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13.09.2011 17:56

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Börse Frankfurt Schluss: Indizes gehen nach Achterbahnfahrt mit Aufschlägen aus dem Handel

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem sehr nervösen Handel sind die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Dienstag schlussendlich im Zuge einer anziehenden Wall Street mehrheitlich mit Zugewinnen aus dem Handel gegangen. Die Anleger zeigten sich weiterhin extrem nervös, sodass auch kleinste Spekulationen die Märkte stärker in die ein- oder andere Richtung bewegten. Der DAX gewann 1,85 Prozent auf 5.166,36 Punkte, während der MDAX 1,20 Prozent auf 8.403,19 Stellen stieg. Für den SDAX ging es derweil um 0,05 Prozent auf 4.157,98 Zähler nach unten. Der TecDAX verbesserte sich um 0,64 Prozent auf 687,54 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,35 Prozent auf 137,76 Punkte, während sich der Euro um 0,29 Prozent auf 1,3679 US-Dollar verteuerte.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen verringerte sich im ersten Halbjahr 2011 um 7,7 Prozent auf 418.400. Im Einzelnen wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 74.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Das waren 4,0 Prozent weniger als in der Vorjahreshälfte. Außerdem wurden rund 149.200 Kleinunternehmen gegründet, was einer Abnahme von 4,7 Prozent entspricht. Die Zahl der Gründungen von Nebenerwerbsbetrieben sank um 16,2 Prozent und lag bei rund 121.800. Daneben haben rund 61.600 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung ihr Gewerbe aufgegeben. Das waren 4,6 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insgesamt stieg die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern um 0,1 Prozent auf 355.900.

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat derweil angesichts der jüngsten Finanzmarktturbulenzen und weltweit eingetrübten Konjunkturperspektiven seine Prognose zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland gesenkt. Für 2011 wird nunmehr mit einem Wirtschaftswachstum von 3 Prozent gerechnet, für 2012 mit einem zwischen 1 und 1,5 Prozent. Ferner dürfte der Preisauftrieb nachlassen und die Inflationsrate wieder unter 2 Prozent sinken. Indes befindet sich die Konjunktur in Deutschland nach Ansicht des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) am Beginn einer Schwächephase. Wie aus der heute vorgelegten Herbstprognose des IFW hervorgeht, ist es keineswegs ausgeschlossen, dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät; davon gehe man im Moment aber nicht aus. Die Konjunkturforscher halten es dennoch für wahrscheinlich, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion vorübergehend leicht sinkt. Maßgeblich hierfür wird vor dem Hintergrund der Konjunkturschwäche bei den Handelspartnern der Außenhandel sein. Daneben werden die Unternehmensinvestitionen deutlich langsamer steigen als zuvor. Der private Konsum dürfte indes stützend wirken. Alles in allem ergibt sich aufgrund der starken Entwicklung zu Beginn des Jahres immer noch ein Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,8 Prozent. Im Verlauf des nächsten Jahres dürfte die Konjunktur allmählich wieder Tritt fassen, im Jahresdurchschnitt beträgt der Zuwachs jedoch nur 0,8 Prozent. Der Arbeitsmarkt wird trotz der konjunkturellen Schwächephase weiterhin robust bleiben, so dass die Beschäftigung bis ins kommende Jahr hinein steigen dürfte.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Tendenz ab. So notieren die wichtigsten US-Indizes derzeit mit bis zu 0,5 Prozent im Plus. Konjunkturseitig werden morgen in der EU die Daten zur Industrieproduktion im Juli erwartet. In den USA stehen der Erzeugerpreisindex und der Einzelhandelsumsatz für August sowie die Lagerbestände für Juli auf der Agenda.

Im Dax meldete heute ThyssenKrupp einen Zukauf. So hat man eine Vereinbarung zur Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile der amerikanischen General Elevator Sales and Service, Inc. (GESS) geschlossen. GESS zählt den Angaben zufolge zu den wichtigsten Gesellschaften für Service, Wartung und Modernisierung von Aufzügen im Bundesstaat Florida. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Das Papier legte um 0,8 Prozent zu. Die Bundesregierung unterstützt einem Medienbericht zufolge indes die Deutsche Telekom bei ihren Bemühungen, ihre kriselnde US-Tochter an die AT&T (AT&T) zu verkaufen. Wie es heißt, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel US-Präsident Barack Obama kurz nach Bekanntgabe des Deals angerufen, um für das Geschäft zu werben. Die Aktie der Deutschen Telekom verbesserte sich um 3 Prozent. Volkswagen (Volkswagen vz) fuhren daneben um 1 Prozent vor. Der Automobilkonzern verlautbarte, dass er von Januar bis August 2011 seine weltweiten Auslieferungen um 14,0 Prozent gesteigert hat. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren standen am Handelsende im DAX die Anteilsscheine der Deutschen Bank mit einem Aufschlag von 8,2 Prozent, während die rote Laterne von der Deutschen Lufthansa mit einem Wertverlust von 1,7 Prozent gehalten wurde.

Auf Platz eins der Gewinnerliste im MDAX fanden sich zuletzt die Papiere von ElringKlinger mit einem Zugewinn von 11,8 Prozent wieder, während am Indexende Fraport um 3,3 Prozent nachgaben.

Der im TecDax gelistete Technologiekonzern AIXTRON (AIXTRON SE) hat einen weiteren Auftrag erhalten. So hat die in Taiwan ansässige EpiLEDs Technologies Inc. eine CRIUS II-L MOCVD-Anlage in einer 69x2-Zoll Waferkonfiguration bestellt. EpiLEDs wird die Anlage für die Massenproduktion von ultrahellen LEDs auf Galliumnitrid-Basis einsetzen. Die Bestellung wurde den Angaben zufolge im zweiten Quartal 2011 erteilt. Das Papier verbesserte sich um 0,8 Prozent. Die Spitzenposition im TecDAX wurde heute von Dialog Semiconductor mit einem Zugewinn von 5 Prozent eingenommen, während der letzte Platz an Q-Cells mit einem Verlust von 2,3 Prozent ging.

PATRIZIA Immobilien (Patrizia Immobilien) verteuerten sich um 1 Prozent. Der Immobilienkonzern hat im laufenden Jahr seinen Investitionskurs für die von ihm aufgelegten Wohn-Spezialfonds und betreuten Drittmandate weiter fortgesetzt. So hat man 576 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 55.000 Quadratmetern erworben. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 126 Mio. Euro. Daneben gaben TAKKT um 2,9 Prozent nach. Der Büroversandhändler teilte mit, dass der Aufsichtsrat des Konzerns in seiner heutigen Sitzung Dr. Claude Tomaszewski als neuen Finanzvorstand bestellt hat. Der 42-Jährige Diplom-Kaufmann wird das Amt mit Wirkung zum 01. November 2011 übernehmen. Tomaszewski ist derzeit Group Finance Director bei der britischen Celesio-Tochter AAH Pharmaceuticals und löst damit Dr. Florian Funck ab, der nach siebenjähriger Tätigkeit als CFO für die TAKKT-Gruppe zum 01. September 2011 in den Vorstand der Franz Haniel & Cie. GmbH, dem Mehrheitsaktionär der TAKKT AG, wechselte.

DAX: 5.166,36 (+1,85 Prozent) MDAX: 8.403,19 (+1,20 Prozent) SDAX: 4.157,98 (-0,05 Prozent) TecDAX: 687,54 (+0,64 Prozent) (13.09.2011/ac/n/m)

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