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11.05.2011 18:08

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Börse Frankfurt Schluss: Indizes gehen nach Zahlenflut mit uneinheitlicher Tendenz aus dem Handel

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienmärkte konnten am Mittwoch im Handelsverlauf nach einer schwächeren Entwicklung an der Wall Street ihre zwischenzeitlichen Gewinne nicht verteidigen und gingen am Ende mit einer uneinheitlichen Tendenz aus dem Handel. Dabei hatten die Anleger eine wahre Flut von Quartalsausweisen zu verarbeiten, die überwiegend positiv aufgenommen wurden. Der DAX verlor 0,09 Prozent auf 7.495,05 Punkte. Der MDAX fiel um 0,10 Prozent auf 10.819,96 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,35 Prozent nach oben auf 5.425,80 Zähler. Der TecDAX verbesserte sich um 0,12 Prozent auf 931,52 Punkte. Der Bund Future verlor zuletzt 0,07 Prozent auf 123,92 Zähler, während der Euro um 0,77 Prozent auf 1,4287 US-Dollar nachgab.

Die Inflation in Deutschland hat sich im April 2011 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. So belief sich die Inflationsrate auf 2,4 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,1 Prozent im März 2011 und 1,0 Prozent im April 2010. Hierbei handelt es sich um die höchste Teuerungsrate seit Herbst 2008. Indes sind die deutschen Großhandelsverkaufspreise im April 2011 mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 9,2 Prozent, nach Zuwächsen von 10,9 Prozent im März 2011 und 6,0 Prozent im April 2010. Daneben zogen die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 0,2 Prozent an, während sie im März 2011 um 1,3 Prozent und im April 2010 um 1,7 Prozent gestiegen waren.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine negative Tendenz ab. Die wichtigsten US-Indizes liegen derzeit mit bis zu 0,6 Prozent im Minus. Am Donnerstag werden in Deutschland Zahlen zu den Insolvenzen im Februar erwartet. In der EU stehen der EZB Monatsbericht für Mai und Daten zur Industrieproduktion im März auf der Agenda. In den USA werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Lagerbestände für März sowie der Erzeugerpreisindex und der Einzelhandelsumsatz für April erwartet.

Aus dem Dax gab es heute bereits diverse Quartalsausweise. E.ON (EON) hat im ersten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt. Trotz wie erwartet negativer Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Stromgeschäft und steigendem Margendruck im Gasgeschäft sowie aktuell hinzugekommener Belastungen durch die Abschaltung zweier Kernkraftwerke in Deutschland bleibt der Ausblick für das Gesamtjahr indes nahezu unverändert. Der Umsatz erhöhte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 27,85 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss lag mit 2,44 Mrd. Euro auf dem Niveau des ersten Quartals 2010, wobei er auf bereinigter Basis um 34 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro zurückging. Die Aktie des Energieversorgers legte um 0,7 Prozent zu. Indes verbilligten sich K+S um 0,1 Prozent. Der Düngemittelhersteller ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2011 gestartet. Gleichzeitig wurde der Ausblick für das Jahr 2011 angehoben. Der Umsatz der K+S Gruppe wuchs im ersten Quartal um rund 16 Prozent auf 1,78 Mrd. Euro. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern belief sich auf 272,0 Mio. Euro (Vorjahr: 175,8 Mio. Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,42 Euro und damit über dem Vorjahreswert von 0,92 Euro. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich die Aktien von Fresenius mit einem Zugewinn von 0,9 Prozent wieder. Auf dem letzten Platz verloren BASF 2,2 Prozent an Wert.

Eine wahre Zahlenflut brach heute aus der zweiten Reihe auf die Investoren ein. Die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag gaben um 3,5 Prozent nach, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten konnte. Dabei verbesserte sich der Umsatz um 22,7 Prozent auf 2,13 Mrd. Euro. Unter dem Strich kletterte das Nettoergebnis auf 66,9 Mio. Euro, nach 2,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Des Weiteren verloren die Anteilsscheine des Spezialchemiekonzerns LANXESS 5,2 Prozent an Wert. Die Gesellschaft verbesserte in den ersten drei Monaten 2011 Umsatz und Ergebnis und erwartet, dass das EBITDA vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr 2011 erstmals die Schwelle von einer Milliarde Euro übertreffen wird. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 29 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn stieg um 60 Prozent auf 166 Mio. Euro. Ferner verschlechterten sich nach Zahlen Symrise um 3,3 Prozent. Der Aromenhersteller ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2011 gestartet und hat die hohen Vorjahreswerte bei Umsatz und Ergebnis übertroffen. Der Konzern profitierte im ersten Quartal von der anhaltend positiven Nachfrageentwicklung. So wuchs der Konzernumsatz um 6,6 Prozent auf 416,8 Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug das Umsatzplus 4,3 Prozent. Der Periodenüberschuss erhöhte sich um 2 Prozent auf 41,1 Mio. Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,35 Euro, nach zuvor 0,34 Euro.

Positiv aufgenommen wurden indes die Quartalsergebnisse von Axel Springer . Der Verlagskonzern verbesserte im ersten Quartal sein Ergebnis. Der Umsatz lag mit 736,7 Mio. Euro um 11,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Um Konsolidierungseffekte bereinigt legte der Umsatz um 5,0 Prozent zu. Beim Nettogewinn wurde ein leichter Anstieg auf 63,0 Mio. Euro verzeichnet, nach 62,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Konzernüberschuss verbesserte sich auf 73,0 Mio. Euro, nach zuvor 62,0 Mio. Euro. Das Papier rückte um 2,6 Prozent vor. RATIONAL AG legten um 1,9 Prozent zu. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal mit einem Ergebnisplus aufwarten. Der Umsatz lag mit 88,0 Mio. Euro um 21 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Nachsteuergewinn wurde ein Anstieg auf 15,3 Mio. Euro erzielt, was einem Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Auch Klöckner & Co (KloecknerCo) konnte im ersten Quartal mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. Dabei lag der Umsatz mit 1,59 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 1,05 Mrd. Euro. Beim Konzernergebnis nach Anteilen Dritter wurde eine Zunahme auf 43 Mio. Euro verbucht, nach einem Gewinn von 1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Ferner plant das Unternehmen eine Kapitalerhöhung. Die Aktie verlor als schwächster Wert im MDAX 7,7 Prozent an Wert. Schließlich notierten Douglas (DOUGLAS) mit 0,3 Prozent im Minus. Der Einzelhandelskonzern hat das Vorjahresergebnis im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 verfehlt. Zwar kletterten die Nettoumsätze um 2,1 Prozent auf 1,87 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis sank allerdings auf 78,6 Mio. Euro, nach 91,4 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Vorne legten Aareal Bank um 5 Prozent zu.

Bechtle (Bechtle) rückten um 0,6 Prozent vor. Der IT-Dienstleister konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 bei Umsatz und Ertrag deutlich zulegen. So wuchs der Konzernumsatz um 28,6 Prozent auf 456,1 Mio. Euro. Zudem kletterte das Ergebnis nach Steuern von 7,6 Mio. Euro auf 13,2 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie liegt bei 0,63 Euro, nach zuvor 0,36 Euro. Im TecDax legten ferner freenet als bester Wert um 5,1 Prozent zu. Der Telekommunikationsanbieter steigerte sein Ergebnis im ersten Quartal. Der Konzernumsatz reduzierte sich zwar um 1,8 Prozent auf 788,8 Mio. Euro. Das Konzernergebnis aus weitergeführten Geschäftsbereichen erhöhte sich aber von 16,0 Mio. Euro im ersten Quartal des Vorjahres auf nun 25,9 Mio. Euro. Das Konzernergebnis inklusive aufgegebener Geschäftsbereiche erreichte 26,0 Mio. Euro (Vorjahr: 20,8 Mio. Euro). Indes standen Phoenix Solar auf dem letzten Platz mit einem Abschlag von 4,9 Prozent deutlich unter Druck. Der Solartechnikkonzern ist mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang in das laufende Fiskaljahr gestartet. So lag der Umsatz im ersten Quartal mit 32,4 Mio. Euro klar unter dem Vorjahreswert von 80,4 Mio. Euro. Nach Steuern lag das Konzernergebnis bei -12,9 Mio. Euro, nach einem Nachsteuergewinn von 2,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Ferner standen heute auch die Aktien von Nordex im Blick. Der Windanlagenbauer steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal zweistellig. Unter dem Strich wurde aber ein Verlust verzeichnet. Indes hat der Konzern den größten Auftrag gewonnen, der bislang für ein Onshore-Windprojekt in Schweden vergeben wurde. Der Umsatz erhöhte sich um 22 Prozent auf 183,1 Mio. Euro. Unter dem Strich verzeichnete die Gesellschaft einen Konzernverlust in Höhe von 1,8 Mio. Euro, nach 0,02 Mio. Euro im ersten Quartal 2010. Wie Nordex weiter mitteilte, errichtet man ab Sommer 2012 den 150 MW-Windpark "Blaiken". Die Aktie gewann 4,3 Prozent an Wert. Schließlich legten SINGULUS TECHNOLOGIES (Singulus Technologies) nach Geschäftszahlen für das erste Quartal um 1,3 Prozent zu. So lag der Umsatz mit 19,8 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 21,8 Mio. Euro. Beim Periodenergebnis nach Anteilen Dritter verzeichnete SINGULUS einen Verlust von 3,8 Mio. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 5,7 Mio. Euro erwirtschaftet hatte.

MEDION (MEDION) rückten um 0,1 Prozent vor. Der Elektronik-Anbieter musste im ersten Quartal beim Gesamtumsatz einen Rückgang von 411 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 371 Mio. Euro hinnehmen. Der Nettogewinn belief sich auf 3,7 Mio. Euro, nach zuvor 3,0 Mio. Euro. KUKA hat im ersten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen. So lag der Umsatz des Maschinenbauers mit 326,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 209,1 Mio. Euro. Beim Nachsteuerergebnis wurde ein Gewinn von 5,4 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 11,0 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Die Aktie verteuerte sich um 0,3 Prozent. PATRIZIA (Patrizia Immobilien) verloren 2,3 Prozent an Wert. Das Immobilienunternehmen ist im ersten Quartal im Rahmen der Erwartungen in das neue Geschäftsjahr gestartet. So lag der Umsatz mit 50,6 Mio. Euro um 7,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das erste Quartal 2011 schloss die PATRIZIA mit einem Periodenüberschuss von 9,8 Mio. Euro ab, nachdem im vergleichbaren Quartal des Vorjahres noch ein Verlust von -4,6 Mio. Euro angefallen war. Auch Grammer , ein Spezialist für Sitzsysteme und Automobil-Interieur, hat im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg erzielt. Der Umsatz lag mit 263,0 Mio. Euro um fast 30 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 0,1 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro. Die Aktie verbilligte sich um 1,2 Prozent. Ferner gingen TOM TAILOR (Tom Tailor) auf Vortagesniveau aus dem Handel. Das Lifestyle-Unternehmen konnte seinen Verlust im ersten Quartal 2011 zurückfahren. Während der Umsatz um 13,0 Prozent auf 86,3 Mio. Euro wuchs, reduzierte sich der Periodenverlust von 10,6 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro. Schließlich verloren Bertrandt nach Zahlen zum ersten Halbjahr 2,3 Prozent an Wert. Dabei lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 267,8 Mio. Euro um 37,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach Ertragssteuern wurde ein Anstieg auf 19,9 Mio. Euro ausgewiesen, nach zuvor 15,3 Mio. Euro. Tagessieger im SDAX war heute die Aktie von VTG mit einem Aufschlag von 3,3 Prozent, während hinten SKW Stahl-Metallurgie um 2,3 Prozent nachgaben.

DAX: 7.495,05 (-0,09 Prozent) MDAX: 10.819,96 (-0,10 Prozent) SDAX: 5.425,80 (+0,35 Prozent) TecDAX: 931,52 (+0,12 Prozent) (11.05.2011/ac/n/m)

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