Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte können auch am Mittag ihre leichten Aufschläge verteidigen und tendieren weiterhin behauptet. Dabei wird das Geschehen am letzten Handelstag der Woche vor allem vom so genannten "Dreifachen Hexensabbat" bestimmt. Am heute stattfindenden großen Verfallstag an den Terminbörsen ist traditionell mit einer deutlich höheren Schwankungsbreite der Kurse zu rechnen. Der DAX gewinnt aktuell 0.37 Prozent auf 5.748,49 Punkte, während der MDAX um 0,94 Prozent auf 8.590,10 Stellen zulegt. Für den SDAX geht es derweil um 0,50 Prozent auf 4.274,32 Zähler nach oben. Der TecDAX gewinnt 0,17 Prozent auf 668,54 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,12 Prozent auf 137,80 Punkte, während der Euro um 0,04 Prozent auf 1,3033 US-Dollar zulegen kann.
Nach dem festeren Handelsschluss der US-Börsen am Vortag zeichnet sich derzeit erneut eine freundliche Handelseröffnung an der Wall Street ab. Der Dow Jones-Future verbessert sich aktuell um 36,0 Punkte, während der S&P 500-Kontrakt aktuell um 5,10 Zähler zulegen kann. Der Nasdaq 100-Future verteuert sich derzeit um 7,00 Zähler. Aus den USA werden heute die Realeinkommen und Verbraucherpreise gemeldet.
Im Fokus stehen nach wie vor die Anteilsscheine der Deutschen Bank . Zuvor hatte die US-Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote des führenden deutschen Kreditinstituts um eine Stufe auf "A+" herabgestuft. Der Ausblick wurde mit "stabil" angegeben. Einem Medienbericht zufolge plant die Deutsche Bank außerdem den Verkauf ihrer Asset Management-Sparte. Wie aus einem Zeitungsbericht hervorgeht, habe sich das Kreditinstitut im Rahmen einer strategischen Überprüfung dazu entschlossen, sich von der Konzernsparte zu trennen. Dabei strebe das Kreditinstitut einen Verkaufspreis von rund 2 Mrd. Euro an. Aktuell muss der Wert leicht abgeben und verliert 0,1 Prozent.
Deutlichere Abschläge sind am Mittag bei der Deutschen Börse auszumachen, die am unteren Ende des Dax aktuell 2,5 Prozent abgeben muss. Auch SAP und BMW tendieren leichter und geben bis zu 1,5 Prozent ab.
Die Deutsche Telekom hat ihre IT-Aktivitäten in einem Vorstandsressort gebündelt. Wie aus einer am Donnerstagabend veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, habe der Aufsichtsrat in diesem Zusammenhang beschlossen, den Vertrag mit Reinhard Clemens, im Vorstand verantwortlich für T-Systems, vorzeitig um fünf Jahre zu verlängern. Zudem entsprach der Aufsichtsrat der Bitte von Edward Kozel, ihn von seinen Aufgaben als Vorstandsmitglied vorzeitig zu entbinden. Kozel, im Vorstand zuständig für Technologie und Innovationen, hatte aus familiären Gründen darum gebeten. Er scheidet mit Wirkung zum 1. Januar 2012 aus. Damit bestätigte der Konzern entsprechende Presseberichte. Laut "Financial Times Deutschland" (Donnerstag) will die Deutsche Telekom mit der Zusammenführung der IT-Abteilungen in Deutschland in den kommenden Jahren einen hohen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Die Aktie der Deutschen Telekom kann sich derzeit mit einem Plus von 0,4 Prozent in positives Terrain vorkämpfen.
An der Spitze des DAX sind derzeit Anteilsscheine von Bayer mit Zugewinnen von 1,4 Prozent zu finden. Ebenfalls gefragt sind außerdem ThyssenKrupp und BASF mit Aufschlägen von mehr als 1 Prozent.
Im MDAX zeigen sich aktuell LANXESS mit Zugewinnen von mehr als 3,2 Prozent an der Spitze. Auch Deutsche Wohnen und GILDEMEISTER präsentieren sich deutlicher im Plus. Wenig gefragt sind nach den deutlichen Zugewinnen der vergangenen Handelstage Anteilsscheine des Reisekonzerns TUI, die am unteren Ende aktuell mehr als 2,8 Prozent abgeben müssen.
Im TecDax präsentieren sich derzeit centrotherm mit einem Zugewinn von 2,5 Prozent an der Spitze. Ebenfalls gefragt sind derzeit ADVA und Drillisch mit Kursaufschlägen von mehr als 1 Prozent. Einen Zukauf hatte der Bezahldienstleister Wirecard zu vermelden: Demnach übernimmt der Konzern das gesamte Prepaidkarten Issuing Geschäft der britischen Newcastle Building Society. Der vereinbarte Barkaufpreis beläuft sich auf 7,5 Mio. Britische Pfund (GBP) (rund 8,9 Mio. Euro). Aktuell muss die Aktie leichte Abschläge hinnehmen und tendiert mit einem Minus von 0,10 Prozent in der Mitte des technologielastigen Leitindex.
Schwächer präsentiert sich derzeit auch die Aktie des Windenergieanlagenbauers Nordex , die derzeit Abschläge von knapp 1 Prozent hinnehmen muss. Am Morgen hatte der Konzern verkündet, das die französische Tochtergesellschaft vier eigenentwickelte Windparks mit insgesamt 19 Anlagen des Typs N100/2500 verkauft hat.
Deutlich schwächer präsentieren sich daneben auch Bechtle und XING, die am unteren Ende des TecDAX mehr als 2 Prozent abgeben müssen.
DAX: 5.748,49 (+0,37 Prozent) MDAX: 8.590,10 (+0,94 Prozent) SDAX: 4.274,32 (+0,50 Prozent) TecDAX: 668,54 (+0,17 Prozent) (16.12.2011/ac/n/m)