Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind zum Start in die neue Handelswoche mit negativen Vorzeichen in den Feierabend gegangen. Am Dienstag und Mittwoch wird das griechische Parlament über das Sparprogramm beraten. Im Vorfeld dieser Entscheidung halten sich die Anleger mit Neuengagements zurück. Der DAX verschlechterte sich um 0,19 Prozent auf 7.107,90 Punkte. Der MDAX fiel um 0,51 Prozent auf 10.456,88 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,81 Prozent nach unten auf 5.218,59 Zähler. Der TecDAX gab um 1,20 Prozent nach auf 856,23 Punkte. Der Bund Future verlor zuletzt 0,45 Prozent auf 126,88 Zähler, während der Euro um 0,80 Prozent auf 1,4275 US-Dollar zulegte.
An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Tendenz ab. So liegen die wichtigsten amerikanischen Indizes derzeit mit bis zu 1,1 Prozent im Plus. Am Dienstag stehen in Deutschland die Außenhandelspreise für Mai und die GfK Konsumklimastudie für Juli zur Veröffentlichung an. In den USA werden der Chase Shiller Composite-20 Hauspreisindex für April und das Verbrauchervertrauen für Juni bekannt gegeben.
Deutsche Telekom (Deutsche Telekom) rückten um 0,8 Prozent vor. Der Telekommunikationskonzern teilte mit, dass der französische Ölkonzern Total (TOTAL) einen Vertrag mit T-Systems über weltweite Services rund um die satellitengestützte Kommunikation unterzeichnet hat. Der jüngste Auftrag umfasst Aufbau und Betrieb der Satellitenkommunikation für die Unternehmensbereiche Exploration und Produktion sowie Raffinerie und Marketing von Total. E.ON (EON) verschlechterten sich daneben um 0,6 Prozent. Der Versorger hat im ungarischen Gönyü das derzeit modernste und effizienteste Gas- und Dampfkraftwerk (GuD-Kraftwerk) des Landes eingeweiht. So verfügt die Anlage, in die MAN rund 400 Mio. Euro investiert hat, über eine Leistung von 433 Megawatt und einen Wirkungsgrad von über 59 Prozent. Der Vorstandssprecher von MAN , Dr. Georg Pachta-Reyhofen, hat sich indes auf der Hauptversammlung für eine Partnerschaft mit Volkswagen (Volkswagen vz) und Scania (Scania AB (B)) ausgesprochen. Während Volkswagen um 0,9 Prozent vorfuhren, ging es für MAN um 0,1 Prozent nach oben. Nokia und Siemens scheinen beim Verkauf von Nokia Siemens Networks bislang kein Glück gehabt zu haben. Einem Pressebericht von Sonntag zufolge sind die Bemühungen von Siemens und Nokia, einen Käufer für eine Mehrheitsbeteiligung an dem defizitären Netzwerk-Joint Venture zu finden, gescheitert. Als Alternative zu einem Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an Nokia Siemens Networks ziehen beide Konzerne laut dem Bericht nun eine Restrukturierung der schwächelnden Netzwerksparte in Betracht. Ferner hat Siemens Energy um sein Transformatorenwerk in Guangzhou (China) eine neue Fertigungshalle für die Produktion von 800-Kilovolt-Stromrichtertransformatoren und Großtransformatoren eröffnet. Des Weiteren hat man auch einen weiteren Auftrag für einen Offshore-Windpark in Großbritannien erhalten. Die Aktie von Siemens verbesserte sich um 0,5 Prozent. BASF gaben nach einem schwachen Ausblick des Rivalen Akzo Nobel um 1 Prozent nach. Ferner hat BASF Color Solutions heute Preiserhöhungen angekündigt. Schließlich gab es auch Nachrichten von der Akquisitionsfront. Die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) hat Kingsbury International übernommen. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmens- und Wirtschaftsberatungsunternehmen mit Sitz in den USA, das monatlich den Chicagoer Einkaufsmanagerindex (Chicago PMI) berechnet und veröffentlicht. Der Kaufpreis liegt in US-Dollar im einstelligen Millionenbereich und umfasst auch eine erfolgsabhängige Zahlung. Der Titel verbesserte sich um 0,7 Prozent. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich die Aktien der Commerzbank mit einem Wertverlust von 5 Prozent wieder, während Fresenius Medical Care mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent als Tagessieger aus dem Handel gingen.
Fraport (Fraport) rückten um 1,1 Prozent vor. Der Flughafenbetreiber hat aktuelle Medienberichte über Kooperationsgespräche mit der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH dementiert. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im MDAX die Anteilsscheine von ElringKlinger mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent wieder, während die rote Laterne von HOCHTIEF mit einem Minus von 3,2 Prozent gehalten wurde. Der Baukonzern verlautbarte, dass Dr. rer. pol. Peter Noé Ende dieses Monats aus dem Vorstand des Unternehmens ausscheiden wird.
Evotec (Evotec) erhält eine Meilensteinzahlung von Ono Pharmaceutical Co. für die Weiterführung neuer Ionenkanal-Modulatoren in die Lead-Optimierung. Die Aktie des Biotechnologieunternehmens rückte daraufhin um 0,5 Prozent vor. Während centrotherm mit einem Plus von 1,8 Prozent am Ende die Indexliste anführten, standen Q-Cells als schwächster Wert mit einem Abschlag von 9,4 Prozent heute wieder im Regen.
Im SDAX standen heute die Anteilsscheine des Modekonzerns GERRY WEBER mit einem Zugewinn von 2,5 Prozent als zweitbester Wert im Blick. Das Papier wird zum 29. Juni in den MDAX aufsteigen. Derweil ging es für CeWe Color um 2 Prozent nach oben, nachdem der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte. So sollen ab dem 28. Juni 2011 eigene Aktien über die Börse zurückgekauft werden. Der Rückkauf basiert auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010, insgesamt bis zu 10 Prozent eigene Aktien zu erwerben.
DAX: 7.107,90 (-0,19 Prozent) MDAX: 10.456,88 (-0,51 Prozent) SDAX: 5.218,59 (-0,81 Prozent) TecDAX: 856,23 (-1,20 Prozent) (27.06.2011/ac/n/m)