Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Aktienmärkte gehen am Freitag mehrheitlich mit Gewinnen ins Wochenende. Auf die Stimmung der Investoren drückten allerdings Sorgen um die Stabilität im Nahen Osten. Der DAX stieg um 0,29 Prozent auf 7.426,81 Punkte. Der MDAX gab um 0,04 Prozent nach auf 10.513,96 Stellen. Für den SDAX ging es um 0,33 Prozent nach oben auf 5.313,83 Zähler. Der TecDAX verbesserte sich um 0,21 Prozent auf 917,00 Punkte. Der Bund Future verlor zuletzt 0,49 Prozent auf 123,14 Zähler, während der Euro 0,33 Prozent auf 1,3667 US-Dollar zulegte.
Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im Januar 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 5,7 Prozent. Im Dezember 2010 hatte die Jahresveränderungsrate bei 5,3 Prozent und im Januar 2010 bei -3,4 Prozent gelegen. Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatten im Januar 2011 die Preissteigerungen für Energie. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise um 4,0 Prozent höher als im Januar 2010. Gegenüber Dezember 2010 stiegen sie um 0,6 Prozent. Binnen Monatsfrist kletterte der Preisindex um 1,2 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im Dezember 2010 um 0,7 Prozent und im Januar 2010 um 0,8 Prozent gestiegen.
An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Tendenz ab. Die wichtigsten US-Indizes liegen derzeit mit bis zu 0,3 Prozent im Plus. Am Montag steht in Deutschland der ifo-Geschäftsklimaindex für Februar zur Veröffentlichung an.
Siemens rückten heute um 0,7 Prozent vor. Der Technologiekonzern teilte mit, dass Siemens Energy aus Mexiko einen Auftrag über die schlüsselfertige Errichtung eines Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerks von Minera Mèxico, einer Tochter der Grupo Mexico erhalten hat. Die Anlage soll im Sommer 2013 ihren Betrieb aufnehmen und wird dann Strom für die Kupferminen des Unternehmens liefern. SAP gaben um 0,6 Prozent nach. Die Klaus Tschira Stiftung gemeinnützige GmbH hat ihre Beteiligung an dem Software-Konzern auf 4,997 Prozent zurückgefahren. Wie ferner bereits gestern bekannt gegeben wurde, geht der Chemie- und Pharmakonzern Bayer neue Wege zur Produktion hochwertiger Kunststoffe mithilfe von Kohlendioxid (CO2) aus der Energiewirtschaft. Im CHEMPARK Leverkusen wurde eine Pilotanlage in Betrieb genommen, um das neue Verfahren im technischen Maßstab zu erproben. Dort entsteht ein chemisches Vorprodukt, in das CO2 eingebunden wird. Diese Substanz wird zu Polyurethanen weiterverarbeitet. Das klimaschädliche Abgas CO2 findet nach Konzernangaben so nachhaltige Verwertung als Rohstoff und Erdöl-Ersatz. Die Aktie verbesserte sich um 1,1 Prozent. Im Dax standen die Papiere der Commerzbank mit einem Zugewinn von 3,4 Prozent ganz oben auf der Einkaufsliste der Investoren, während am Ende Volkswagen um 1,2 Prozent nachgaben.
EADS (EADS) verlautbarte, dass man mit Skymark Airlines , der drittgrößten japanischen Fluglinie den ersten japanischen Betreiber des A380 akquirieren konnte. Der Titel verlor 0,8 Prozent an Wert. Die Eigentümer der Hamburger Großreederei Hapag-Lloyd steuern derweil einem Pressebericht zufolge auf einen Börsengang zu und haben sich offenbar auf den 15. April als vorläufiges Zieldatum geeinigt. Der Termin läge noch knapp vor den Osterferien. Bislang galt ein Datum kurz vor der Sommerpause im Juni als Favorit. Die weltweit fünftgrößte Containerreederei gehört zu 49,8 Prozent TUI , den Rest hält ein Konsortium, das von der Stadt Hamburg und dem Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne dominiert wird. Der Börsenwert Hapag-Lloyds wird laut dem Bericht auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Unsicher ist den Angaben zufolge momentan noch, wie hoch der Anteil ist, der im ersten Schritt an der Börse verkauft werden soll. Derzeit gilt ein Paket von 35 bis 40 Prozent als wahrscheinlich, das fast komplett von TUI kommen soll. Ein TUI-Sprecher wollte die Informationen dem Bericht zufolge nicht kommentieren. Die Aktie von TUI verbesserte sich um 0,7 Prozent. Am Indexende gaben GAGFAH nach einem negativen Fernsehbericht um 6,9 Prozent nach, während vorne Rheinmetall um 3,6 Prozent zulegten.
H&R WASAG (H&R WASAG) verbesserten sich um 1,1 Prozent, nachdem der Spezialchemiekonzern im abgelaufenen Fiskaljahr nach vorläufigen Berechnungen mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten konnte. So lag der Umsatz mit 1,06 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 762,3 Mio. Euro. Der den Aktionären zuzurechnende Konzernüberschuss konnte auf 52,0 Mio. Euro (Vorjahr: 25,0 Mio. Euro) mehr als verdoppelt werden. An der Spitze des SDAX verteuerten sich MEDION um 7,1 Prozent, während am Indexende Pfleiderer um 2,8 Prozent nachgaben. Im TecDax standen Q-Cells mit einem Aufschlag von 10,4 Prozent hoch im Kurs, während als schwächster Wert AIXTRON nach einem negativ aufgenommenen Analystenkommentar 4,2 Prozent an Wert verloren.
DAX: 7.426,81 (+0,29 Prozent) MDAX: 10.513,96 (-0,04 Prozent) SDAX: 5.313,83 (+0,33 Prozent) TecDAX: 917,00 (+0,21 Prozent) (18.02.2011/ac/n/m)