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06.01.2012 18:09

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Börse Frankfurt Schluss: Uneinheitlich, Deutsche Bank unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten deutschen Aktienindizes heute zunächst mehrheitlich im grünen Bereich notierten, trübte sich die Stimmung am Nachmittag etwas ein. Hierzu trugen insbesondere die schwächeren Auftragseingänge der Industrie bei. Der DAX verlor zuletzt 0,62 Prozent auf 6.057,92 Punkte. Der MDAX legte um 0,49 Prozent zu auf 9.215,68 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,66 Prozent nach unten auf 4.435,60 Zähler, während der TecDAX um 0,83 Prozent auf 713,05 Punkte anzog. Der Bund Future gewann zuletzt 0,18 Prozent auf 138,85 Zähler, während der Euro um 0,53 Prozent auf 1,2724 Dollar nachgab.

Die wichtigsten US-Indizes notieren zur Stunde kaum verändert. Am kommenden Montag stehen in Deutschland die Zahlen zum deutschen Außenhandel sowie zur Produktion im produzierenden Gewerbe für November auf der Agenda.

Der Auftragseingang in der Industrie hat sich im November 2011 reduziert. Dies gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Berlin heute bekannt. Nach vorläufigen Angaben sanken die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 4,8 Prozent. Im Vormonat waren sie hingegen um 5,0 Prozent gestiegen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen November unterdurchschnittlich. Spiegelbildlich zum Vormonat nahmen insbesondere die Bestellungen aus dem Ausland um 7,8 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem Inland verringerten sich um 1,1 Prozent.

Der Preisindex für Wohngebäude in Deutschland ist im November 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit beschleunigtem Tempo angewachsen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Baupreisindex für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk, einschließlich Umsatzsteuer) um 2,9 Prozent, nach 2,9 Prozent in der letzten Veröffentlichung vom August 2011. Von August 2011 auf November 2011 erhöhte sich der Preisindex um 0,3 Prozent.

Volkswagen (Volkswagen vz) gaben heute um 1,7 Prozent ab. Die Marke Volkswagen Pkw hat nach Angaben des Unternehmens das Gesamtjahr 2011 mit einer neuen Bestmarke abgeschlossen. So wurden erstmals in zwölf Monaten 5,1 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt ausgeliefert. Das war ein Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hierbei wurden in China (inkl. Hongkong) erstmals mehr als 1,72 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, ein Zuwachs um 13,8 Prozent. In den USA übergab Volkswagen 324.400 (+26,3 Prozent) Autos an Kunden, in Russland lagen die Auslieferungszahlen mit 118.000 Einheiten sogar 100,4 Prozent über denen des Vorjahres. In Indien konnte die Marke 76.100 (+151,0 Prozent) Fahrzeuge ausliefern. Wie indes bereits gestern bekannt gegeben wurde, konnte Daimler im Jahr 2011 mit einem Absatzrekord bei Mercedes-Benz aufwarten. So verkaufte Mercedes-Benz Cars 2011 so viele Fahrzeuge wie nie zuvor in einem Jahr. Insgesamt wurden 1.362.908 Pkw der Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach an Kunden übergeben, das sind rund 77.000 Einheiten mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007 mit 1.285.900 Einheiten. Auch für die Marke Mercedes-Benz war 2011 das beste Verkaufsjahr der Unternehmensgeschichte. Mit 1.260.912 abgesetzten Einheiten und einem Zuwachs von 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurde der bisherige Rekordabsatz von 2007 (1.185.200 Einheiten) deutlich übertroffen. Der Titel gab um 1,1 Prozent nach.

Die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) hat unterdessen enttäuschende Geschäftszahlen ihrer Tochter Clearstream für Dezember 2011 veröffentlicht. Wie der Börsenbetreiber mitteilte, sank der Wert des im Kundenauftrag verwahrten Vermögens um 4 Prozent auf 10,9 Bio. Euro, nach 11,3 Bio. Euro im Vorjahresmonat. Die von Clearstream im Rahmen des internationalen Geschäfts verwahrten Wertpapiere blieben unverändert bei 5,9 Bio. Euro. Die Unternehmensaktie schloss heute mit einem Plus von 0,6 Prozent. Die Gewinnerliste im Dax wurde heute von K+S mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent angeführt, während sich die Anleger vornehmlich von den Papieren der Deutschen Bank trennten, die sich am Indexende um 3,5 Prozent verbilligten.

QIAGEN (QIAGEN) führt das automatisierte Probenvorbereitungssystem QIAensemble Decapper in den Markt ein. Dieses Automationssystem erleichtert nach Konzernangaben die Aufbereitung von Dünnschichtzytologie-Proben sowie zahlreicher anderer flüssiger Probenmaterialien, die weltweit in klinischen Labors verarbeitet werden. Die Aktie des Biotech-Konzerns rückte um 1,6 Prozent vor. An der Spitze des TecDax schossen MorphoSys im Zuge von Übernahmespekulationen um rund 10 Prozent nach oben.

Im SDAX schlossen comdirect bank nach Monatszahlen für Dezember 2011 auf Vortagesniveau. Die Kundengesamtzahl der comdirect Gruppe erhöhte sich Ende Dezember auf 2.630.525 (November: 2.579.913). Es wurden 1.683.301 Wertpapierdepots geführt (November: 1.696.746), und das betreute Kundengesamtvermögen lag im Dezember bei 41,59 Mrd. Euro (November: 41,08 Mrd. Euro).

DAX: 6.057,92 (-0,62 Prozent) MDAX: 9.215,68 (+0,49 Prozent) SDAX: 4.435,60 (-0,66 Prozent) TecDAX: 713,05 (+0,83 Prozent) (06.01.2012/ac/n/m)

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