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21.09.2011 18:06

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Börse Frankfurt Schluss: Mehrheitlich im Minus, STADA brechen ein

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind am Mittwoch im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Zinsentscheidung mehrheitlich mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die Anleger hielten sich mit Neuengagements zurück. Der DAX verlor 2,47 Prozent auf 5.433,80 Punkte, während der MDAX 1,73 Prozent auf 8.724,19 Stellen fiel. Für den SDAX ging es derweil um 0,21 Prozent auf 4.382,23 Zähler nach oben. Der TecDAX verschlechterte sich um 1,29 Prozent auf 687,22 Punkte. Der Bund-Future gewann zuletzt 0,26 Prozent auf 137,80 Punkte, während sich der Euro um 0,17 Prozent auf 1,3729 US-Dollar verteuerte.

Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli 2011 einen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat wuchsen die Eingänge preisbereinigt um 6,1 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 1,0 Prozent und im Tiefbau um 11,0 Prozent anzog. Gleichzeitig kletterte der Gesamtumsatz um 1,9 Prozent auf rund 8,4 Mrd. Euro. Dagegen verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 0,8 Prozent auf rund 724.000 Personen.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine uneinheitliche Tendenz ab. Konjunkturseitig werden morgen in der EU die Auftragseingänge der Industrie für Juli erwartet. In den USA stehen die Frühindikatoren für August und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Veröffentlichung an.

Ein Zukauf wurde heute von Siemens gemeldet. Der Technologiekonzern erweitert sein Industrie-Softwareportfolio durch die Übernahme der brasilianischen Active S.A. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter von Software für Manufacturing Execution Systems (MES) mit Schwerpunkt in der Pharma- und Biotechnikindustrie. Den Angaben zufolge baut Industry Automation, eine Division des Siemens-Industry-Sektors, mit dieser Akquisition seine weltweit führende Position im Markt für Industrie-Software weiter aus. Über den Kaufpreis für Active wurde Stillschweigen vereinbart. Zudem hat Siemens Energy einen Auftrag über die Lieferung eines Solarfelds aus Spanien erhalten. Die Aktie verbilligte sich um 1,5 Prozent. Die zum Energieversorger E.ON (EON) gehörende E.ON Russia hat derweil heute einen Gas- und Dampfkraftwerksblock im Kraftwerk Yaiva offiziell in Betrieb genommen. Die Papiere des Versorgers verloren 3,1 Prozent an Wert. SAP profitierten heute von dem positiv aufgenommenen Quartalsausweis des Konkurrenten Oracle und gaben lediglich um 0,1 Prozent nach. Der erste Platz der Gewinnerliste wurde von METRO mit einem Zugewinn von 2 Prozent eingenommen. Daneben notierten nur noch MAN im Plus. Die rote Laterne ging schließlich an K+S mit einem Wertverlust von 5,9 Prozent.

STADA Arzneimittel (STADA Arzneimittel) befanden sich heute mit einem Einbruch um 19,2 Prozent als schwächster Wert im MDAX im Tiefenrausch. Der Vorstand des Pharmakonzerns ist zu der Einschätzung gekommen, dass offene Forderungen der serbischen Tochtergesellschaft Hemofarm A.D. gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen voraussichtlich im signifikanten Umfang nicht werthaltig sind. Der Vorstand hat sich daher entschlossen, entsprechende Wertminderungen und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von ca. 97 Mio. Euro vor Steuern vorzunehmen, die im laufenden dritten Quartal als belastende einmalige Sondereffekte im Konzern ausgewiesen werden. Die daraus resultierende Ertragsbelastung nach Steuern liegt voraussichtlich bei rund 85 Mio. Euro. Die Liquiditätssituation von STADA wird dadurch nicht wesentlich belastet, da die Wertminderungen und Abschreibungen weit überwiegend zahlungsunwirksam sein werden. Ungeachtet der heutigen Wertminderungen und Abschreibungen geht der Vorstand im Konzern weiterhin für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 von einem Wachstum beim Konzernumsatz sowie vom um einmalige Sondereffekte (inklusive der heutigen Wertberichtigungen und Abschreibungen) bereinigtem Ertrag aus. Für das um einmalige Sondereffekte bereinigte EBITDA für das Geschäftsjahr 2011 sieht der STADA-Vorstand aus heutiger Sicht unverändert die Chance für einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich. LANXESS gaben daneben um 2,4 Prozent nach. Der Spezialchemiekonzern erwartet aufgrund der in 2012 in Kraft tretenden EU-Kennzeichnungspflicht für Reifen einen Nachfrageboom nach Hochleistungs-Kautschuk und hat deshalb seinen Ausblick für 2011 bekräftigt. Nach Angaben des CEO Heitmann werde man wie angekündigt das EBITDA vor Sondereinflüssen im Gesamtjahr um rund 20 Prozent steigern. Das dritte Quartal verläuft seinen Angaben zufolge sehr gut und wird über dem Vorjahreswert liegen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren fanden sich im MDAX am Ende Heidelberger Druck mit einem Zugewinn von 2,9 Prozent wieder.

Nordex (Nordex) verschlechterten sich um 1,2 Prozent. In Italien hat der Stromerzeuger ERG Renew bei dem Windanlagenbauer für seinen Windpark "Amaroni" im Süden des Landes neun Anlagen des Typs N90/2500 bestellt. Tagessieger im TecDax wurden Drägerwerk mit einem Zugewinn von 1,6 Prozent, während sich auf dem letzten Platz XING um 6,7 Prozent verbilligten.

PATRIZIA Immobilien (Patrizia Immobilien) gaben um 3,8 Prozent nach. Der Immobilienkonzern hat über seine Tochter PATRIZIA WohnInvest Kapitalanlagegesellschaft mbH für den Euro City Residential Fund I eine Wohnanlage in der Hauptstadt Dänemarks erworben. Damit setzt der Konzern seine Internationalisierungsstrategie in Nordeuropa fort. Das Investitionsvolumen liegt den Angaben zufolge bei rund 50 Mio. Euro. Indes stiegen DIC Asset um 1,7 Prozent. Der Immobilienkonzern hat drei voll vermietete Gewerbeimmobilien mit einem Investitionsvolumen von rund 78 Mio. Euro in Duisburg, Karlsruhe und Leipzig gekauft.

DAX: 5.433,80 (-2,47 Prozent) MDAX: 8.724,19 (-1,73 Prozent) SDAX: 4.382,23 (+0,21 Prozent) TecDAX: 687,22 (-1,29 Prozent) (21.09.2011/ac/n/m)

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