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14.01.2011 18:14

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Börse Frankfurt Schluss: Uneinheitlich, ThyssenKrupp unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Aktienmärkte konnten heute nach gemischten US-Konjunkturdaten im Zuge sich verbessernder US-Indizes ihre zwischenzeitlichen Abschläge abbauen und gingen mit uneinheitlicher Tendenz ins Wochenende. Der DAX stieg um 0,01 Prozent auf 7.075,70 Punkte. Der MDAX legte um 0,09 Prozent zu auf 10.301,05 Stellen. Für den SDAX ging es um 0,31 Prozent nach unten auf 5.165,63 Zähler. Der TecDAX verschlechterte sich um 0,14 Prozent auf 879,80 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,10 Prozent auf 124,77 Zähler, während der Euro 0,16 Prozent auf 1,3330 Dollar nachgab.

Die Inflation in Deutschland hat sich im Dezember 2010 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. So erhöhte sich die Inflationsrate auf 1,7 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 1,5 Prozent im November 2010 und 0,9 Prozent im Dezember 2009. Ferner veröffentlichte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel für Dezember 2010 einen erneuten Rückgang bei den Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU27). So verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 3,2 Prozent auf 1.009.638 Einheiten. Im Gesamtjahr 2010 fiel die Zahl um 5,5 Prozent auf 13.360.599 Einheiten. Für Deutschland wurde ein Zuwachs um 6,9 Prozent auf 230.371 Neuzulassungen gemeldet. Im Zwölf-Monats-Zeitraum ergab sich ein Minus von 23,4 Prozent auf 2.916.260 Pkw.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine positive Tendenz ab. Die wichtigsten US-Indizes liegen derzeit mit bis zu 0,3 Prozent im Plus. Am Montag werden aus Deutschland Angaben zu den Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe für November erwartet.

Im Dax standen unter anderem die Papiere von ThyssenKrupp im Blick. Der Finanzvorstand Dr. Alan Hippe wird das Unternehmen mit Ablauf des 31. März 2011 auf eigenen Wunsch verlassen, um sich einer neuen beruflichen Aufgabe zu stellen. Die Aktie verbilligt sich heute als schwächster Wert im DAX um 3,2 Prozent. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Volkswagen (Volkswagen vz), Ferdinand Piëch, hat indes einen Verkauf der Nutzfahrzeugbauer MAN und Scania (Scania AB (B)) an den italienischen Fahrzeugbauer Fiat S.p.A. ausgeschlossen. Während Volkswagen annähernd auf Vortagesniveau aus den Handel gingen, gaben MAN um 0,7 Prozent nach. Negative Nachrichten gab es zu K+S . Das Unternehmen gab bekannt, dass bei Montagearbeiten einer Fremdfirma im Förderschacht des Kaliwerkes Sigmundshal während der Betriebspause über den Jahreswechsel Teile der Schachtfördereinrichtung beschädigt wurden. Mit der Beseitigung der Schäden sei unverzüglich begonnen worden. Nach aufwändigen und schwierigen Untersuchungen habe sich ergeben, dass es infolge der anhaltenden Reparaturarbeiten aus heutiger Einschätzung noch bis Anfang Februar zu erheblichen Einschränkungen bei der Produktion kommen werde. Der Titel verschlechterte sich um 1,8 Prozent. BASF hat ferner mit Irgacure 270 einen technologischen Durchbruch bei der Entwicklung kationischer Fotoinitatoren für den Verpackungsdruck erzielt. Die Aktie gibt um 1,5 Prozent nach. Die zur Münchener Rück (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) gehörende ERGO Versicherungsgruppe stärkt ihre Position in Asien. So gründet ERGO in China mit der Shandong Stateowned Assets Investment Holding Co. (SSAIH) ein Joint Venture für Lebensversicherungen, das seinen Sitz in der Provinz Shandong haben wird. Die Aktie legt um 0,1 Prozent zu. Die stärksten Aufschläge kann heute der Anteilsschein der Deutschen Börse mit einem Zuwachs von 4,4 Prozent verzeichnen.

Fraport meldete sich mit Passagierzahlen für das Jahr 2010 zu Wort. Den Angaben zufolge wurden 2010 in Frankfurt gut 53 Millionen Passagiere gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von 4,1 Prozent. In der Luftfracht bilanziert der Airport mit 2.231.348 Tonnen einen Zuwachs von 21,5 Prozent und erzielte damit einen neuen Rekordwert. Konzernweit schloss Fraport das Jahr 2010 mit einer Gesamtpassagierzahl von 88.553.426 und einer Steigerungsrate von 8,9 Prozent ab. Der Anteilsschein gibt heute um 0,8 Prozent nach. Indes verteuerten sich HOCHTIEF um 0,6 Prozent. Bei der Übernahmeschlacht um den deutschen Baukonzern HOCHTIEF scheint es noch einmal spannend zu werden. Einem Pressebericht zufolge könnten die Pläne des spanischen Baukonzerns ACS zur Übernahme des deutschen Baukonzerns noch in letzter Minute scheitern. Aktienrechtler jedenfalls geben HOCHTIEF noch immer eine Chance. Denn durch das sogenannte "Trading over Control" könnten die Spanier am Ende doch noch unter die 30-Prozent-Marke fallen - und das Übernahmeangebot damit scheitern. Beim Trading over Control kaufen Investoren diejenigen Aktien, die ACS während der Angebotsfrist von tauschwilligen Aktionären angedient wurden. Als bester Wert im MDAX legten RHÖN-KLINIKUM um 4,9 Prozent zu, während am Indexende HUGO BOSS 3,4 Prozent einbüßten.

Aus dem TecDax gab es heute deutlich negative Nachrichten von Conergy . Der Vorstand des Solartechnikkonzerns hat angezeigt, dass ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist. Die Aktie gab als schwächster Wert im TecDAX um 5,4 Prozent nach. Indes verloren Drägerwerk (Draegerwerk vz) nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 3,1 Prozent an Wert. So lag der Konzernumsatz nach vorläufigen Berechnungen im Fiskaljahr 2010 bei 2,2 Mrd. Euro, nach 1,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Ferner erreichte die EBIT-Marge das obere Ende der Prognose von 8 bis 9 Prozent. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 9 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. An der Indexspitze verteuern sich heute Dialog Semiconductor um 2,5 Prozent.

GERRY WEBER (GERRY WEBER International) verlautbarte, dass sich die positive Umsatzentwicklung im Retail-Bereich in den ersten beiden Monaten des laufenden Fiskaljahres (November und Dezember) weiter fortgesetzt hat. So lagen die Umsatzerlöse im Retail-Bereich bei 32,7 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 24,4 Prozent entspricht. Flächenbereinigt erhöhte sich der Umsatz der eigenen HOUSES of GERRY WEBER im Kernland Deutschland um fast 8 Prozent like-to-like. Die Aktie verbilligte sich um 2,1 Prozent. Ferner geben Highlight Communications um 2,6 Prozent nach. Die zum schweizerischen Medienkonzern gehörende T.E.A.M. Marketing gab am heute eine Weiterführung der erfolgreichen Marketingkooperation mit der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Rahmen des Eurovision Song Contests bis 2015 bekannt. Im SDAX rückten als bester Wert PATRIZIA Immobilien um 4 Prozent vor, während am Ende Sixt 4,7 Prozent an Wert verloren.

DAX: 7.075,70 (+0,01 Prozent) MDAX: 10.301,05 (+0,09 Prozent) SDAX: 5.165,63 (-0,31 Prozent) TecDAX: 879,80 (-0,14 Prozent) (14.01.2011/ac/n/m)

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