Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind am Dienstag wenig verändert aus dem Handel gegangen. Die Anleger hielten sich im Vorfeld der in Kürze erwarteten Entscheidung des slowakischen Parlaments zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms mit Neuengagements zurück. Der DAX gewann 0,30 Prozent auf 5.865,01 Punkte, während der MDAX 0,52 Prozent auf 8.723,67 Stellen stieg. Für den SDAX ging es derweil um 0,15 Prozent auf 4.396,87 Zähler nach oben. Der TecDAX verschlechterte sich um 0,02 Prozent auf 671,89 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,07 Prozent auf 134,52 Punkte, während sich der Euro um 0,19 Prozent auf 1,3650 US-Dollar verteuerte.
Die Experten der EU-Kommission, des IWF und der Europäischen Zentralbank (EZB) sind heute im Rahmen ihrer fünften Überprüfung der Haushaltslage in Griechenland zu einem positiven Votum bezüglich der Situation des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds gekommen und befürworten eine Auszahlung der nächsten Kredittranche an Griechenland. Die Euro-Gruppe und der IWF müssen den Ergebnissen der Prüfung noch zustimmen. Dann kann die dringend benötigte Kredittranche in Höhe von 8 Mrd. Euro an Griechenland voraussichtlich Anfang November ausbezahlt werden.
An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Tendenz ab. So notieren die wichtigsten US-Indizes derzeit mit bis zu 0,7 Prozent im Plus. Konjunkturseitig werden morgen in Deutschland die Großhandelspreise für September erwartet. In der EU stehen ferner die Industrieproduktionsdaten für August an.
Siemens (Siemens) vermeldete heute eine Personalie. Demnach wurde Paulo Ricardo Stark (42) zum neuen CEO in Brasilien ernannt. Von dem bisherigen Landeschef in Brasilien, Adilson Antonio Primo (58) habe MAN sich mit sofortiger Wirkung getrennt, teilte der Industriekonzern weiter mit. Eine interne Compliance-Untersuchung habe jetzt einen gravierenden Verstoß gegen Siemens-Richtlinien in der Landesgesellschaft aufgedeckt, der vor 2007 geschehen war. Das Papier verlor 1,3 Prozent an Wert. Infineon (Infineon Technologies) hat indes am Standort Villach in Österreich die ersten Chips ("first silicon") auf einem 300-Millimeter-Dünnwafer für Leistungshalbleiter gefertigt. Damit ist Infineon damit das weltweit erste Unternehmen, dem dieser Schritt gelungen ist. Der Anteilsschein verbesserte sich um 0,6 Prozent. Volkswagen (Volkswagen vz) fuhren derweil um 1,7 Prozent vor, nachdem der Automobilkonzern vermeldete, dass man den Absatz im September bei der Kernmarke weiter verbessern konnte. So wurden 472.100 Modelle der Marke Volkswagen Pkw ausgeliefert. Dies entspricht einem Anstieg von 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In den ersten neun Monaten wurden weltweit 3,81 Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, was einem Plus von 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Daneben gab MAN eine Personalie bekannt. So übernimmt Helga Würtele (39) zum 1. Dezember die Leitung Investor Relations der MAN SE. Die Diplom-Betriebswirtin ist seit 2008 bei MAN tätig und folgt auf Silke Glitza-Stamberger. Zuletzt war Würtele in der Unternehmenszentrale als Abteilungsleiterin für das Controlling im Geschäftsfeld Power Engineering verantwortlich. Der Titel verteuerte sich um 1,1 Prozent. Am Indexende fielen die Papiere der METRO nach den gestrigen Verlusten heute erneut um 2,8 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich unterdessen die Titel von Bayer mit einem Zugewinn von 3,4 Prozent wieder.
Wincor Nixdorf verbesserten sich um 2,2 Prozent. Der Anbieter von IT-Lösungen und -Services für Retail-Banken und Handelsunternehmen verlautbarte, dass sich der in Großbritannien wachstumsstärkste Einzelhändler Waitrose entschieden hat, in seinen Filialen in Großbritannien Selbstbedienungstechnologie von Wincor Nixdorf zu implementieren. Continental rückten daneben um 1,9 Prozent vor. Der Automobilzulieferer beabsichtigt Presseangaben von gestern zufolge, die Produktion von Winterreifen aufzustocken. Wie es in dem Bericht heißt, sorgt der weltweite Autoboom bei Winterreifen teilweise für Engpässe. An die Spitze des MDAX konnten sich zum Handelsende die Anteilsscheine von EADS mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent setzen, während die rote Laterne von Wacker Chemie mit einem Wertverlust von 4,2 Prozent gehalten wurde.
AIXTRON (AIXTRON SE) hat einen weiteren Auftrag an Land gezogen. So hat das Nanjing Electronic Devices Institute (NEDI) eine 12x4-Zoll AIX 2600G3 IC- sowie eine VP2400HW-Anlage mit einer Waferkapazität von 6x4-Zoll bestellt. Dabei handelt es sich nach Angaben des Konzerns um einen Folgeauftrag des chinesischen Herstellers elektronischer Komponenten. Die Aktie des Technologiekonzerns verbilligte sich um 2,5 Prozent. Tagessieger im TecDax wurde XING mit einem Plus von 7 Prozent, während gleichzeitig centrotherm als schwächster Wert um 4,3 Prozent einbrachen.
DAX: 5.865,01 (+0,30 Prozent) MDAX: 8.723,67 (+0,52 Prozent) SDAX: 4.396,87 (+0,15 Prozent) TecDAX: 671,89 (-0,02 Prozent) (11.10.2011/ac/n/m)