Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten im Donnerstaghandel in der Verlustzone. Als Belastungsfaktor erwies sich dabei weiterhin die Unsicherheit bezüglich der Lösung der Probleme Griechenlands. Der DAX verlor zuletzt 0,09 Prozent auf 6.751,96 Punkte. Der MDAX gab um 0,54 Prozent nach auf 10.296,71 Stellen. Für den SDAX ging es derweil um 0,62 Prozent nach unten auf 4.989,81 Zähler, während der TecDAX um 1,05 Prozent auf 772,73 Punkte zurückfiel. Der Bund Future gab zuletzt 0,07 Prozent nach auf 138,98 Zähler, während der Euro um 0,05 Prozent auf 1,3047 Dollar verlor.
In den USA tendieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,39 Prozent im Plus. In Deutschland stehen morgen konjunkturseitig die Zahlen zu den deutschen Erzeugerpreisen für Januar 2012 und zu den Flugpassagieren für 2011 auf der Agenda. Ferner wird morgen die Leistungsbilanz der Eurozone für Dezember 2011 bekannt gegeben. Aus den USA werden die Verbraucherpreise für Januar 2012 gemeldet.
Siemens hat im Rahmen eines Konsortiums mit dem italienischen Kabelhersteller Prysmian (PrysmianAz) einen milliardenschweren Großauftrag erhalten. So wird Siemens Energy gemeinsam mit Prysmian eine Gleichstromleitung in der Irischen See installieren. Der Auftragswert für das Konsortium liegt den Angaben zufolge bei mehr als 1,1 Mrd. Euro. Auftraggeber sind der britische Netzbetreiber National Grid Electricity Transmission (NGET) und sein schottisches Pendant Scottish Power Transmission (SPT), die für das Projekt das Gemeinschaftsunternehmen NGET/SPT Upgrades Ltd. gegründet haben. Das Papier kletterte um 0,2 Prozent nach oben.
RWE gab bekannt, dass die RWE Dea UK am 8. Februar mit der ersten Feldesentwicklungsbohrung im Gasfeld Clipper South begonnen hat. Die erste Förderung aus dem Feld wird für Sommer 2012 erwartet. RWE legten zuletzt um 1,9 Prozent zu und behaupteten sich damit an der Spitze des DAX. Die Aktien des Konkurrenten E.ON notierten mit 0,3 Prozent knapp in der Gewinnzone. Am größten fielen im Dax gleichzeitig die Abschläge bei K+S und Fresenius Medical Care mit 2,0 bzw. 3,2 Prozent aus.
Im MDAX standen die Aktien von Kabel Deutschland Holding mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent im Blick. Der Kabelnetzbetreiber konnte in den ersten neun Monaten (1. April bis 31. Dezember 2011) des Geschäftsjahres 2011/2012 von der guten Nachfrage nach Premium TV- und Breitbandprodukten profitieren und erzielte erhebliche Steigerungen bei Abonnements, Umsatz und Ergebnis. So wuchsen die Umsatzerlöse im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 5,6 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro. Der Gewinn nach Steuern betrug 99,9 Mio. Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum wies man noch einen Nettoverlust von 45,1 Mio. Euro auf.
Im TecDax verteuerten sich PSI um 0,5 Prozent. Der Konzern konnte einen weiteren Auftrag vermelden. So wurde die Tochter PSI Transcom GmbH von der HanseCom GmbH als Generalunternehmer mit der Lieferung, Installation und Inbetriebnahme des Betriebshofmanagementsystems PSItraffic für die Hamburger Hochbahn AG beauftragt. Nachdem das Pflichtenheft erfolgreich fertiggestellt wurde, hat die Systemumsetzung bereits begonnen. Indes hat Evotec mit IR Pharma eine Partnerschaft im Bereich Atemwegserkrankungen geschlossen. Im Rahmen der exklusiven strategischen Allianz wollen beide Unternehmen integrierte Wirkstoffforschungslösungen im Bereich der Atemwegserkrankungen für Pharma- und Biotechnologieunternehmen anbieten. Das Papier legte um 1,2 Prozent zu.
comdirect bank (comdirect bank) verteuerten sich heute um 1,4 Prozent. Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 das bisher höchste Vorsteuerergebnis in der Firmengeschichte erzielt. So lag das Vorsteuerergebnis bei 108,1 Mio. Euro. Damit wurde der Vorjahreswert von 80,9 Mio. Euro um gut ein Drittel übertroffen. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 111,8 Mio. Euro, wobei hier eine Steuererstattung in Höhe von rund 37 Mio. Euro wirksam wurde, die auf einem mehrere Jahre alten Einspruchsverfahren beruht. Zudem wurden Erträge von 340,2 Mio. Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 290,9 Mio. Euro). Für TAKKT ging es daneben um 0,5 Prozent nach unten. Der Büroversandhändler verbesserte 2011 den Umsatz und das operative Ergebnis. Für das Geschäftsjahr 2012 wird aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten insgesamt mit einer nachlassenden Wachstumsdynamik gerechnet. So wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent auf 852,2 Mio. Euro. Bereinigt um Währungseffekte stieg der Umsatz organisch um 7,3 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 104,1 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 68,0 Mio. Euro. Die EBIT-Marge stieg von 8,5 auf 12,2 Prozent. Bereinigt um die Goodwill-Abschreibung von Topdeq in 2010 lag die EBIT-Marge in 2010 bei 10,1 Prozent.
DAX: 6.751,96 (-0,09 Prozent) MDAX: 10.296,71 (-0,54 Prozent) SDAX: 4.989,81 (-0,62 Prozent) TecDAX: 772,73 (-1,05 Prozent)
(16.02.2012/ac/n/m)