Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte können ihre Zugewinne im Mittagshandel weiter ausbauen und tendieren im Vorfeld wichtiger US-Konjunkturdaten deutlicher im Plus. Der DAX gewinnt aktuell 0.54 Prozent auf 5.697,28 Punkte, während der MDAX um 0,29 Prozent auf 8.423,29 Stellen zulegt. Für den SDAX geht es derweil um 0,48 Prozent auf 4.252,95 Zähler nach oben. Der TecDAX gewinnt 0,08 Prozent auf 661,70 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,06 Prozent auf 137,94 Punkte, während der Euro um 0,04 Prozent auf 1,29,90 US-Dollar anziehen kann.
Nachdem die US-Börsen am Vortag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen waren, zeichnet sich derzeit eine freundlichere Eröffnung der Wall Street ab. Der Dow Jones-Future gewinnt derzeit 14,00 Punkte, während der S&P 500-Kontrakt derzeit um 2,00 Zähler anziehen kann. Der Nasdaq 100-Kontrakt verteuert sich derzeit um 2,00 Punkte. Am Nachmittag werden in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Erzeugerpreise, die Leistungsbilanz, der NY Empire State Index, die Daten zur Industrieproduktion und zur Kapazitätsauslastung und der Philadelphia-Fed-Index veröffentlicht.
Die Betriebe des deutschen Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wiesen im Oktober 2011 einen Beschäftigungszuwachs aus. Dies gab das Statistische Bundesamt am Donnerstag bekannt. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um rund 184.100 Personen bzw. 3,7 Prozent auf knapp 5,2 Millionen per Ende Oktober. Damit setzte sich die seit Januar 2011 anhaltende Zunahme der Beschäftigtenzahl im Vorjahresvergleich fort.
An der DAX-Spitze können derzeit Anteilsscheine der Commerzbank ihre morgendlichen Kursaufschläge weiter ausbauen und legen um mehr als 4 Prozent zu. Am Vortag hatte der angeschlagene Finanzkonzern seine Maßnahme zur weiteren Stärkung der Kapitalstruktur erfolgreich abgeschlossen. Demnach haben Investoren ausgewählter durch Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebener hybrider Eigenmittelinstrumente (Trust Preferred Securities) der Commerzbank Instrumente im Nominalvolumen von 1,27 Mrd. Euro gegen Barzahlung zum Verkauf angeboten. Gefragt sind daneben auch Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa und der Allianz, die Zugewinne von mehr als 1 Prozent vorzuweisen haben. Zugewinne von knapp 0,8 Prozent sind aktuell beim Chemiekonzern BASF auszumachen. Zuvor hatte der Chemiekonzern Veränderungen im Vorstand bekannt gegeben. Demnach wurde Wayne T. Smith (51) mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 27. April 2012 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Wie der Chemiekonzern weiter mitteilte, wird Dr. Stefan Marcinowski (58) nach erfolgreichen 15 Jahren im Vorstand der BASF mit Ablauf seines Vertrages nach der Hauptversammlung in den Ruhestand treten. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat die Bestellung von Forschungssprecher Dr. Andreas Kreimeyer (56), seit 2003 Mitglied des Vorstands, bis zum Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2015 verlängert.
Der Sportartikelhersteller adidas und die UEFA gaben am Donnerstag die Verlängerung ihrer langfristigen Partnerschaft rund um die UEFA Champions League, die UEFA Europa League sowie den UEFA Super Cup und die UEFA Women`s Champions League bekannt. Mit der Verlängerung ihrer langfristigen Partnerschaft für jeden dieser Wettbewerbe bis 2018 festige adidas seine Position als weltweit führende Fußballmarke, so der Konzern weiter. Aktuell gehört die Aktie mit einem Abschlag von 0,9 Prozent zu den größten Verlierern im Dax und rangiert vor Bayer (-1 Prozent) an vorletzter Stelle. Wenig gefragt sind auch Anteilsscheine der Deutschen Telekom : Einem Medienbericht zufolge will der Konzern mit einem ehrgeizigen IT-Projekt die Kosten deutlich senken. Laut einem Zeitungsbericht will die Deutsche Telekom mit der Zusammenführung der IT-Abteilungen in Deutschland in den kommenden Jahren einen hohen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Wichtiges Ziel sei zudem, die Geschwindigkeit bei der Entwicklung von Diensten zu erhöhen. Aktuell verbilligt sich der Wert um 0,5 Prozent.
Im MDAX präsentiert sich weiterhin TUI mit Zugewinnen von 9,5 Prozent einsam an der Spitze. Dabei kann die Aktie nach den gestern präsentierten Geschäftszahlen von positiven Analystenkommentaren profitieren. Gefragt sind unter anderem auch EADS und Vossloh mit Zugewinnen von 1,5 Prozent. BayWa kann aktuell 0,2 Prozent zulegen und befindet sich damit im oberen Mittelfeld. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat sich der Konzern über die Tochtergesellschaft BayWa r.e zu 100 Prozent an der L&L Rotorservice GmbH mit Sitz in Basdahl beteiligt. Bei der Gesellschaft handelt es sich den Angaben zufolge um einen Spezialisten für die Wartung und Instandsetzung von Rotorblättern. Der Kaufpreis wurde auf rund 1 Mio. Euro beziffert.
Deutlich unter Druck befindet sich hingegen die Aktie von Sky Deutschland, die am unteren Ende des MDAX mehr als 8 Prozent leichter tendiert.
Im TecDax kann SolarWorld an der Spitze um mehr als 4,8 Prozent anziehen. Daneben sind auch bei SINGULUS und Wirecard deutlichere Zugewinne auszumachen. Aufschläge von knapp 1 Prozent sind beim Technologiekonzern AIXTRON (AIXTRON SE) auszumachen. Am Morgen hatte AIXTRON einen weiteren Auftrag aus China zu vermelden gehabt.
Leicht schwächer tendiert am Mittag hingegen die Aktie des Biotechnologiekonzerns MorphoSys : Am Morgen hatte der Konzern ein mehrjähriges Lizenz- und Technologietransfer-Abkommen mit der dänischen Novozymes bekannt gegeben. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, erhält Novozymes mit der Vereinbarung nicht-exklusiven Zugang zu MorphoSys` firmeneigener Slonomics-Technologie, um neue Produkte im Bereich der industriellen oder auch weißen Biotechnologie zu entwickeln. Nachdem die Aktie zu Handelsbeginn mit deutlichen Zugewinnen gestartet war, büßt der Wert aktuell 0,1 Prozent ein.
Die rote Laterne trägt derzeit im TecDAX die Aktie von SMA Solar, die 2,5 Prozent abgeben muss. Schwächer präsentieren sich außerdem centrotherm und XING.
DAX: 5.705,70 (+0,54 Prozent) MDAX: 8.423,29 (+0,29 Prozent) SDAX: 4.252,95 (+0,48 Prozent) TecDAX: 661,70 (+0,08 Prozent) (15.12.2011/ac/n/m)