15.11.2012 18:11
Bewerten
 (0)

Börse Frankfurt Schluss: Verluste, Merck gesucht

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte tendierten im Donnerstaghandel schwächer und knüpften damit an ihre negative Vortagesperformance an. Dabei drückten auch die negativen Vorgaben von der Wall Street auf die Kauflaune der Investoren. Im Blickfeld der Investoren standen neben Konjunkturdaten auch noch einige Quartalsbilanzen. Der DAX verlor zuletzt 0,82 Prozent auf 7.043,42 Punkte. Der MDAX gab um 1,56 Prozent nach auf 11.071,48 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 1,00 Prozent nach unten auf 4.907,85 Zähler, während der TecDAX um 0,98 Prozent auf 794,71 Punkte nachgab. Der Bund Future verlor zuletzt 0,12 Prozent auf 143,20 Zähler, während der Euro um 0,41 Prozent auf 1,2780 Dollar gewann.

An der Wall Street notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,45 Prozent im Minus. Am Freitag stehen in den USA konjunkturseitig die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung für Oktober auf der Agenda.

Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, die Dynamik lässt aber nach. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - im dritten Quartal 2012 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach Zuwächsen von 0,3 Prozent im zweiten Quartal und 0,4 Prozent im Vorjahresquartal. Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP um 0,4 Prozent, nach Zuwächsen von 0,5 Prozent im Vorquartal und 2,6 Prozent im dritten Quartal 2011. Der vergleichsweise geringe Zuwachs ist wie schon im zweiten Quartal unter anderem einem Kalendereffekt geschuldet. Nach Kalenderbereinigung ergibt sich ein entsprechend stärkerer Anstieg des BIP von 0,9 Prozent. Unterdessen zog die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im dritten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahresquartal an. Nach vorläufigen Berechnungen hatten rund 41,71 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 360.000 Personen oder 0,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im zweiten Quartal hatte die Zuwachsrate noch 1,1 Prozent betragen.

Der ifo Weltwirtschaftsklimaindikator ist im vierten Quartal weiter gesunken. Dies geht aus den Ergebnissen des Ifo World Economic Survey (WES) hervor, die das ifo Institut für Wirtschaftsforschung heute vorlegte. Mit 82,4 Punkten lag der entsprechende Index unter dem Wert vom Vorquartal mit 85,1 Zählern aber über dem Vorjahresniveau von 78,7 Punkten. Im Einzelnen schrumpfte der Subindex zur Lage von 78,5 Zählern im Vorquartal auf 76,6 Zähler, während der Teilindex der Erwartungen auf 87,7 Punkte zurückging, nach zuvor 91,2 Punkten.

Merck konnten heute nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen im Dax um 1,3 Prozent zulegen und behaupteten sich damit an der Indexspitze. Der Pharmakonzern verlautbarte, dass sein Gewinn im dritten Quartal trotz eines starken Umsatzwachstums gesunken ist. Zurückzuführen war dies auf erhöhte Sondereinflüsse. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen konnte dagegen gesteigert werden. Angesichts der Performance im dritten Quartal 2012 passt Merck zudem seine Prognose für das Geschäftsjahr 2012 an. So geht man davon aus, im Konzern Gesamterlöse von 10,9 bis 11,0 Mrd. Euro sowie ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2,90 bis 2,95 Mrd. Euro zu erzielen. Schließlich verbuchten Volkswagen (Volkswagen vz) einen Abschlag von 0,6 Prozent. Die Nutzfahrzeugsparte des Automobilkonzerns konnte in den ersten zehn Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Absatzanstieg vorweisen. Am Indexende flogen Deutsche Lufthansa mit einem Wertverlust von 5,1 Prozent hinterher.

GSW Immobilien verloren im MDAX 2,3 Prozent an Wert. Der Konzern konnte nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten dieses Jahres das Vermietungs- und Bewirtschaftungsgeschäft erfolgreich gestalten und gleichzeitig den Expansionskurs fortsetzen. Das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung wurde deutlich erhöht. Beim operativen Ergebnis legte man ebenfalls zu, während das Konzernergebnis rückläufig war. Die für die Dividendenzahlung relevante Kennzahl FFO I (Funds from Operations, ohne Vertriebsergebnis) stieg dagegen in Folge der operativen Performance und des höheren Bestandes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich auf 50,0 Mio. Euro. Des Weiteren hat der Vorstand des Immobilienkonzerns mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine unbesicherte, nicht nachrangige Wandelanleihe in Höhe von rund 185 Mio. Euro und einer Laufzeit bis November 2019 zu begeben. Die Wandelschuldverschreibungen sind in rund 5,1 Millionen neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der GSW Immobilien AG wandelbar. Die rote Laterne wurde im MDAX von FUCHS PETROLUB mit einem Minus von 5,5 Prozent getragen, während gleichzeitig vorne RÖHN-KLINIKUM um 1,3 Prozent vorrückten.

Evotec (Evotec) ist mit der Haplogen GmbH eine Kooperationsvereinbarung zur Erforschung und Entwicklung niedermolekularer Wirkstoffe gegen virale Infektionskrankheiten eingegangen. Die Aktie des Biotechnologiekonzerns verschlechterte sich um 0,6 Prozent.

Zahlen gab es heute auch aus dem SDAX. SKW Stahl-Metallurgie liegt eigenen Angaben zufolge trotz der sich verschlechternden Rahmenbedingungen auch nach neun Monaten 2012 weiter auf einem soliden Kurs. Der Konzernumsatz zeigte sich leicht rückläufig. Das EBITDA lag ebenfalls unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Papier fiel um 1,3 Prozent. VTG verzeichnete unterdessen in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen leichten Umsatzanstieg. Der Gewinn war allerdings deutlich rückläufig. Für das laufende Fiskaljahr bestätigte man die im August konkretisierte Prognose. Der Titel verlor 3,1 Prozent an Wert.

Schließlich notierten Air Berlin zuletzt auf Vortagesniveau. Die Fluggesellschaft gab schon gestern ihre Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt. So konnte das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert werden. Beim Umsatz legte man daneben leicht zu.

DAX: 7.043,42 (-0,82 Prozent) MDAX: 11.071,48 (-1,56 Prozent) SDAX: 4.907,85 (-1,00 Prozent) TecDAX: 794,71 (-0,98 Prozent) (15.11.2012/ac/n/m)

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Merck KGaA

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Merck KGaA

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
16.10.2014Merck UnderweightBarclays Capital
14.10.2014Merck Holdequinet AG
29.09.2014Merck ReduceKepler Cheuvreux
25.09.2014Merck NeutralUBS AG
24.09.2014Merck kaufenDZ-Bank AG
24.09.2014Merck kaufenDZ-Bank AG
24.09.2014Merck buyCommerzbank AG
23.09.2014Merck buyDeutsche Bank AG
22.09.2014Merck buyS&P Capital IQ
19.09.2014Merck accumulateequinet AG
14.10.2014Merck Holdequinet AG
25.09.2014Merck NeutralUBS AG
23.09.2014Merck HaltenIndependent Research GmbH
23.09.2014Merck HoldWarburg Research
23.09.2014Merck HoldCommerzbank AG
16.10.2014Merck UnderweightBarclays Capital
29.09.2014Merck ReduceKepler Cheuvreux
12.08.2014Merck UnderweightBarclays Capital
14.07.2014Merck UnderweightBarclays Capital
16.05.2014Merck UnderweightBarclays Capital
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Merck KGaA nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt unter 9.000 Punkten -- 25 Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben -- US-Börsen leicht im Plus -- Ford, BASF, Amazon, Microsoft im Fokus

Apple will Beats-Musik-App in iTunes aufgehen lassen. Deutsche Bank leidet unter Rückstellungen. S&P hebt Bonitätsnote von Zypern an. Ryanair-Chef unterschreibt für fünf weitere Jahre. FMC besorgt sich 900 Millionen US-Dollar am Bondmarkt. Chiquita lässt Fyffes-Fusion platzen. Cameron: Werden Milliarden-Rechnung aus Brüssel nicht bezahlen.
Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

So platzieren sich die Deutschen

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Verkehrsminister Dobrindt erwägt scheinbar, die Pkw-Maut vorerst nur auf Autobahnen einzuführen. Was halten Sie von diesem Rückzieher?