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17.10.2011 18:07

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Börse Frankfurt Schluss: Indizes verzeichnen zum Wochenstart Verluste

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienmärkte haben sich am Montag mit roten Vorzeichen aus dem Handel verabschiedet. Vor dem Euro-Krisengipfel am kommenden Wochenende zeigten sich die Anleger heute nervös. Der DAX verlor 1,81 Prozent auf 5.859,43 Punkte, während der MDAX 1,56 Prozent auf 8.886,00 Stellen fiel. Für den SDAX ging es derweil um 0,69 Prozent auf 4.440,25 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechterte sich um 1,64 Prozent auf 680,84 Punkte. Der Bund-Future gewann zuletzt 0,88 Prozent auf 134,58 Punkte, während sich der Euro um 0,78 Prozent auf 1,3760 US-Dollar verbilligte.

Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen im August 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Beschäftigungszuwachs aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 3,5 Prozent auf rund 5,1 Millionen per Ende August. Die Zahl der im Juli 2011 geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum August 2010 um 7,7 Prozent auf 648 Millionen Stunden zu, wobei es im Berichtsmonat 23 Arbeitstage gab und somit einen Tag mehr als im August 2010. Die Entgelte lagen bei rund 17,7 Mrd. Euro, gegenüber dem Vorjahresmonat war das eine Steigerung um 7,3 Prozent.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine negative Tendenz ab. So notieren die wichtigsten US-Indizes derzeit mit bis zu 1,3 Prozent im Minus. Konjunkturseitig steht am Dienstag in Deutschland die ZEW Konjunkturerwartung für Oktober zur Veröffentlichung an. Aus Europa werden die ACEA Kfz-Neuzulassungen für September gemeldet, während in den USA der Erzeugerpreisindex für September sowie der NAHB/WF Hausmarktindex für Oktober bekannt gegeben werden.

Der Vorstandschef der Deutschen Bank (Deutsche Bank), Josef Ackermann, ist einem Medienbericht zufolge als Vorsitzender des Internationalen Bankenverbandes (IIF) zentral an den Verhandlungen über einen Schuldenschnitt für Griechenland beteiligt. Wie es unter Berufung auf Finanz- und Bankenkreise heißt, geht es dabei um einen Erlass von bis zu 50 Prozent der griechischen Schulden, den die privaten Banken formal freiwillig leisten sollen. Der Titel gab um 3,1 Prozent nach. Daneben verschlechterten sich Commerzbank als schwächster Wert im Dax um 5,7 Prozent. Deutsche Telekom verloren 1,3 Prozent an Wert. Der Telekommunikationskonzern teilte bereits am Freitag mit, dass das Unternehmen BUYIN nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden am heutigen Montag als Einkaufs-Kooperation von Deutsche Telekom und France Télécom in Brüssel seinen Geschäftsbetrieb aufnimmt. Unterdessen hat Neopost die Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems mit dem Betrieb seines globalen Hochgeschwindigkeitsnetzes für die nächsten vier Jahre beauftragt. METRO verlautbarte, dass Prof. Dr. Jürgen Kluge dem Unternehmen mitgeteilt hat, dass er sein Mandat als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats unter Wahrung der satzungsmäßigen Monatsfrist niederlegt. Für die Aktie ging es um 2,5 Prozent nach unten.

Infineon (Infineon Technologies) liefert mindestens 40 Prozent der Sicherheitscontroller für die 60 Millionen elektronischen Gesundheitskarten, die die Gesetzlichen Krankenversicherungen seit Oktober 2011 in Deutschland ausgeben. Den Angaben zufolge werden Sicherheitscontroller aus der Familie SLE 78, die zu den Hochsicherheitsprodukten von Infineon zählt und die Sicherheitstechnologie "Integrity Guard" verwendet, genutzt. Die Aktie gab um 0,1 Prozent nach. Für Siemens ging es um 1,2 Prozent nach unten. Der Technologiekonzern gab heute bekannt, dass seine Division Industry Automation ihre Präsenz in der Wachstumsregion Asien weiter ausbaut. Demnach will Siemens in einem neu zu errichtenden Werk im chinesischen Chengdu (Provinz Sichuan) ab Mitte 2013 Highend-Simatic-Steuerungen und Automatisierungskomponenten entwickeln und fertigen. Entsprechende Vereinbarungen mit den lokalen Behörden wurden heute unterzeichnet. Der erste Spatenstich für die neue Fabrik soll im Februar 2012 erfolgen. Mit dem neuen Elektronikwerk Chengdu will Siemens die weltweit wachsende Nachfrage nach modernen und energieeffizienten Automatisierungslösungen bedienen. Zudem will Siemens in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit seinen Partnern insgesamt 1 Mrd. Euro in Russland investieren. E.ON (EON) verbilligten sich unterdessen um 2,5 Prozent. Der Vorstandschef des Energieversorgers, Johannes Teyssen, will in Zusammenhang mit dem Atomausstieg milliardenschwere Entschädigungen von der Bundesregierung. In einem Presseinterview erklärte der Manager: "Wir müssen entschädigt werden. Dafür schaffen wir mit der Verfassungsklage die Grundlage." Dabei will sein Unternehmen hohe Summen: "Wir reden über substantielle wirtschaftliche Interessen. Es wird um einige Milliarden Euro Schadenersatz gehen", so der Vorstandschef. Auch gegen die Brennelementesteuer geht der Konzern vor und sieht große Chancen die Transfers zu kippen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Steuer mit einigen Prozent Zinsen zurückbekommen." Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren standen heute am Ende im DAX SAP mit einem Zugewinn von 0,2 Prozent.

Der erste Platz der Gewinnerliste wurde im MDAX heute von SGL CARBON (SGL Carbon) mit einem Aufschlag von 12,5 Prozent eingenommen. Einem Medienbericht zufolge will BMW Aktien des Carbon-Herstellers kaufen. HOCHTIEF gaben daneben um 0,7 Prozent nach. Der Baukonzern will einem Medienbericht zufolge seine Position in den Auslandsmärkten durch Zukäufe stärken. Wie der Vorstandschef Frank Stieler gegenüber der Presse verlautbarte, werde man in Kürze an der Westküste Kanadas ein Hochbauunternehmen mit einem Umsatz von deutlich mehr als 100 Millionen Euro kaufen. Zudem prüfe man in Indien die Übernahme einer Ingenieurbaugesellschaft - ebenfalls ein Zukauf in dreistelliger Millionenhöhe. Vossloh verschlechterten sich auf dem letzten Platz um 8,9 Prozent.

Die im TecDax notierte Beteiligungsgesellschaft BB BIOTECH (BB Biotech) will den chronischen Abschlag auf den Wert ihrer Beteiligungen mit Aktienrückkäufen massiv verringern. Der Titel verteuerte sich um 0,2 Prozent.

Im SDAX legten NORMA Group um 0,1 Prozent zu. Das Unternehmen rechnet für 2011 mit Rekorden bei Wachstum, Umsatz und Ergebnis. Unterdessen verlautbarte SAF-HOLLAND (SAF-Holland SA), dass ihre Landesgesellschaft in Dubai wenige Wochen nach ihrer formellen Gründung bereits die ersten Teile für Kunden im Nahen und Mittleren Osten ausgeliefert hat. Der Titel verschlechterte sich um 2,8 Prozent. Schließlich hat die zum Immobilienkonzern IVG Immobilien gehörende IVG Institutional Funds GmbH hat eine Immobilie in Polen erworben. Das Papier verlor daraufhin 3,1 Prozent an Wert.

DAX: 5.859,43 (-1,81 Prozent) MDAX: 8.886,00 (-1,56 Prozent) SDAX: 4.440,25 (-0,69 Prozent) TecDAX: 680,84 (-1,64 Prozent) (17.10.2011/ac/n/m)

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