Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Indizes kommen zum Mittag hin deutlicher nach unten. Der Dax verliert zur Stunde 0,96 Prozent auf 6.271,07 Punkte. Der MDAX sackt daneben um 1,65 Prozent ab auf 8.499,36 Zähler. Für den SDAX geht es um 0,81 Prozent abwärts auf 4.086,45 Stellen. Der TecDax gibt 1,68 Prozent ab auf 830,74 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,23 Prozent auf 124,34 Zähler.
Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt gab, hat sich das Konsumklima in Deutschland im Mai verbessert. Der Gesamtindikator des Marktforschungsinstituts prognostiziert einen Wert von 3,8 Punkten, nach 3,4 Punkten im April. Wie nachhaltig der Stimmungswandel ist, werden die kommenden Monate zeigen. Vor dem Hintergrund der klaren wirtschaftlichen Erholungsanzeichen sowie der positiven Vorhersagen für den Arbeitsmarkt in diesem Jahr stehen die Vorzeichen jedoch günstig, dass sich diese Entwicklung fortsetzen kann, zumal auch die Inflationsrate voraussichtlich gemäßigt bleiben wird.
Die US-Börsen dürften etwas schwächer eröffnen. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,28 Prozent, der S&P 500 Future 0,40 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,27 Prozent. Im Blick dürften heute insbesondere die Zahlen von 3M, Broadcom, DuPont, Ford, Lexmark, Office Depot, Tyco, UAL, United Parcel Service und US Airways stehen. Konjunkturseitig wird am Nachmittag das US-Verbrauchervertrauen erwartet.
Der Automobilbauer Daimler hat seine endgültigen Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt. Demnach stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 21,19 Mrd. Euro. Unter dem Strich wurde ein Gewinn von 612 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettoverlust von 1,29 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr erwartet Daimler einen deutlichen Absatzanstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 1,6 Millionen Modellen. Nach dem deutlichen Rückgang im Jahr 2009 gehe der Konzern außerdem davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2010 zwar wieder steigt, aber noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2008 liegen wird. Beim EBIT aus dem laufenden Geschäft peilt Daimler einen Gewinn von über 4 Mrd. Euro an. Die Aktie kommt aktuell um 2,4 Prozent zurück.
Papiere der Deutschen Bank verlieren 2,6 Prozent. Die Frankfurter haben ihr Ergebnis im ersten Quartal klar verbessert. Den Angaben zufolge belief sich der Gewinn nach Steuern auf 1,8 Mrd. Euro, gegenüber 1,2 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Die Erträge beliefen sich auf 9,0 Mrd. Euro und stiegen damit um 24 Prozent. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Josef Ackermann sagte: "Im ersten Quartal 2010 hat sich die Weltwirtschaft spürbar stabilisiert, auch wenn noch einige Risiken verbleiben. In diesem ökonomischen Umfeld hat die Deutsche Bank erneut ihre Ertragsstärke bewiesen und ihr zweitbestes Quartalsergebnis vor Steuern erzielt." Am Indexende sacken MAN um 4,5 Prozent ab. Daneben büßen unter anderem Infineon 3 Prozent und die Commerzbank 2,3 Prozent ein. K+S gewinnen gegen den Trend 1,4 Prozent. Merck legen gut 1 Prozent zu.
Auch im MDAX ziehen sich die Verluste quer durch alle Bereiche. Titel der Deutschen Postbank sacken als Schlusslicht um 4,4 Prozent ab. Daneben bröckeln unter anderem HeidelbergCement um 3,2 Prozent, Heidelberger Druck um 3 Prozent und die Aareal Bank um 2,8 Prozent ab. Der Abfüllanlagenhersteller Krones gab bekannt, dass er im ersten Quartal wieder einen Gewinn erzielt hat, was mit einer Erholung in der Getränke- und Verpackungsindustrie sowie verbesserten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen zusammenhängt. Den Angaben zufolge lag der Umsatz mit 533,5 Mio. Euro um 10,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Um 14,2 Mio. Euro auf 9,1 Mio. Euro verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern. Krones verlieren 2,5 Prozent.
Die comdirect bank konnte im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg vorweisen. Wie der im SDAX notierte Konzern verkündete, wurde nach Steuern ein Plus von 23 Prozent auf 15,7 Mio. Euro verbucht. Wie der Direktbroker weiter ausführte, peilt man bis 2013 ein Ergebnis vor Steuern zwischen 150 und 170 Mio. Euro an. Zugleich soll die Kundenzahl auf 3 Millionen steigen und das Kundenvermögen 50 Mrd. Euro betragen. Die Aktie büßt 1,2 Prozent ein.
Der Technologiekonzern AIXTRON hat im vierten Quartal 2009 eine größere Bestellung über mehrere 11x4-Zoll Planetary Reactor sowie 31x2-Zoll Close Coupled Showerhead-Anlagen von Jiang Su Can Yang erhalten. Die Aktie gewinnt an erster Stelle im TecDAX 2,3 Prozent. Evotec legen 1,6 Prozent zu. Der Anbieter der Wirkstoffforschung und -entwicklung wird vom Bundesministerium für Forschung und Entwicklung (BMBF) eine Forschungsförderung von bis zu 1,5 Mio. Euro erhalten, um sein H3-Rezeptor-Antagonisten-Programm in die klinische Entwicklung voranzutreiben. Bei MorphoSys schlägt ein Plus von 0,7 Prozent zu Buche. Wie zuvor bekannt wurde, konnte der Biotechnologiekonzern im ersten Quartal nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Die Erlöse stiegen um 8 Prozent auf 20,6 Mio. Euro. Unter anderem aufgrund erhöhter Investitionen in die firmeneigene Forschung und Entwicklung sank der Nettogewinn von 3,5 Mio. auf 3,2 Mio. Euro.
Wirecard (Wirecard) geben1,2 Prozent ab. Der Spezialist für elektronische Zahlungs- und Risikomanagementlösungen konnte nach vorläufigen Zahlen Umsatz und EBIT im ersten Quartal verbessern. Die Erlöse stiegen um mehr als 20 Prozent auf 59,1 Mio. Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 23 Prozent auf 15,7 Mio. Euro. Am Indexende sacken Papiere der Software AG um über 6 Prozent ab. Der Konzern hat im ersten Quartal dank der Übernahme des Wettbewerbers IDS Scheer einen Umsatz- und Ergebnisanstieg verbucht. Die Erlöse lagen mit 250,3 Mio. Euro um 51 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Gewinn von 28,0 Mio. Euro verzeichnet, nach 25,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
DAX: 6.271,07 (-0,96 Prozent) MDAX: 8.499,36 (-1,65 Prozent) SDAX: 4.086,45 (-0,81 Prozent) TecDAX: 835,41 (-1,13 Prozent) (27.04.2010/ac/n/m)