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10.11.2011 18:15

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Börse Frankfurt Schluss: Schwaches Handelsende, STADA schießen in die Höhe

STADA Arzneimittel zu myNews hinzufügen Was ist das?


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung der deutschen Anleger trübte sich im heutigen Handelsverlauf deutlich ein. Nachdem die wichtigsten deutschen Indizes zunächst von günstigen Vorgaben aus den USA profitierten, traten gegen Handelsende wieder die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der schwelenden Schuldenkrise in Italien in den Vordergrund. Der DAX gewann zuletzt 0,66 Prozent auf 5.867,81 Punkte. Der MDAX gab um 0,30 Prozent nach auf 8.845,12 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 1,08 Prozent nach unten auf 4.431,09 Zähler, während der TecDAX um 1,34 Prozent auf 682,37 Punkte zurückfiel. Der Bund Future gab zuletzt 0,43 Prozent nach auf 138,21 Zähler, während der Euro 1,53 Prozent auf 1,3597 Dollar hinzugewann.

An der Wall Street bewegen sich die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 0,6 Prozent im Plus. Am morgigen Freitag steht in den USA die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum Verbrauchervertrauen für November 2011 auf dem Programm.

Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im Oktober 2011 mit vermindertem Tempo angestiegen. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 5,0 Prozent, nach Zuwächsen von 5,7 Prozent im September 2011 und 7,7 Prozent im Oktober 2010. Daneben sanken die Großhandelspreise binnen Monatsfrist um 1,0 Prozent, während sie im September 2011 um 0,3 Prozent gestiegen und im Oktober 2010 um 0,3 Prozent gefallen waren. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen lag das Preisniveau im Oktober 2011 um 15,3 Prozent über dem von Oktober 2010. Verglichen mit dem Vormonat September 2011 verbilligten sich die in diesem Bereich gehandelten Produkte um 1,1 Prozent.

Im Dax schossen Aktien der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) um 3,7 Prozent nach oben. Der Konzern konnte seinen Gewinn im dritten Quartal steigern, während der Umsatz zurückging. Nach neun Monaten wurde dagegen ein rückläufiges Ergebnis ausgewiesen. Indes bestätigte man die Finanzziele für das Gesamtjahr 2011. So geht der Konzern unverändert von einem bereinigten EBITDA aus dem fortzuführenden Geschäft von rund 14,9 Mrd. Euro aus. Für das US-Geschäft ist ein bereinigtes EBITDA von etwa 5,5 Mrd. Dollar geplant. Der Free Cashflow des Konzerns soll bei mindestens 6,5 Mrd. Euro liegen. Anteile von Siemens notierten nahezu unverändert. Der Technologiekonzern konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 20,35 Mrd. Euro um 5 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten verbuchte Siemens einen Anstieg auf 1,23 Mrd. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum angesichts hoher Einmalbelastungen in der Diagnostik-Sparte einen Verlust von 42 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Konzernchef Peter Löscher sieht den Konzern gut gerüstet für ein moderates Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2012 und das mittelfristige Überschreiten der 100 Mrd. Euro-Schwelle.

Der Energieversorger RWE gab derweil bekannt, dass sein Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 um 46 Prozent gesunken ist, während sich der Umsatz leicht rückläufig zeigte. RWE bestätigte den im August aktualisierten Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr. Das EBITDA wird um ca. 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen, das betriebliche Ergebnis ca. 25 Prozent und das nachhaltige Nettoergebnis ca. 35 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang der Ergebnisgrößen sind die Belastungen, die aus den energiepolitischen Beschlüssen der deutschen Regierung erwachsen. Anteile von RWE bewegten sich nach Zahlen mit 2,5 Prozent im Plus. Papiere des Konkurrenten E.ON konnten derweil um 4,1 Prozent zulegen.

Aktien von K+S markierten indes mit einem Minus von 4,7 Prozent das Indexende. Dabei konnte der Düngemittelhersteller im dritten Quartal 2011 sowohl Umsatz als auch Ergebnis verbessern. Die hohe weltweite Nachfrage nach Düngemitteln und das damit einhergehende deutlich höhere Kalipreisniveau waren maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich. Der Konzern geht davon aus, das bereinigte Konzernergebnis der fortgeführten Geschäftstätigkeit im Jahr 2011 steigern und einen Wert von 650 bis 690 Mio. Euro erreichen zu können (bisher: 650 bis 720 Mio. Euro). Dies entspräche einem bereinigten Ergebnis je Aktie der fortgeführten Geschäftstätigkeit von etwa 3,40 bis 3,60 Euro (bisher: 3,40 bis 3,75 Euro; Vorjahr: 2,34 Euro).

Im MDAX stachen Papiere von STADA (STADA Arzneimittel) mit einem Aufschlag von über 12 Prozent an der Indexspitze hervor. Die Umsatz- und operativen Ertragskennzahlen lagen in den ersten neun Monaten 2011 im Rahmen der Erwartungen. Allerdings verzeichnete der Konzern im dritten Quartal 2011 unerwartet in Serbien hohe einmalige ertragsbelastende Sondereffekte, so dass die ausgewiesenen Ertragskennzahlen stark rückläufig und teilweise negativ waren. Im weiteren Tagesverlauf teilte der Konzern mit, dass er offiziell darüber informiert worden sei, dass die serbische Regierung gestern eine Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen von Medikamentenherstellern an staatliche Stellen abgegeben hat. Den Angaben zufolge begrüßt der STADA-Vorstand die abgegebene Patronatserklärung und sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des serbischen Gesundheitsmarkts und damit auch der eigenen Geschäftsaussichten in Serbien. Papiere von Celesio kletterten indes um 3,3 Prozent nach oben. Der Pharmagroßhändler musste in den ersten neun Monaten angesichts von Sparmaßnahmen im staatlichen Gesundheitswesen einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Inzwischen sieht sich der Konzern wieder auf stabilem Boden und bekräftigt die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2011.

EADS (EADS) legten um 4,8 Prozent zu. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass er seinen Gewinn in den ersten neun Monaten 2011 mehr als verdoppeln konnte. Die Neun-Monats-Ergebnisse übertrafen damit die Erwartungen. Trotz der jüngsten Turbulenzen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld bleibt die Dynamik am zivilen Flugzeugmarkt weiterhin robust; die Verteidigungsmärkte westlicher Staaten jedoch sind wie erwartet angespannt. Indes wurden die Gesamtjahresprognosen nach oben korrigiert. Der Motorenhersteller DEUTZ konnte im dritten Quartal 2011 dank einer deutlichen Absatzsteigerung ein kräftiges Ergebniswachstum erzielen. Das Konzernergebnis verbesserte sich im dritten Quartal 2011 auf 20,7 Mio. Euro, gegenüber einem Verlust von 13,1 Mio. Euro in 2010. Die Unternehmensaktie reagierte allerdings mit einem Minus von über 8 Prozent.

Für Papiere von Deutsche EuroShop ging es 1,2 Prozent nach unten. Der Konzern meldete, dass sich sein Geschäftsmodell in den ersten neun Monaten 2011 als stabil erwiesen hat. Zudem wurde die Guidance leicht erhöht. Den weiteren Angaben zufolge ist der Vorstand auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs zuversichtlich, für das Geschäftsjahr 2011 eine stabile Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausschütten zu können. Die Optikerkette Fielmann konnte unterdessen in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Ergebnis zulegen. Der Konzern ist zuversichtlich, die Marktposition weiter ausbauen zu können. Für das Gesamtjahr bestätigt Fielmann seine Prognose. Man erwartet eine Ausweitung von Absatz, Umsatz und Gewinn. Außerdem sollen mehr als 480 Arbeitsplätze geschaffen werden. Anteile von Fielmann notierten nahezu unverändert.

Papiere von BayWa legten um 4,1 Prozent zu, nachdem der Konzern im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich steigern konnte. Die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres bildet nach Aussage des Konzerns eine gute Grundlage, um zum Jahresende die Umsatz- und Ergebniszahlen gegenüber 2010 wie geplant zu steigern. Anteile von Sky Deutschland ziehen um 1,0 Prozent an. Der Bezahlfernsehsender konnte den Verlust im dritten Quartal dank deutlich gestiegener Kundenzahlen reduzieren.

Im TecDax verloren Aktien von Bechtle 3,1 Prozent an Wert. Der Konzern meldete heute, dass sein Geschäftsverlauf auch im dritten Quartal von einem guten Investitionsklima in der IT-Branche geprägt war. Auf Basis der anhaltend hohen Nachfrage setzte sich das Wachstum der Vorquartale fort. Anteile von Evotec verloren 4,2 Prozent. Dabei konnte der Biotechkonzern in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. Um 0,2 Prozent nach unten ging es für centrotherm (centrotherm photovoltaics), nachdem der Konzern die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate vorlegte und dabei erwartungsgemäß einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen musste. An der Indexspitze behaupten sich Papiere von JENOPTIK mit einem Plus von 2,9 Prozent. MorphoSys geben indes als schwächster Wert über 3 Prozent ab.

DAX: 5.867,81 (+0,66 Prozent) MDAX: 8.845,12 (-0,30 Prozent) SDAX: 4.431,09 (-1,08 Prozent) TecDAX: 682,37 (-1,34 Prozent) (10.11.2011/ac/n/m)

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