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07.09.2010 18:02

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Börse Frankfurt Schluss: Schwacher Ausklang, Infineon deutlich im Minus

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich mit Verlusten in den Feierabend verabschiedet. Der DAX gab am Ende 0,60 Prozent ab auf 6.117,89 Punkte. Für den MDAX ging es daneben um 0,53 Prozent nach unten auf 8.463,66 Stellen. Der SDAX schloss mit 0,14 Prozent im Minus bei 4.214,83 Zählern. Der TecDAX verlor 1,45 Prozent auf 758,49 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,70 Prozent auf 133,09 Zähler. Der Euro verlor zuletzt 0,81 Prozent auf 1,2714 Dollar.

Laut Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat sich der Auftragseingang in der deutschen Industrie im Juli reduziert. So sank die Nachfrage um 2,2 Prozent. Im Vormonat war sie um 3,6 Prozent angestiegen. Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai erhöhte sich das Auftragsvolumen in der Industrie saisonbereinigt um 2,4 Prozent weiter deutlich. Ihren Vorjahresstand überschritten die Industrieaufträge im Juni/Juli kalenderbereinigt um 21,2 Prozent.

Die breiten US-Indizes lagen zum Handelsschluss in Deutschland mit bis zu 0,8 Prozent hinten. Hintergrund sind erneut aufgekommene Sorgen in Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa. Am Mittwoch werden aus Deutschland die Außenhandelsdaten und Zahlen zur Produktion im produzierenden Gewerbe erwartet. In den USA folgt der Konjunkturbericht Beige Book.

Infineon (Infineon Technologies) kamen als DAX-Schlusslicht um 3,6 Prozent zurück. Wie in der Presse zu lesen war, erzielt der Chip-Hersteller einen hohen Gewinn aus dem Verkauf der Handychip-Sparte an den US-Konkurrenten Intel . Infineon hatte vergangene Woche den Verkauf für rund 1,4 Mrd. Dollar bekannt gegeben. Laut dem Bericht erwartet Infineon einen außerordentlichen Ertrag in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrags. Allerdings sei weder an eine Sonderausschüttung noch an einen Aktienrückkauf gedacht. Daneben bröckelten mitunter die Commerzbank um 2,1 Prozent und die Deutsche Börse um 2,1 Prozent ab. MAN schlossen mit 0,1 Prozent im Minus. Dabei hat der Konzern einen weiteren Auftrag erhalten. Demnach wurde MAN Diesel & Turbo von der spanischen Guzman Energia mit der Lieferung eines Dampfturbinen-Generatorsatzes mit einer Leistung von 50 MW beauftragt. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. Auf der Gegenseite verteuerten sich unter anderem Fresenius um 0,7 Prozent und Merck um 0,5 Prozent.

Der im SDAX gelistete Onlinebroker comdirect bank (-1,1 Prozent) hat im August eigenen Angaben zufolge eine erfreuliche Entwicklung verzeichnet. Die Kundengesamtzahl stieg demnach Ende August auf 2.187.569 (Juli: 2.176.509). Es wurden 1.418.524 Wertpapierdepots geführt (Juli: 1.416.715), während das betreute Kundengesamtvermögen auf 37,54 Mrd. Euro (Juli: 37,79 Mrd. Euro) sank. Air Berlin gewannen 1,2 Prozent. Die Fluggesellschaft konnte im August mit einem Passagierplus aufwarten. So wurden 3.726.913 Fluggäste befördert, was einem Plus von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Auslastung der Flugzeuge ging um 0,8 Prozentpunkte auf 83,5 Prozent zurück.

Für AIXTRON ging es im TecDax um 1,6 Prozent nach unten. Und dass, obwohl der Technologiekonzern einen weiteren Auftrag erhalten hat. So habe die chinesische Neo-Neon im vierten Quartal 2009 eine Bestellung über zehn weitere CRIUS-Anlagen in einer 31x2-Zoll-Konfiguration erteilt. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht bekannt gegeben. Das Papier der Software AG zählte mit einem Minus von 3,2 Prozent zu den größten Verlierern. Der Konzern will auch nach der Übernahme der IDS Scheer AG weiter auf große Zukäufe setzen. "Wir wollen alle zwei bis vier Jahre eine größere Softwarefirma kaufen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich in einem Presseinterview. Am Indexende kamen Q-Cells um 3,7 Prozent zurück.

DAX: 6.117,89 (-0,60 Prozent) MDAX: 8.463,66 (-0,53 Prozent) SDAX: 4.214,83 (-0,14 Prozent) TecDAX: 758,49 (-1,45 Prozent) (07.09.2010/ac/n/m)

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