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16.08.2011 17:59

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Börse Frankfurt Schluss: Indizes gehen mit Abschlägen aus dem Handel

Volkswagen vz zu myNews hinzufügen Was ist das?


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den Aufschlägen vom Vortag ging es heute an den deutschen Aktienmärkten im Zuge relativ schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland wieder nach unten. Am Nachmittag konnte der DAX allerdings seine Verluste begrenzen, nachdem die Ratingagentur Fitch ihr Toprating für die Kreditwürdigkeit der USA bestätigt hat und den Ausblick als "stabil" bezeichnete. Der Dax verschlechterte sich um 0,45 Prozent auf 5.994,90 Punkte. Der MDAX fiel um 1,81 Prozent auf 9.149,12 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 1,89 Prozent nach unten auf 4.570,27 Zähler. Der TecDAX gab um 1,92 Prozent nach auf 742,18 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,11 Prozent auf 133,07 Zähler, während sich der Euro um 0,17 Prozent auf 1,4413 US-Dollar verschlechterte.

Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt im zweiten Quartal deutlich abgekühlt. Wie das Statistische Bundesamt Destatis heute verkündete, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt im zweiten Quartal lediglich um 0,1 Prozent höher als noch im ersten Quartal. Das Ergebnis für das erste Quartal 2011 wurde leicht nach unten korrigiert auf nun + 1,3 Prozent (vorläufig: +1,5 Prozent).

An der Wall Street zeichnet sich heute eine negative Tendenz ab. So notieren die wichtigsten US-Indizes derzeit mit bis zu 0,7 Prozent im Minus. Aus Europa werden morgen die EZB Leistungsbilanz Eurozone für Juni sowie die Inflationsdaten für Juli erwartet. In den USA steht der Erzeugerpreisindex für Juli zur Veröffentlichung an.

Volkswagen (Volkswagen vz) fuhren mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent vor. Der Automobilkonzern konnte im Juli einen deutlichen Absatzanstieg bei seiner Kernmarke VW verzeichnen. So wurde im Juli bei der Kernmarke VW ein Absatzanstieg von 17,2 Prozent auf 419.000 Fahrzeuge ausgewiesen. Im Zeitraum von Januar bis Juli wurden weltweit 2,95 Millionen Modelle der Marke VW ausgeliefert (+12,5 Prozent). Tagessieger im DAX wurden heute Fresenius mit einem Zugewinn von 1,3 Prozent, während es am Indexende für MAN um 3,2 Prozent nach unten ging.

Deutsche Wohnen (Deutsche Wohnen) verschlechterten sich um MDAX um 3,2 Prozent. Der Immobilienkonzern steigerte im ersten Halbjahr sein Ergebnis und hat im Anschluss die Jahresprognose erhöht. So lag der Vorsteuergewinn mit 27,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 16,0 Mio. Euro. Der bereinigte Vorsteuergewinn wurde auf 26,9 Mio. Euro beziffert. Das Nachsteuerergebnis wurde auf 16,9 Mio. Euro gesteigert, nach 8,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der nachhaltige Funds from Operations (FFO, ohne Verkauf) verbesserte sich ebenso signifikant um 40 Prozent von 0,25 Euro auf 0,35 Euro je Aktie. Obwohl im zweiten Quartal 2011 die Dividende für 2010 in Höhe von 0,20 Euro je Aktie ausgeschüttet wurde, konnte der EPRA NAV, der den inneren Wert des Unternehmens widerspiegelt, um 1,2 Prozent auf 11,92 Euro je Aktie erhöht werden. EADS flogen daneben mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent vor. Die australische Fluggesellschaft Qantas hat einen Großauftrag an den Flugzeugbauer Airbus vergeben. So hat die australische Fluglinie eine Absichtserklärung zum Kauf von mindestens 106 Maschinen vom Typ A320 mit der Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns unterzeichnet. Als bester Wert im MDAX gingen RATIONAL mit einem Zugewinn von 1,3 Prozent aus dem Handel, während es auf dem letzten Platz für HHLA um 6,9 Prozent nach unten ging.

Im TecDax standen heute vor allem die Aktien von United Internet mit einem Abschlag von 3,1 Prozent im Blick. Der Konzern konnte im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten. So lag der Umsatz im Vorjahresvergleich um 8,4 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Jahresvergleich um 22,9 Prozent auf 144,2 Mio. Euro. In diesem Ergebnis enthalten ist ein positiver Saldo von 16,3 Mio. Euro aus dem Verkauf der Anteile an Versatel , der Bewertung der in diesem Zusammenhang erhaltenen Call-Optionen sowie dem letztmals einzubeziehenden negativen at-equity-Ergebnis von Versatel. Daneben verbesserten sich Roth & Rau (RothRau) nach Halbjahreszahlen um 2,2 Prozent. Der Konzernumsatz lag mit 92,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 118,8 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis nach Anteilen Dritter ein Verlust von 18,9 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Gewinn von knapp 5,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für ADVA ging es um 1,8 Prozent nach unten. Der Netzwerkspezialist hat einen weiteren Auftrag aus den USA erhalten. So setzt Global Net Access (GNAX) zur Erweiterung der Verbindungen zwischen dem Atlanta NAP Rechenzentrum und den Telx Interconnection-Standorten die ADVA FSP 3000 ein. STRATEC Biomedical Systems rückten um 1,4 Prozent vor, nachdem man eine Kooperationsvereinbarung mit der amerikanischen Quanterix Corp. bekannt gegeben hat. Beide Unternehmen werden im Rahmen der Vereinbarung ein vollautomatisches Analysensystem zur Anwendung der SiMoA-Technologie von Quanterix, sowohl im Bereich Life Science als auch in der In-vitro-Diagnostik (IVD), entwickeln und herstellen. Schließlich legten QIAGEN um 0,1 Prozent zu. Der Biotech-Konzern hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem US-Pharmakonzern Pfizer geschlossen. Die Entwicklung eines molekularen therapiebegleitenden Tests für ein Präparat von Pfizer, das derzeit in weltweiten klinischen Studien zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) erprobt wird, ist Gegenstand der Vereinbarung. Sehr gut verbunden waren heute die Aktionäre von Gigaset. Ihr Titel schoss um 9,2 Prozent nach oben. Die rote Laterne ging indes an SolarWorld mit einem Wertverlust von 5,4 Prozent.

Auch aus dem SDAX meldeten heute auch noch einige Nachzügler ihre Quartalsbilanzen. Diese wurden negativ aufgenommen. SKW Stahl-Metallurgie Holding konnte im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. Der Umsatz des Spezialchemiekonzerns wuchs um 14 Prozent auf 215,6 Mio. Euro. Nach Steuern erzielte das Unternehmen einen Gewinnwachstum von 51 Prozent auf 7,4 Mio. Euro. Das Papier verschlechterte sich um 2,6 Prozent. Daneben ging es für Ströer Out-of-Home Media (Stroeer Out-of-Home Media) nach Halbjahreszahlen am Indexende um 15,9 Prozent nach unten. Der Umsatz des Außenwerbespezialisten lag im Berichtszeitraum mit 282,3 Mio. Euro um 16,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Fehlbetrag von 1,2 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Fehlbetrag von 5,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim bereinigten Periodenergebnis wurde ein Überschuss von 16,5 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Überschuss von 11,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

DAX: 5.994,90 (-0,45 Prozent) MDAX: 9.149,12 (-1,81 Prozent) SDAX: 4.570,27 (-1,89 Prozent) TecDAX: 742,18 (-1,92 Prozent) (16.08.2011/ac/n/m)

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