). Gegenüber dem ersten Quartal 2011 (14,3 Prozent) war man in der Lage, die DB2-Marge im zweiten Quartal 2011 auf 15,4 Prozent zu steigern (jeweils Leasingsparte). Daneben ging es für SAF-HOLLAND (SAF-Holland SA) um 0,2 Prozent nach oben. Das Unternehmen stärkt sein Geschäft in der Türkei durch die Gründung einer Landesgesellschaft, der SAF-HOLLAND Otomotiv mit Sitz in Istanbul.
DAX: 7.442,96 (+0,32 Prozent) MDAX: 11.087,45 (+0,87 Prozent) SDAX: 5.521,13 (+0,99 Prozent) TecDAX: 912,17 (+1,73 Prozent) (04.07.2011/ac/n/m)