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14.11.2012 18:01

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Börse Frankfurt Schluss: Verluste, Infineon im Höhenflug

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte notierten im Mittwochhandel in der Verlustzone. Im Blickfeld der Investoren stand dabei die nach wie vor laufende Berichtssaison. Der DAX verlor zuletzt 0,94 Prozent auf 7.101,92 Punkte. Der MDAX gab um 0,44 Prozent nach auf 11.246,85 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,31 Prozent nach unten auf 4.957,52 Zähler, während der TecDAX um 0,35 Prozent auf 802,55 Punkte nachgab. Der Bund Future verlor zuletzt 0,14 Prozent auf 143,17 Zähler, während der Euro um 0,26 Prozent auf 1,2742 Dollar gewann.

An der Wall Street notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,43 Prozent im Minus. Am Donnerstag stehen in den USA konjunkturseitig die Verbraucherpreise, der NY Empire State Index, der Philadelphia Fed Index und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda. In Deutschland werden die Zahlen zur Erwerbstätigkeit des dritten Quartals gemeldet.

Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen im September nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Beschäftigungszuwachs aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 93.000 Personen bzw. 1,8 Prozent auf 5,3 Millionen per Ende September. Damit setzte sich die seit Januar 2011 anhaltende Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort.

Infineon (Infineon Technologies) legten heute als Spitzenreiter im Dax um 5,9 Prozent zu. Der Technologiekonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verbucht. Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Infineon bei einem unterstellten Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar von 1,25 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz. Ferner rechnet man für 2013 unter Einbezug aller bereits beschlossenen Kostensenkungsmaßnahmen mit einer Segmentergebnis-Marge in Höhe eines mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatzes vom Umsatz. RWE notierten zuletzt kaum verändert. Der Energieversorger hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres angesichts eines leichten Umsatzwachstums deutlich verbessert. Die Ergebnisprognose für 2012 wurde leicht angehoben. Daneben ging es für E.ON nach dem gestrigen massiven Kurseinbruch heute am Ende des DAX um 3,1 Prozent nach unten.

BASF (BASF) fielen um 0,7 Prozent. Der Chemiekonzern hat mit dem russische Erdgaskonzern Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) den Tausch von wertgleichen Unternehmensteilen vereinbart. Des Weiteren fuhren Volkswagen (Volkswagen vz) mit einem Abschlag von 0,6 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern verlautbarte, dass die Marke ?KODA im Oktober einen Absatzanstieg zu verzeichnen hatte. Siemens verschlechterten sich unterdessen um 2,2 Prozent. Der Industriekonzern hat einen weiteren Auftrag erhalten. So wird Siemens die Signaltechnik und das Zugbeeinflussungssystem für den 21 Kilometer langen Crossrail-Tunnel in London liefern und die Nahverkehrsstrecke an das Fernstreckennetz der britischen Eisenbahngesellschaft Network Rail anbinden. Das Gesamtauftragsvolumen beläuft sich den Angaben zufolge auf rund 60 Mio. Euro.

Auch aus dem MDAX wurden heute bereits wieder Quartalsbilanzen veröffentlicht. Mit seinem Zahlenausweis überzeugen kann der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland . So hat man den Umsatz im dritten Quartal deutlich steigern können. Gleichzeitig wurde der Verlust deutlich reduziert. Neben den gestiegenen Kundenzahlen profitierte man u. a. von einem Anstieg der durchschnittlichen Kundenerlöse (ARPU). Im Anschluss wurde der Ausblick bestätigt. Der Titel rückte als Spitzenreiter im MDAX um 8,9 Prozent vor. Derweil meldet Celesio einen Beteiligungsverkauf. So veräußert man die irische Pharmagroßhandelstochter Cahill May Roberts Ltd. (inklusive Movianto Irland) an Uniphar, ein irisches Pharmagroßhandels- und Pharmalogistikunternehmen mit Sitz in Dublin. Der Kaufpreis beläuft sich auf 49,9 Mio. Euro. Ferner musste Celesio für die ersten neun Monate 2012 ein negatives Ergebnis ausweisen, während man beim Umsatz leicht zulegte. Die Ertragsprognose für das laufende Jahr wurde erneut bestätigt. Die Aktie fiel um 1,7 Prozent.

Bilfinger (Bilfinger SE) steigerte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres seine Gesamtleistung leicht. Besonders deutlich nahm die Leistung in den Segmenten Industrial und Power zu. Der Auftragseingang erhöhte sich ebenfalls durch Zuwächse in diesen Geschäftsfeldern. Beim Konzernergebnis musste man allerdings einen Rückgang ausweisen. Die Anteilsscheine des Baukonzerns verbesserten sich um 4,2 Prozent. Schlechter lief es indes für den Stahl- und Technologiekonzern Salzgitter . Der Außenumsatz konnte zwar erhöht werden. Beim Ergebnis rutschte man aber in die roten Zahlen. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem mindestens stabilen Umsatz und erwartet nunmehr ein in etwa ausgeglichenes Vorsteuerergebnis. Die Aktie verlor 3,6 Prozent an Wert.

Für Aktien von EADS ging es heute um 1,3 Prozent nach unten, nachdem der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete, dass ein chinesischer Kunde einen Airbus ACJ319 mit der treibstoffsparenden Sharklet-Option bestellt hat. Schließlich hat GEA Group seine Marktposition im Bereich der Milchviehhaltung durch die Übernahme der in Neuseeland ansässigen Milfos International Group verstärkt. Finanzielle Einzelheiten der Übernahme wurden nicht bekannt gegeben. Das Papier gab um 0,7 Prozent nach.

Im TecDax standen die Anteilsscheine von SolarWorld mit einem Minus von 10,6 Prozent als schwächster Wert im Blickfeld der Anleger. Der Solartechnikkonzern hat in den ersten neun Monaten 2012 einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnet. Für das Gesamtjahr erwartet man einen Umsatz deutlich unter Vorjahresniveau, und das operative Ergebnis wird klar negativ ausfallen. Indes weitet man die Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit aus. Daneben verschlechterten sich Wirecard um 0,9 Prozent. Der Bezahldienstleister hat im abgelaufenen Quartal Umsatz und Gewinn erhöht. Für das Geschäftsjahr 2012 konkretisiert der Vorstand seine bisherige EBITDA-Prognose von 103 bis 115 Mio. Euro auf 106 bis 113 Mio. Euro.

MLP (MLP) verteuerten sich im SDAX um 2,1 Prozent. Der Finanzdienstleister wartete im dritten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg auf. Bei den Gesamterlösen legte man ebenfalls zu. H&R (H&R) geben daneben um 1 Prozent nach. Der Konzern erhöhte im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn. Der Umsatz sank indes leicht. Derweil rückten BAUER (Bauer) um 3,1 Prozent vor. Der Bau- und Maschinenbaukonzern musste in den ersten drei Quartalen angesichts hoher Einmaleffekte einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Im Anschluss wurde die Prognose für das laufende Fiskaljahr jedoch bestätigt. Die Marktforschungsgruppe GfK (GfK SE) wies ferner im dritten Quartal angesichts der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Gewinnrückgang aus. Der Titel verteuerte sich daraufhin um 0,5 Prozent.

DAX: 7.101,92 (-0,94 Prozent) MDAX: 11.246,85 (-0,44 Prozent) SDAX: 4.957,52 (-0,31 Prozent) TecDAX: 802,55 (-0,35 Prozent) (14.11.2012/ac/n/m)

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