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04.11.2011 18:08

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Börse Frankfurt Schluss: Schwächer, Commerzbank brechen ein

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes beendeten den letzten Tag der Handelswoche überwiegend schwächer. Neben der weiter schwelenden Griechenland-Krise belasteten schwache Konjunkturdaten sowie negative Vorgaben aus den USA. Der DAX verlor zuletzt 2,72 Prozent auf 5.966,16 Punkte. Der MDAX gab um 0,65 Prozent ab auf 9.076,55 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,16 Prozent nach unten auf 4.573,75 Zähler, während der TecDAX um 1,01 Prozent auf 706,75 Punkte hinzugewann. Der Bund Future gewann zuletzt 0,59 Prozent auf 137,69 Zähler, während der Euro 0,57 Prozent auf 1,3743 Dollar verliert.

An der Wall Street bewegen sich die wichtigsten US-Indizes nach enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aktuell mit bis zu 1,3 Prozent im Minus. Am kommenden Montag stehen in Deutschland unter anderem die Zahlen zur deutschen Produktion im produzierenden Gewerbe für September und der sentix-Konjunkturindex für November an. In den USA werden die Verbraucherkredite für September veröffentlicht.

Der Auftragseingang in der Industrie hat sich im September 2011 weiter reduziert. Dies gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Berlin heute bekannt. Nach vorläufigen Angaben fielen die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,3 Prozent. Im Vormonat waren sie um 1,4 Prozent gesunken. Der Umfang an Großaufträgen war wie bereits im Vormonat sehr gering. Auch Ferientagseffekte könnten wie schon im Vormonat dämpfend gewirkt haben. Besonders schwach entwickelten sich die Bestellungen aus der Eurozone (-12,1 Prozent). Die Auftragseingänge aus dem Inland gingen um 3,0 Prozent zurück.

Im Fokus der Investoren stand heute auch der Zahlenausweis der Commerzbank . Die Bank ist im dritten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Auch für die ersten neun Monate wurde ein deutlicher Ergebnisrückgang verzeichnet. So belief sich das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis im dritten Quartal auf -687 Mio. Euro, nach 113 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das Operative Ergebnis lag bei -855 Mio. Euro (Vorjahr: 116 Mio. Euro). Die Kernbank mit den operativen Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe sowie Corporates & Markets entwickelte sich allerdings mit einem operativen Ergebnis von 851 Mio. Euro (drittes Quartal 2010: 205 Mio. Euro) trotz der anhaltenden Staatsschuldenkrise erfreulich. Im Segment Asset Based Finance wurde zum 30. September 2011 eine zusätzliche Wertkorrektur auf griechische Staatsanleihen in Höhe von 798 Mio. Euro vorgenommen. Insgesamt war das Operative Ergebnis im Segment Asset Based Finance im dritten Quartal 2011 mit -1,5 Mrd. Euro deutlich negativ (drittes Quartal 2010: -403 Mio. Euro). Der Titel gab als größter Verlierer im Dax über 6 Prozent nach.

Daimler (Daimler) fuhren mit einem Abschlag von 3,8 Prozent hinterher. Der Automobilhersteller konnte im Oktober 2011 mit einem deutlichen Absatzanstieg bei Mercedes-Benz aufwarten. So entschieden sich kurz vor Einführung der volumenstarken B-Klasse 103.378 Kunden (+2,9 Prozent) für ein Fahrzeug der Marke Mercedes-Benz. Seit Januar wurden 1.022.666 Einheiten ausgeliefert, ein Zuwachs von 7,1 Prozent. Die Deutsche Lufthansa verlautbarte indes heute, dass sie und die International Consolidated Airlines Group (IAG) eine Grundsatzvereinbarung über den Verkauf von British Midland Ltd. (BMI) an IAG abgeschlossen haben. Deutsche Lufthansa gaben daraufhin um 3 Prozent nach. Unterdessen verbilligten sich Siemens um 2,2 Prozent. Der Technologiekonzern hat seine Beteiligung an dem britischen Gezeitenkraftwerks-Spezialisten Marine Current Turbines Ltd. (MCT) auf 45 Prozent aufgestockt. Schließlich ging es für METRO um 2,5 Prozent nach unten. Presseberichten von gestern zufolge stoppt der Einzelhandelskonzern die Gespräche über eine Veräußerung der Supermarktkette Real.

Die Gewinnerliste im MDAX wurde heute von Rheinmetall mit einem Aufschlag von 5,7 Prozent angeführt, während am Indexende Bilfinger Berger 3,7 Prozent an Wert einbüßten. Die Aktie von Porsche SE verlor 2,4 Prozent an Wert. Der Sportwagenhersteller gab heute seine Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2011 bekannt. Dabei wurde die deutlich positive Entwicklung der Beteiligungen von einem Sondereffekt überlagert. So hat Porsche für die ersten neun Monate 2011 ein Konzernergebnis nach Steuern von -462 Mio. Euro ausgewiesen. Das at Equity-Ergebnis des Porsche SE Konzerns, das sich aus den der Porsche SE zurechenbaren Ergebnissen der beiden Beteiligungen an der Porsche Zwischenholding GmbH und der Volkswagen AG (Volkswagen vz) zusammensetzt, war aber deutlich positiv und erreichte 3,42 Mrd. Euro. Belastet wurde das Konzernergebnis jedoch durch einen nicht liquiditätswirksamen Sondereffekt in Höhe von -3,70 Mrd. Euro durch die Anpassung der Bewertung der Put- und Call-Optionen in Bezug auf die bei der Porsche SE verbliebenen Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH.

Hawesko Holding (Hawesko) notierten derweil mit 2 Prozent im Minus. Die Weinhandelsgruppe musste im dritten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Ergebnisrückgang ausweisen. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde im Anschluss bestätigt. So stieg der Konzernumsatz vor Umsatzsteuer um 6 Prozent auf 88,1 Mio. Euro. Der Konzernüberschuss nach Steuern und Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter für das Quartal belief sich auf 2,3 Mio. Euro bzw. 25 Cent je Aktie, nach 3,1 Mio. Euro bzw. 34 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Indes hat die zu PATRIZIA Immobilien (Patrizia Immobilien) gehörende PATRIZIA GewerbeInvest KAG ein Paket von 190 Wohnungen aus dem Portfolio ihres offenen Spezialfonds LB Wohn-Invest Deutschland I an einen deutschen Wohnimmobilieninvestor verkauft. Der Anteilsschein des Immobilienkonzerns verteuerte sich im SDAX um ein halbes Prozent.

DAX: 5.966,16 (-2,72 Prozent) MDAX: 9.076,55 (-0,65 Prozent) SDAX: 4.573,75 (-0,16 Prozent) TecDAX: 706,75 (+1,01 Prozent) (04.11.2011/ac/n/m)

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