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11.01.2012 18:12

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Börse Frankfurt Schluss: Uneinheitlich, METRO unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Investoren nahmen heute an den deutschen Aktienmärkten ein paar Gewinne mit, nachdem die wichtigsten deutschen Indizes gestern massive Zugewinne verzeichnen konnten. Die Grundstimmung am Markt blieb nach guten BIP-Daten positiv. Der DAX verlor zuletzt 0,17 Prozent auf 6.152,34 Punkte. Der MDAX legte um 0,86 Prozent zu auf 9.469,64 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,06 Prozent nach oben auf 4.447,58 Zähler, während der TecDAX um 0,97 Prozent auf 713,54 Punkte nach oben kletterte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,41 Prozent auf 139,30 Zähler, während der Euro um 0,64 Prozent auf 1,2672 Dollar zurückfiel.

Die wichtigsten US-Indizes notieren zur Stunde mit bis zu 0,30 Prozent im Minus. Morgen stehen in Deutschland die Großhandelspreise für November und die endgültigen Zahlen zum deutschen Verbraucherpreisindex und HVPI für Dezember auf der Agenda. Ferner werden das Sitzungsergebnis des geldpolitischen Rates der Europäischen Zentralbank sowie die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe für die Vorwoche gemeldet.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen, jedoch mit etwas geringerem Tempo als noch im Vorjahr. Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,0 Prozent höher als im Vorjahr. Im Jahresverlauf 2011 wurde auch das Vorkrisenniveau beim preisbereinigten BIP wieder überschritten. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Bei kalenderbereinigter Betrachtung ergibt sich im Jahr 2011 ebenfalls eine Wachstumsrate von 3,0 Prozent. Der Staatssektor wies im Jahr 2011 nach noch vorläufigen Berechnungen ein moderates Finanzierungsdefizit in Höhe von 26,7 Mrd. Euro auf. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus eine Defizitquote von 1,0 Prozent.

Einem Pressebericht zufolge droht der geplante Zusammenschluss von Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) und NYSE Euronext am Widerstand der EU-Kommission zu scheitern. Wie es heißt, haben die Experten von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia eine Ablehnung in der geplanten Form empfohlen. Kritisch sehen sie insbesondere die dominierende Marktstellung des fusionierten Börsenbetreibers bei Derivaten und fordern hier weitere Zugeständnisse. Die Titel der Deutschen Börse verschlecherten sich um 0,6 Prozent. E.ON (EON) verloren 1,3 Prozent an Wert. Der Energieversorger und MPX, das für das Energiegeschäft verantwortliche Tochterunternehmen des brasilianischen Konzerns EBX, haben eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Venture abgeschlossen. Die strategische Partnerschaft sieht Investitionen im brasilianischen und chilenischen Energiemarkt vor.

Die Konzerngesellschaften der Deutschen Lufthansa (Deutsche Lufthansa) haben im Jahr 2011 einen Rekord bei der Zahl der beförderten Fluggäste erzielt. Wie die Airline mitteilte, entschieden sich insgesamt 106,3 Millionen Fluggäste für einen Flug mit den Gesellschaften Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, bmi oder Germanwings. Dies entspricht einer Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anteile der Deutschen Lufthansa reagierten mit einem Kursplus von 2,8 Prozent.

Daneben ging es für Beiersdorf um 1,8 Prozent nach unten, nachdem der Konsumgüterkonzern seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr 2011 bestätigt hat. Siemens notieren mit 0,4 Prozent im Minus, nachdem der Technologiekonzern heute mitteilte, dass Siemens VAI Metals Technologies vom brasilianischen Stahlerzeuger Gerdau beauftragt wurde, das Stabwalzwerk am Standort Mogi das Cruzes für die Produktion von Flachstäben aufzurüsten. Deutsche Post verbesserten sich schließlich um 0,2 Prozent. Der Logistikkonzern und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben im Ergebnis der zweiten Verhandlungsrunde der Lohntarifverhandlungen 2012 eine erste Teileinigung erreichen können. Die Gewinnerliste im Dax wurde von Commerzbank mit einem Aufschlag von 5,1 Prozent angeführt, während METRO als Schlusslicht um 3,3 Prozent nachgaben.

Im MDAX richtete sich der Fokus der Investoren heute auf die Aktie von Douglas Holding (DOUGLAS), für die es am Indexende um 9,8 Prozent nach unten ging. Der Einzelhandelskonzern meldete heute, dass er im Geschäftsjahr 2010/11 eine zufriedenstellende Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis verzeichnen konnte. Der Buchbereich wurde jedoch vom Strukturwandel beeinflusst. Bei der Dividende ist eine Ausschüttung auf Vorjahresniveau geplant. So erhöhte sich der Konzernumsatz um 1,7 Prozent auf 3,38 Mrd. Euro. Zuvor hatte sich Douglas eine Umsatzsteigerung zwischen 2 und 4 Prozent zum Ziel gesetzt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte mit 137,8 Mio. Euro (Vorjahr: 131,2 Mio. Euro) das Ergebnisziel von knapp 140 Mio. Euro. Die EBT-Marge stieg auf 4,1 Prozent, nach 4,0 Prozent im Vorjahr. Der Jahresüberschuss belief sich auf 87,0 Mio. Euro, im Vergleich zu 76,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2009/10. Das positive Weihnachtsgeschäft bildet indes nach Konzernangaben eine gute Basis für den weiteren Verlauf des neuen Geschäftsjahres.

Evotec (Evotec) legten um 0,9 Prozent zu. Der Biotech-Konzern verlautbarte, dass seine Forschungsallianz mit Boehringer Ingelheim einen Meilenstein erreicht hat, der eine Zahlung in Höhe von 2,5 Mio. Euro auslöst. Daneben rücken Bechtle um 0,5 Prozent vor. Der IT-Dienstleister baut seinen Geschäftsbereich Software und Anwendungslösungen weiter aus und akquiriert die Redmond Integrators GmbH.

PATRIZIA Immobilien (Patrizia Immobilien) teilte heute mit, dass man im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 die selbst prognostizierten Verkaufszahlen übertroffen hat. Insgesamt wurden 1.842 Wohn- und Gewerbeeinheiten veräußert und damit 2,2 Prozent mehr als 2010. Zudem wurde die Ergebnisprognose bestätigt. Die Aktie des Immobilienkonzerns gewann im SDAX 4,2 Prozent an Wert.

DAX: 6.152,34 (-0,17 Prozent) MDAX: 9.469,64 (+0,86 Prozent) SDAX: 4.447,58 (+0,06 Prozent) TecDAX: 713,54 (+0,97 Prozent) (11.01.2012/ac/n/m)

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