21.12.2012 13:14
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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes bauen Verluste noch aus

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes präsentieren sich am letzten Handelstag der Woche auch zur Mittagszeit in rot. Für eine Belastung sorgen dabei die ins Stocken geratenen US-Haushaltsverhandlungen. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,49 Prozent auf 7.634,76 Punkte, während der MDAX um 0,65 Prozent auf 11.990,69 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,97 Prozent auf 5.249,12 Zähler nach unten. Der TecDAX fällt um 0,86 Prozent auf 832,20 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,15 Prozent auf 144,54 Punkte, während sich der Euro um 0,24 Prozent auf 1,3204 US-Dollar verbilligt.

Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilte, hat sich das Konsumklima in Deutschland etwas eingetrübt. Der Gesamtindikator prognostiziert demnach für Januar einen Wert von 5,6, nach revidiert 5,8 Zählern im Dezember. Damit hat sich der Aufwärtstrend vorerst in eine leichte Abwärtsbewegung verwandelt. Trotz der moderaten Verluste bleibt das Niveau des Konsumklima-Indikators aber weiter zufriedenstellend.

Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete derweil im Oktober nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen deutlichen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Eingänge preisbereinigt um 30,5 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 17,0 Prozent und im Tiefbau um 47,7 Prozent zulegte. Dabei wird der deutliche Anstieg im Tiefbau auch bedingt durch vergleichsweise niedrige Auftragseingänge im Oktober des Vorjahres.

Die Wall Street dürfte heute mit negativen Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 1,12 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 1,42 Prozent nach, während der S&P-Future 1,32 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, der Chicago Fed National Activity Index, die persönlichen Einkommen und Ausgaben sowie das Verbrauchervertrauen gemeldet.

Eine Nachricht gibt es heute vom Dialysespezialisten Fresenius Medical Care . So hat man die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Erstattung von Dialysebehandlungen in den USA erfolgreich beendet. Damit werden auch die im Zusammenhang stehenden Ermittlungen der Justizbehörden in St. Louis im Bundesstaat Missouri eingestellt. Das Papier verteuert sich um 0,5 Prozent. Siemens wurde derweil von der MTR Corp. damit beauftragt, die 47 Kilometer lange Bahnstrecke von der chinesischen Grenze bis in das zentrale Geschäftsviertel Hongkong Island leit- und signaltechnisch auszustatten. Das Auftragsvolumen beträgt rund 80 Mio. Euro. Die Aktie des Technologiekonzerns fällt um 0,3 Prozent. Der Chemiekonzern BASF meldete indes, dass er mit der schwedischen Atlas Copco (Atlas Copco AB (A)) einen Vertrag über den Verkauf seines Arbeitsgebiets MEYCO Equipment unterzeichnet hat, das Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau anbietet. BASF verschlechtern sich um 0,7 Prozent. Schließlich teilte RWE mit, dass er seinen 57,5-Prozent-Anteil an der Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-Aktiengesellschaft (KEVAG) an die EKO2 GmbH veräußert hat. Der Kaufpreis beträgt rund 220 Mio. Euro. Für die Papiere des Versorgers geht es um 0,8 Prozent nach unten. Im Dax laufen derweil adidas um 0,4 Prozent vor. Das Unternehmen profitiert vom positiven Quartalsausweis des Wettbewerbers Nike. Besser läuft es allerdings noch für Infineon mit einem Plus von 0,9 Prozent, während die Plätze eins und drei der Verliererliste von Commerzbank und Deutsche Bank mit Wertverlusten von 3,2 bzw. 2 Prozent eingenommen werden.

Klöckner & Co (KloecknerCo) verbilligen sich um 1,1 Prozent. Der Metalldistributeur veräußert wie angekündigt im Rahmen des Restrukturierungsprogramms sein komplettes Osteuropa-Geschäft. Dabei wurden in einer ersten Transaktionsphase die Aktivitäten in Tschechien, Bulgarien und Rumänien und damit mehr als zwei Drittel des Osteuropa-Geschäfts veräußert. Mit einem Vollzug des Verkaufs der noch verbleibenden Aktivitäten in Polen und Litauen wird im ersten Quartal 2013 gerechnet. Die Gewinnerliste im MDAX wird im Mittagshandel von Baywa mit einem Plus von 0,2 Prozent angeführt, während die rote Laterne von KUKA mit einem Abschlag von 2,7 Prozent getragen wird.

Im TecDax geht es für Nordex um 0,9 Prozent nach unten. Der Windturbinenhersteller teilte mit, dass er zwei weitere Aufträge für seine Mittelwind-Anlage N100/2500 aus Großbritannien erhalten hat.

Für eine Enttäuschung sorgte heute SKW Metallurgie (SKW Stahl-Metallurgie). So hat der Spezialchemiekonzern seine Prognosen für das Gesamtjahr 2012 konkretisiert. Die anhaltend hohe konjunkturelle Unsicherheit wichtiger Industrienationen, insbesondere in Europa, ist ausschlaggebend hierfür. Daher wird für das Geschäftsjahr 2012 beim ausgewiesenen EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit einem Wert zwischen 22 und 24 Mio. Euro gerechnet. Hierin sind nennenswerte Belastungen aus den Anlaufkosten für die neuen Werke in Bhutan, Russland und Schweden, insbesondere im ersten Halbjahr 2012, enthalten. Der Konzernumsatz dürfte knapp über 400 Mio. Euro liegen. Für 2013 wird grundsätzlich mit einer deutlichen Ergebnissteigerung gerechnet. Dies ist jedoch den Konzernangaben zufolge nur unter der Prämisse einer Stabilisierung der Weltkonjunktur realistisch prognostizierbar. Die Aktie fällt um 1,2 Prozent.

DAX: 7.634,76 (-0,49 Prozent) MDAX: 11.990,69 (-0,65 Prozent) SDAX: 5.249,12 (-0,97 Prozent) TecDAX: 832,20 (-0,86 Prozent) (21.12.2012/ac/n/m)

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