13.11.2012 18:02
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Börse Frankfurt Schluss: Schwächer, E.ON im Sturzflug

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte tendierten am Dienstag schwächer. Neben Sorgen um Griechenland standen dabei zahlreiche Quartalsausweise im Blickfeld der Anleger, wobei vor allem E.ON für Enttäuschung sorgte. Der DAX notierte zuletzt unverändert bei 7.169,12 Punkten. Der MDAX gab um 0,19 Prozent nach auf 11.296,97 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,62 Prozent nach unten auf 4.973,16 Zähler, während der TecDAX um 0,19 Prozent auf 805,33 Punkte nachgab. Der Bund Future verlor zuletzt 0,10 Prozent auf 143,10 Zähler, während der Euro um 0,07 Prozent auf 1,2715 Dollar gewann.

An der Wall Street notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,44 Prozent im Plus. Am Mittwoch stehen in den USA konjunkturseitig die MBA-Hypothekenanträge, der Einzelhandelsumsatz, der Erzeugerpreisindex, die Lagerbestände sowie das FOMC-Sitzungsprotokoll auf der Agenda.

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im November gesunken. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 4,2 Punkte gefallen und stehen nun bei -15,7 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist schwächer als im Vormonat. Der entsprechende Indikator fällt um 4,6 Punkte und notiert nun bei 5,4 Punkten.

Im Blickfeld der Investoren standen heute im Dax die Zahlenausweise von E.ON und K+S, die beide negativ aufgenommen wurden. E.ON (EON) konnte seinen Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres angesichts eines klaren Umsatzwachstums deutlich verbessern. Insbesondere in den Segmenten Optimierung & Handel und im regionalen Netz- und Vertriebsgeschäft in Deutschland stiegen die Umsätze. Dagegen ging der Umsatz in der nuklearen und fossilen Erzeugung deutlich zurück. Die Ergebnisprognose für 2012 wurde bestätigt. Vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes erscheint der bisherige Ausblick für das Jahr 2013 allerdings nicht erreichbar. E.ON überprüft daher derzeit diese Prognose sowie die Aussagen für 2015 im Rahmen des aktuellen Planungsprozesses. Die Aktie des Energieversorgers brach als Schlusslicht im DAX um 11,5 Prozent ein.

Daneben ging es für K+S auf dem vorletzten Platz um 4,5 Prozent nach unten. Der Düngemittelhersteller übertraf bei Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal die hohen Vorjahreswerte. Ferner wurde der Ausblick für das Jahr 2012 präzisiert. So geht man davon aus, beim Umsatz und beim Gewinn nur einen Wert am unteren Ende der zum Halbjahr genannten Prognosebandbreite zu erreichen. Volkswagen (Volkswagen vz) notierten zuletzt auf Vortagesniveau. Der Automobilkonzern teilte mit, dass die Marke Volkswagen Pkw in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 11,2 Prozent mehr Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert hat. Vorne verteuerten sich Deutsche Bank um 1,9 Prozent.

HHLA (Hamburger Hafen und Logistik) rückten um 0,6 Prozent vor. Der Konzern musste in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen, hat aber im Anschluss die Jahresprognose bestätigt. Daneben fielen LEONI um 1,8 Prozent. Der Automobilzulieferer wartete in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem Ergebnisplus auf. Im weiteren Jahresverlauf rechnet man aber mit einer merklichen Abschwächung des Geschäfts.

Aareal Bank (Aareal Bank) verzeichneten heute einen Wertgewinn von 0,2 Prozent. Der Immobilienfinanzierer teilte mit, dass er auch im dritten Quartal auf Kurs geblieben ist und sich in einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld weiterhin gut entwickelt hat. So gingen das Konzernbetriebsergebnis und der Konzerngewinn leicht zurück. Trotz der nach wie vor erheblichen Herausforderungen bestätigte man die Prognose für das Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr. Kabel Deutschland verbilligten sich daneben um 1,1 Prozent. Der Kabelnetzbetreiber hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 sein Nettoergebnis deutlich gesteigert. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu.

Schlecht lief es indes im abgelaufenen Fiskaljahr unterdessen für Wincor Nixdorf . So musste der Anbieter von IT-Lösungen für Banken und Handelsunternehmen einen Gewinneinbruch hinnehmen und kündigte eine deutliche Kürzung der Dividende an. Der Titel gewann 1,2 Prozent an Wert. Bester Wert im MDAX waren Südzucker mit einem Zugewinn von 1,5 Prozent, während die rote Laterne von Krones mit einem Minus von 2,2 Prozent getragen wurde.

Zahlen wurden zudem auch aus dem TecDax gemeldet. Nordex rückten als Spitzenreiter um 5,3 Prozent vor, nachdem der Windturbinenhersteller verkündete, dass er Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gesteigert hat. Der Auftragsbestand sichert indes das Umsatzziel für 2012. Derweil verloren Bechtle 0,9 Prozent an Wert. Der IT-Dienstleister hat in den ersten neun Monaten den Umsatz gesteigert, während der Gewinn sank. In diesem Jahr rechnet der Konzern unverändert mit einer im Marktvergleich überdurchschnittlichen Umsatzsteigerung.

Gut lief es daneben für das High-Tech-Unternehmen LPKF (LPKF LaserElectronics). So erzielte man in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Ergebnisanstieg. Der Umsatz legte ebenfalls klar zu. Die Anleger honorierten dies und schickten die Aktie um 1 Prozent nach oben. Aktien von XING notierten zuletzt nahezu auf Vortagesniveau. Der neue Vorstandschef des Karrierenetzwerks Thomas Vollmoeller will das Unternehmen wieder auf Wachstum trimmen und den großen Rivalen LinkedIn mit neuen Angeboten für Firmenkunden und Premiumnutzer auf Distanz halten.

Eine ganze Reihe an Quartalsbilanzen kam heute auch aus dem SDAX. Constantin Medien legten um 1,4 Prozent zu. Der Medienkonzern konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten. CENTROTEC Sustainable verbilligten sich derweil um 0,9 Prozent. Der Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen leichten Umsatzanstieg. Beim operativen Ergebnis legte man ebenfalls zu. Wacker Neuson (Wacker Neuson SE) gaben indes um 1,9 Prozent nach. Der Baugeräte- und Kompaktmaschinenhersteller musste im dritten Quartal aufgrund eines schwachen Europa-Geschäfts einen kräftigen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz stieg indes moderat.

Besser lief es für die NORMA Group . So wartete man in den ersten drei Quartalen mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg auf. Die Anteilsscheine des Spezialisten für hochentwickelte Verbindungstechnik gewannen 0,5 Prozent an Wert. Schlechter erging es derweil dem Werbespezialisten Ströer Out-of-Home Media (Stroeer Out-of-Home Media). So verzeichnete man in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen deutlichen Rückgang beim bereinigten Periodenergebnis. Der Titel fiel um 0,6 Prozent.

Die Immobiliengesellschaft DIC Asset musste ferner in den ersten neun Monaten 2012 einen Gewinnrückgang ausweisen, sieht sich aber auf gutem Weg, die gesetzten Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Der Titel gab um 1,2 Prozent nach. Biotest (Biotest vz) verzeichnete schließlich in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Das Papier sank um 2 Prozent.

DAX: 7.169,12 (+0,00 Prozent) MDAX: 11.296,97 (-0,19 Prozent) SDAX: 4.973,16 (-0,62 Prozent) TecDAX: 805,33 (-0,19 Prozent) (13.11.2012/ac/n/m)

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