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12.12.2011 18:09

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Börse Frankfurt Schluss: Tief im Minus, Commerzbank unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Leitbörsen beendeten den ersten Tag der neuen Handelswoche mit deutlichen Verlusten. Hintergrund für die schlechte Stimmung waren unter anderem negative Kommentare der US-Ratingagentur Moody´s. Diese hatte sich in einem Kommentar zum EU-Finanzministertreffen mit den am Wochenende gefassten Beschlüssen unzufrieden gezeigt und eine Überprüfung der Kreditratings aller Euro-Staaten für das erste Quartal 2012 angekündigt. Der DAX verlor zuletzt 3,36 Prozent auf 5.785,43 Punkte. Der MDAX gab um 2,39 Prozent ab auf 8.558,94 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 1,89 Prozent nach unten auf 4.287,33 Zähler, während der TecDAX um 2,04 Prozent auf 665,60 Punkte nachgab. Der Bund Future gewann zuletzt 0,89 Prozent auf 136,58 Zähler, während der Euro um 1,17 Prozent auf 1,3213 Dollar verliert.

An der Wall Street notieren die wichtigsten US-Indizes zur Stunde mit bis zu 1,75 Prozent im Minus. Am morgigen Dienstag steht in Deutschland unter anderem die Veröffentlichung der Zahlen zur ZEW-Konjunkturerwartung für Dezember auf der Agenda. In den USA werden der Einzelhandelsumsatz, die Lagerbestände sowie die Ergebnisse der Ratssitzung der Federal Reserve Bank (FOMC Meeting) bekannt gegeben.

Am unteren Ende des Dax waren heute vor allem Finanz- und Versicherungswerte zu finden. So verbilligten sich die Commerzbank am unteren Ende um 7,8 Prozent. Abschläge in ähnlicher Größenordnung waren bei der Allianz (-6,5 Prozent) und der Deutschen Bank (-5,5 Prozent) auszumachen.

Schwer angeschlagen präsentierten sich auch die Energieversorger RWE und E.ON (EON): Einem Medienbericht zufolge treibt der Konzern den Abbau von weltweit bis zu 11 000 der 80 000 Arbeitsplätze voran: In Deutschland sollen demnach Deutschland bis zu 3.000 Beschäftigte in den Vorruhestand gehen, bis zu 2.500 Beschäftigte sollen in eine Transfergesellschaft wechseln, und 500 Stellen sollen durch das Auslaufen befristeter Verträge wegfallen. Ein E.ON-Sprecher sagte "Die Größenordnung des Stellenabbaus in Deutschland wird bei rund 6000 liegen." Zugleich betonte er: "Wie viele Arbeitsplätze über welches Instrument abgebaut werden, lässt sich noch nicht sagen." Heute kommt in Düsseldorf der Aufsichtsrat des größten deutschen Energiekonzerns zusammen, um über das "E.ON 2.0" genannte Sparprogramm zu beraten. Bereits im August hatte E.ON-Chef Johannes Teyssen den Abbau von 11.000 Stellen angekündigt, seitdem wird an den Details gearbeitet. Zuletzt verlor der Wert 4,6 Prozent. Konkurrent RWE gab 4,3 Prozent ab.

Bayer (Bayer) lagen derweil mit 3,3 Prozent im Minus: Vorstandschef Marijn Dekkers erwartet laut einem Interview sowohl im Pharma- als auch im Kunststoffgeschäft sinkende Gewinnspannen. Abschläge von 4,7 Prozent waren bei ThyssenKrupp auszumachen: Am Morgen hatte der Konzern verkündet, dass man einen Käufer für die Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss gefunden habe. Papiere der Deutschen Post AG (Deutsche Post) gaben um 1,3 Prozent ab. Der Brief- und Logistikkonzern könnte einem Medienbericht zufolge angesichts seiner starken Finanzausstattung die Ausschüttung einer Sonderdividende ins Auge fassen. Gefragt waren in einem fast durchweg negativen Handelsumfeld Papiere von Henkel, die mit einem geringfügigen Aufschlag von 0,2 Prozent als einziger Wert im Plus lagen.

Im MDAX präsentierte sich die Aktien von SGL CARBON und Douglas mit moderaten Zugewinnen von 0,7 Prozent bzw. 0,6 Prozent an der Spitze. Anteilscheine von HOCHTIEF gaben knapp 6 Prozent ab und bewegten sich damit auf dem vorletzten Platz. Zuvor hatte der Konzern bekannt gegeben, dass die australische Tochter Leighton zwei weitere Aufträge an Land gezogen hat. Unternehmensangaben vom Montag zufolge errichtet die Leighton-Tochter John Holland in Westaustralien Unterkünfte für 3.800 Arbeiter eines vom Energiekonzern Chevron betriebenen Gasförderprojekts. Die Arbeiten sollen sofort beginnen und im zweiten Quartal 2014 abgeschlossen sein. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 370 Mio. Australische Dollar (AUD). Zudem wurde die Leighton-Tochter Thiess mit dem Bau eines Tunnel zur Verlegung von Stromkabeln in Sydney beauftragt. Hierbei liegt der Auftragswert bei 140 Mio. AUD. Die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport verlor 4 Prozent an Wert: Am Morgen hatte der Konzern einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der beförderten Passagiere ausgewiesen.

Im TecDax konnten sich Stratec und SMA Solar mit Zugewinnen zwischen 0,4 Prozent und 0,6 Prozent an der Spitze behaupten. 1,8 Prozent schwächer präsentierte sich SINGULUS TECHNOLOGIES (Singulus Technologies): In einem Interview hatte der Finanzchef Markus Ehret für das laufende Fiskaljahr einen leichten Nettogewinn in Aussicht gestellt. Deutlicher unter Druck standen Anteilsscheine von XING, die fast 10 Prozent abgaben und damit das Indexende markierten. Nordex und QSC gaben auf den vorletzten Plätzen jeweils über 5 Prozent ab.

DAX: 5.785,43 (-3,36 Prozent) MDAX: 8.558,94 (-2,39 Prozent) SDAX: 4.287,33 (-1,89 Prozent) TecDAX: 665,60 (-2,04 Prozent) (12.12.2011/ac/n/m)

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