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06.10.2011 13:27

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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes bauen Gewinne aus, Warten auf EZB-Entscheidung

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren im Donnerstaghandel auch zur Mittagszeit fester und bauen ihre Aufschläge im Handelsverlauf noch aus. Neben den positiven Vorgaben von der Wall Street stützt dabei auch die Hoffnung, dass die Politik nun endlich geeignete Schritte zur Bewältigung der Schuldenkrise unternimmt. Zudem warten die Investoren nun gespannt auf die in Kürze anstehende Zinsentscheidung der EZB. Der DAX gewinnt aktuell 2,16 Prozent auf 5.591,41 Punkte, während der MDAX 2,85 Prozent auf 8.295,86 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 1,62 Prozent auf 4.255,44 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 2,46 Prozent auf 658,08 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,29 Prozent auf 136,66 Punkte, während sich der Euro um 0,17 Prozent auf 1,3324 US-Dollar verbilligt.

Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) heute mitteilte, hat sich der Auftragseingang in der Industrie im August 2011 reduziert. Nach vorläufigen Angaben fielen die Auftragseingänge preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,4 Prozent. Im Vormonat waren sie aufwärts revidiert um 2,6 Prozent gesunken. Der Umfang an Großaufträgen war im August unterdurchschnittlich. Ursächlich für die aktuelle Nachfrageschwäche war der Rückgang der Inlandsbestellungen um 3,2 Prozent. Dieser ist allerdings durch einen Ferieneffekt überzeichnet. Die Auslandsnachfrage nahm leicht zu (+0,1 Prozent).

Die Wall Street dürfte heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,91 Prozent. Der NASDAQ-Future verbessert sich momentan um 0,64 Prozent, während der S&P-Future um 0,79 Prozent zulegt. Heute stehen in den USA noch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Veröffentlichung an.

RWE will seine Verhandlungen mit dem russischen Erdgasproduzenten Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) über ein Joint Venture fortsetzen. RWE und Gazprom haben sich am 3. Oktober 2011 anlässlich eines Treffens von Gazprom-CEO Alexey Miller und RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann in Den Haag geeinigt, die Verhandlungen zu einem möglichen Joint Venture intensiv fortzusetzen. Dabei werden die Verhandlungen bis Ende des Jahres 2011 exklusiv weitergeführt und betreffen eine mögliche Zusammenarbeit bei neuen bzw. bestehenden Gas- und Steinkohlekraftwerken in Deutschland, Großbritannien und den Benelux-Staaten. Die Aktie des Versorgers verteuert sich um 3,3 Prozent. Deutsche Telekom geben derweil um 0,5 Prozent nach, nachdem der Telekommunikationskonzern einen fünfjährigen Beratungsvertrag mit Cap Gemini zu Business Intelligence (BI) Lösungen geschlossen hat. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen auch zur Mittagszeit die Anteilsscheine von ThyssenKrupp mit einem Aufschlag von 6,2 Prozent, während die rote Laterne nun mit einem Abschlag von 1,3 Prozent an Fresenius Medical Care geht.

Gerresheimer (Gerresheimer) schießen nach Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011 um 7 Prozent nach oben. Der Umsatz stieg um 9,9 Prozent auf 285,1 Mio. Euro. Zu konstanten Wechselkursen wuchs er um 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Konzernergebnis konnte um 5,1 Mio. Euro auf 19,2 Mio. Euro gesteigert werden. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,70 Euro, nach 0,52 Euro im Vorjahresquartal. Zudem erhöht der Konzern die Prognose für das Umsatzwachstum 2011 von 6 bis 7 Prozent auf jetzt 7 bis 8 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse. Die Prognose für die Adjusted EBITDA-Marge liegt unverändert bei etwa 20 Prozent. Daneben rücken EADS um 3,1 Prozent vor. Der Luft- und Raumfahrtkonzern verlautbarte, dass Qantas Airways und Airbus einen Vertrag für 110 Flugzeuge der A320 Familie abgeschlossen haben. Damit plant die Airline, ihre Flottenerneuerung und -erweiterung in den kommenden Jahren weiter voranzutreiben. Der Festauftrag für 78 A320neo und 32 A320 ist den Angaben zufolge der größte Einzelauftrag der australischen Luftfahrtgeschichte und folgt dem bereits im August unterzeichneten Vorvertrag. GERRY WEBER (GERRY WEBER International) hat im Monat September insgesamt fünfzehn neue Niederlassungen eröffnet. Indes erzielte die Retail-Sparte von GERRY WEBER im September einen Nettoumsatz von 18,5 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahresmonat einem Plus von 1,8 Mio. Euro entspricht. Allerdings wurde auch der Retail-Bereich durch die wetterbedingte schwache Nachfrage nach Herbst-/Winterkollektionen wie im gesamten Textileinzelhandel beeinflusst. Auf der bestehenden Fläche der HOUSES of GERRY WEBER wurde ein Minus von 5,3 Prozent in Deutschland verzeichnet. Der Titel verteuert sich um 1,9 Prozent. Der erste Platz der Gewinnerliste wird von TUI mit einem Aufschlag von 9,1 Prozent eingenommen, während am Indexende GAGFAH um 2,8 Prozent nachgeben.

SolarWorld schießen um 6,8 Prozent nach oben. Der Solartechnikkonzern baut seine Aktivitäten am Beginn der solaren Wertschöpfungskette weiter aus. So produziert der Konzern gemeinsam mit seinen Partnern künftig in Katar pro Jahr bis zu 8.000 Tonnen Silizium, das speziell für die Weiterverarbeitung zu Solarwafern geeignet ist. Dazu gründete SolarWorld gemeinsam mit Qatar Solar und der Qatar Development Bank das Joint Venture Qatar Solar Technologies, das nun den Auftrag zum Bau der Siliziumfabrik an den indischen Generalunternehmer Punj Lloyd Group vergeben hat. SMA Solar (SMA Solar Technology) geht angesichts des weiter wachsenden Preisdrucks und der stärker werdenden Konkurrenz in die Offensive und baut einem Pressebericht zufolge die Struktur des Unternehmens bis Ende des Jahres von einer funktionalen Organisation in eine divisionale um, um besser und schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können. Die Anteilsscheine des Solartechnikkonzerns verteuern sich als bester Wert im TecDax um 11,1 Prozent.

Im SDAX fliegen Air Berlin nach Passagierzahlen für September 2011 mit einem Abschlag von 0,5 Prozent hinterher. So wurden im September insgesamt 3.683.519 Passagiere (September 2010: 3.652.087 Passagiere) befördert. Die Auslastung der Flotte blieb mit 82,8 Prozent annähernd auf Vorjahresniveau (+0,1 Prozentpunkte). Im Monatsvergleich erhöhte sich die Kapazität um 0,7 Prozent.

DAX: 5.591,41 (+2,16 Prozent) MDAX: 8.295,86 (+2,85 Prozent) SDAX: 4.255,44 (+1,62 Prozent) TecDAX: 658,08 (+2,46 Prozent) (06.10.2011/ac/n/m)

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