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01.08.2011 13:22

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Börse Frankfurt am Mittag: Aufschläge, Deutsche Telekom und Siemens im Minus

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notieren im Montaghandel nach der Einigung im US-Schuldenstreit auch zur Mittagszeit weiterhin in der Gewinnzone. Der DAX verbessert sich aktuell um 0,93 Prozent auf 7.225,06 Punkte. Der MDAX steigt um 1,03 Prozent auf 10.594,71 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,93 Prozent nach oben auf 5.341,52 Zähler. Der TecDAX legt um 1,64 Prozent zu auf 834,12 Punkte. Der Bund Future verliert 0,22 Prozent auf 130,07 Zähler, während sich der Euro um 0,25 Prozent auf 1,4390 US-Dollar verbessert.

Kurz vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit haben sich in den USA Demokraten und Republikaner am Wochenende auf einen Kompromiss verständigt. Wie es heißt, sieht die Vereinbarung die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze um mindestens 2,1 Bio. US-Dollar bis 2013 und damit über die Präsidentenwahlen hinaus vor. Ohne diese Maßnahme hätte die weltweit größte Volkswirtschaft bereits ab dem morgigen Dienstag einen Teil ihrer Schulden nicht mehr bedienen können.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine deutlich positive Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 1,15 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 1,27 Prozent zu, während der S&P-Future 1,00 Prozent gewinnt. Konjunkturseitig stehen heute in den USA vor allem noch der ISM Index für Juli sowie die Bauausgaben für Juni zur Veröffentlichung an.

Im Dax notieren zur Mittagszeit mit der Deutschen Telekom und Siemens lediglich zwei Werte im Minus. Die Deutsche Telekom plant einem Medienbericht zufolge massive Stellenstreichungen in ihrer Bonner Zentrale. Wie es heißt, will Konzernchef René Obermann im Rahmen des laufenden Sparprogramms umfangreiche Entlassungen in Führungspositionen umsetzen. So sollen in diesem Zusammenhang in den kommenden Jahren bis zu 1 600 Stellen in der Bonner Zentrale wegfallen. Das wären bis zu 8 Prozent aller Posten in der Konzernverwaltung. Der Titel verschlechtert sich um 0,6 Prozent. Siemens will in Russland zusammen mit dem russischen Unternehmen Power Machines OJSC binnen der nächsten Monate ein Gasturbinen-Joint Venture gründen, an dem Siemens 65 Prozent und Power Machines den Rest der Anteile halten soll. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in St. Petersburg soll für Entwicklung, Fertigung und den Service von Gasturbinen in Russland und den anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) tätig sein. Im Gegenzug trennt sich Siemens von seiner Beteilung in Höhe von 25 Prozent plus einer Aktie an Power Machines und gibt diese an den Mehrheitseigner Highstat Ltd. ab. Die Anteilsscheine des Technologiekonzerns verbilligen sich um 0,5 Prozent. Der Vorstandschef des Energieversorgers E.ON (EON), Johannes Teyssen, zieht derweil aus der radikalen Wende in der Energiepolitik die Konsequenzen und plant einem Pressebericht zufolge einschneidende Sparmaßnahmen. Wie es heißt, plant der Konzern eine durchgreifende Zentralisierung. Die deutschen Standorte München, Hannover und Essen stehen vor der Schließung. Wie es weiter heißt, seien die Verhandlungen von E.ON mit dem russischen Erdgasversorger OAO Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) über niedrigere Gasbezugspreise gescheitert. Die Aktie des Versorgers rückt um 1,2 Prozent vor. Ferner haben BASF und Purac, eine Tochter der niederländischen CSM (CSM NV (formerly Centrale Suiker Maatschappij NV)), Verhandlungen über die Gründung eines Joint Ventures zur Produktion biobasierter Bernsteinsäure aufgenommen.Zudem wird der Konzern seine Anlage zur Herstellung des Dämmstoffs Styrodur C am Standort Ludwigshafen deutlich erweitern. Die Anteilsscheine von BASF legen um 1,8 Prozent zu. Vorne laufen adidas um 2,3 Prozent vor.

Der im MDAX notierte Triebwerkshersteller MTU Aero Engines Holding steht mit einem Abschlag von 0,5 Prozent im Fokus, nachdem man das beste Halbjahresergebnis in der Geschichte erzielt hat. Zudem wurde die Jahresprognose angehoben. So verbesserte sich das operative Ergebnis (bereinigt) um 14 Prozent auf 164,0 Mio. Euro. Der Umsatz erreichte 1,35 Mrd. Euro und lag damit auf Vorjahresniveau. Den Gewinn nach Steuern (bereinigt) hat das Unternehmen um 22 Prozent auf 89,1 Mio. Euro gesteigert. Für 2011 wird nun mit einem bereinigten EBIT von 325 Mio. Euro gerechnet. Bisher war die MTU von einem bereinigten EBIT in Höhe des Vorjahreswertes ausgegangen (2010: 311,3 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern (Net Income bereinigt, 2010: 182,3 Mio. Euro) wird jetzt leicht über dem Vorjahresniveau erwartet. Der neue Ausblick basiert auf einem Dollarkurs von 1,40 US-Dollar / Euro. Bisher war die MTU von einem Wechselkurs von 1,35 US-Dollar / Euro ausgegangen. Daneben fliegen EADS um 1,5 Prozent vor. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete heute, dass seine Tochter Astrium eine Vereinbarung zum Erwerb von Vizada für 960 Mio. US-Dollar von Mehrheitsaktionär Apax France, einem französischen Private-Equity-Fonds, getroffen hat. Für 2011 erwartet Vizada einen Umsatz von rund 660 Mio. und ein EBITDA von 95 Mio. US-Dollar. Ferner notieren Rheinmetall mit 2,1 Prozent im Plus. Der Konzern will einem Medienbericht zufolge einen Börsengang der Automobilzuliefer-Tochter Kolbenschmidt Pierburg forcieren. Schließlich hat die zum Baukonzern HOCHTIEF gehörende australische Tochter Leighton Holdings hat einen Auftrag aus Australien an Land gezogen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 150 Mio. Australische Dollar (AUD). Die Aktie von HOCHTIEF tendiert fast unverändert. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im MDAX FUCHS PETROLUB mit einem Aufschlag von 4,8 Prozent wieder, während die rote Laterne an Deutsche Wohnen geht. Der Titel notiert deutlich mit 2,7 Prozent im Minus.

MorphoSys verteuern sich um 0,3 Prozent. Der Biotechnologiekonzern verlautbarte, dass seine Geschäftseinheit für Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec ihre bestehende Lizenzvereinbarung mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. erweitert hat, um den Einsatz der HuCAL GOLD-Antikörpertechnologie von MorphoSys im Bereich der Impfstoffforschung einsetzen zu können.

Im SDAX legen GRENKELEASING als zweitbester Wert um 3,7 Prozent zu. Der Konzern konnte sein Ergebnis in der ersten Jahreshälfte 2011 verbessern und hat den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 52,7 Prozent auf 24,2 Mio. Euro. Der Konzerngewinn kletterte um 47,6 Prozent auf 18,1 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nunmehr mit einem Gewinn zwischen 36 Mio. und 38 Mio. Euro. Vorne rücken SKW Stahl-Metallurgie um 4,8 Prozent vor.

DAX: 7.225,06 (+0,93 Prozent) MDAX: 10.594,71 (+1,03 Prozent) SDAX: 5.341,52 (+0,93 Prozent) TecDAX: 834,12 (+1,64 Prozent) (01.08.2011/ac/n/m)

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