Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes gingen am Donnerstag mit klaren Zugewinnen aus dem Handel. Der Markt scheint derzeit wieder positiver in die Zukunft zu blicken. Der DAX gewann 1,90 Prozent auf 6.933,58 Punkte. Der MDAX (ISIN E0008467416/ WKN 846741) stieg um 1,72 Prozent auf 10.167,11 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,99 Prozent nach oben auf 5.081,07 Zähler. Der TecDAX verbesserte sich um 1,05 Prozent auf 900,25 Punkte. Der Bund Future verlor zuletzt 0,11 Prozent auf 122,17 EUR Zähler, während der Euro um 0,57 Prozent auf 1,4185 US-Dollar zulegte.
Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete im Januar 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat wuchsen die Eingänge preisbereinigt um 8,6 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 21,2 Prozent zunahm und im Tiefbau um 4,5 Prozent schrumpfte. Gleichzeitig stieg der Gesamtumsatz um 29,2 Prozent auf rund 3,7 Mrd. Euro. Daneben erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 2,0 Prozent auf rund 687.000 Personen.
An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Tendenz ab. Die wichtigsten US-Indizes liegen derzeit mit bis zu 1,2 Prozent im Plus. Am Freitag stehen in Deutschland die Außenhandelspreise für Februar und der ifo Geschäftsklimaindex für März auf der Agenda. Aus den USA werden Daten zum BIP im vierten Quartal sowie die Verbraucherstimmung Uni Michigan für März erwartet.
K+S (K+S) verteuerten sich um 3,1 Prozent. Der Düngemittelhersteller hält nun 100 Prozent der ausstehenden Stammaktien von Potash One. Ferner verlautbarte Siemens , dass Siemens Energy einen Auftrag über die Lieferung von bis zu zehn Verdichtersträngen für ein Kohleflözgas-Projekt in der Provinz Queensland in Australien erhalten hat. Der Titel des Technologiekonzerns verbesserte sich um 1,5 Prozent. Als Tagessieger im Dax fuhren BMW um 4,2 Prozent vor. Daimler und Volkswagen konnten mit Zuwächsen von 3,5 bzw. 2,6 Prozent ebenfalls überproportional zulegen. Deutsche Telekom verbilligten sich als einziger Verlierer um 0,1 Prozent.
In der zweiten Reihe machten diverse Unternehmen mit Zahlenausweisen auf sich aufmerksam. So konnte der Immobilienkonzern IVG Immobilien im Geschäftsjahr 2010 nach zwei Verlustjahren wieder in die Gewinnzone vorstoßen und erzielte einen Konzernüberschuss von 23,2 Mio. Euro, nach -158,0 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund des positiven Konzernergebnisses erhöhte sich der Net Asset Value pro Aktie erstmals seit zwei Jahren wieder auf 7,02 Euro (2009: 6,86 Euro) zum 31.12.2010. Der Net Asset Value adj. je Aktie, der das Wertpotenzial des Kavernengeschäfts beinhaltet, hielt sich mit 9,85 Euro nahezu stabil zum Jahresende 2010 (2009: 9,95 Euro). Das Papier rückte um 2,8 Prozent vor. FUCHS PETROLUB (FUCHS PETROLUB vz) konnte derweil das Geschäftsjahr 2010 mit Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis abschließen und hat einen optimistischen Ausblick für 2011 veröffentlicht. Der Gesamtumsatz des Schmierstoffherstellers verbesserte sich um 23,8 Prozent auf den bisher höchsten Konzernumsatz von 1,46 Mrd. Euro. Gleichzeitig wurde auch das bisher höchste Ergebnis der Konzerngeschichte erzielt. Das Konzernergebnis nach Steuern stieg um 41,4 Prozent auf 171,6 (2009: 121,4) Mio. Euro und die Nettoumsatzrendite verbesserte sich auf 11,8 (10,3) Prozent. Die Aktie verteuerte sich um 2,5 Prozent. HOCHTIEF verlautbarte, dass seine Tochter Leighton Holdings über ihre Beteiligungen drei neue Aufträge in Australien mit einem Gesamtvolumen von 333,2 Mio. Euro erhalten hat. Die Aktie des Baukonzerns stieg um 0,6 Prozent. Des Weiteren klettern Praktiker (Praktiker Bau- und Heimwerkermaerkte) um 2,4 Prozent. Der Konzern will in diesem Jahr seine Präsenz in Polen und in Griechenland zielgerichtet ausbauen. Allein in den nächsten vier Wochen eröffnet man in diesen beiden Fokusländern vier neue Märkte. Schließlich rückten GEA Group um 1 Prozent vor. Der Technologiekonzern hat die Übernahme der niederländischen Convenience Food Systems (CFS) mit Wirkung zum 24. März erfolgreich vollzogen.
SolarWorld (SolarWorld) gingen auf Vortagesniveau aus dem Handel. Der Solartechnikkonzern konnte im Geschäftsjahr 2010 ein deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen. Der Umsatz kletterte um 28,8 Prozent auf 1,30 Mrd. Euro. Ferner erhöhte sich der Konzerngewinn um 48 Prozent auf 87,3 Mio. Euro. Der Konzern will in 2011 das Umsatzniveau des Vorjahres überschreiten. Zudem standen die Anteilsscheine von United Internet im Blick. So konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 deutlich gesteigert werden, während sich das Ergebnis rückläufig entwickelte. Der konsolidierte Umsatz wuchs um 15 Prozent auf 1,91 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen reduzierte sich von 271,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 127,7 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren vor allem hohe Einmalerträge im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank von 1,17 Euro im Vorjahr auf 0,57 Euro. In 2011 soll das EBITDA ungefähr auf dem Niveau von 2010 liegen. Das Umsatzwachstum 2011 soll den Angaben zufolge ca. 5 Prozent im Segment Access und ca. 10 Prozent im Segment Applications betragen. Der Titel verbesserte sich um 2,5 Prozent. JENOPTIK gaben derweil um 1 Prozent nach. Der Technologiekonzern hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs abgeschlossen. Dabei wuchs der Konzernumsatz von 473,6 Mio. Euro in 2009 auf nun 510,6 Mio. Euro. Das Konzern-EBIT lag inklusive Einmaleffekte, die im Wesentlichen aus dem Verkauf der Jena-Optronik GmbH resultierten, bei 56,4 Mio. Euro und rein operativ bei 31,9 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Konzern-EBIT -19,6 Mio. Euro betragen. Evotec legten um 5,1 Prozent zu. Der Biotechnologiekonzern hat sämtliche Finanzziele erreicht und war im Jahr 2010 erstmalig profitabel in 18 Jahren Firmengeschichte. So lagen die Umsätze mit 55,3 Mio. Euro um 29 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Nettoergebnis stellte sich auf 3,0 Mio. Euro. Für 2011 erwartet Evotec, den Umsatz der Gruppe um mehr als 15 Prozent auf 64 bis 66 Mio. Euro zu steigern. Hinten verloren Q-Cells 1,6 Prozent an Wert, während Gigaset als bester Wert sich um 5,7 Prozent verbesserte.
TAKKT (TAKKT) verteuerten sich im SDAX um 0,1 Prozent. Der Büroversandhändler konnte Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2010 verbessern. Gleichzeitig übertraf Constantin Medien 2010 die Ziele für Umsatz und Ergebnis leicht. Der Titel verschlechterte sich um 3,1 Prozent. Indes rückten SKW Stahl-Metallurgie Holding um 1,9 Prozent vor. Der Spezialchemiekonzern schloss das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekord-EBITDA ab. GERRY WEBER (GERRY WEBER International) erzielte schließlich im ersten Quartal 2010/2011 neue Höchstwerte bei Umsatz und Ertrag. Das Papier des Modekonzerns verbesserte sich um 2 Prozent.
DAX: 6.933,58 (+1,90 Prozent) MDAX: 10.167,11 (+1,72 Prozent) SDAX: 5.081,07 (+0,99 Prozent) TecDAX: 900,25 (+1,05 Prozent) (24.03.2011/ac/n/m)