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22.08.2011 13:23

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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes drehen ins Plus, BMW unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem die wichtigsten deutschen Aktienmärkte mit Abschlägen in die neue Handelswoche gestartet waren, setzten die Indizes im bisherigen Handelsverlauf dann zu einer Erholung an. Grundsätzlich bleibt aber festzuhalten, dass das Marktumfeld weiterhin sehr nervös ist. Der DAX gewinnt aktuell 0,46 Prozent auf 5.505,09 Punkte, während der MDAX 0,65 Prozent auf 8.459,23 Stellen zulegt. Für den SDAX geht es derweil um 0,45 Prozent nach oben auf 4.275,36 Zähler. Der TecDAX verbessert sich um 0,92 Prozent auf 696,73 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,26 Prozent auf 134,96 Punkte, während sich der Euro um 0,38 Prozent auf 1,4420 US-Dollar verteuert.

Die Wall Street dürfte heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So gewinnt der Dow Jones Future derzeit 0,97 Prozent. Der NASDAQ-Future verbessert sich momentan um 1,32 Prozent, während der S&P-Future um 1,07 Prozent zulegt. Am Nachmittag steht in den USA noch die Veröffentlichung des Chicago Fed National Activity-Index auf der Agenda.

Der Dax wird auch zur Mittagszeit von der BMW-Aktie (BMW) belastet, die 2 Prozent abgibt. Der Autohersteller will einem Bericht der "Automobilwoche" vom Samstag zufolge für sein Werk in Leipzig eine eigene Windkraftanlage zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien bauen. So sollen vier Windräder in Leipzig errichtet werden, um künftig in der Fertigung der geplanten Carbonautos Strom aus erneuerbaren Energien einzusetzen. Die Windkraftanlage solle spätestens zum Produktionsstart der Elektromodelle i3 und i8 im Herbst 2013 fertiggestellt sein. Wie es weiter hieß sind die Pläne für Leipzig nur ein Teil der geplanten Erweiterung des weltweiten Produktionsnetzwerks. Um den Bestellansturm zu bewältigen und die Lieferzeiten im Rahmen zu halten geht der Hersteller in die Produktionsoffensive. So plant Konzernchef Reithofer laut dem Bericht eine neue Montagefabrik in Brasilien. Von 26 möglichen Standorten seien zwei in der engeren Auswahl, davon liege einer nahe São Paulo. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich die Papiere von E.ON mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent wieder, während die rote Laterne mit einem Verlust von 3 Prozent an HeidelbergCement geht.

Im MDAX notiert die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport mit 0,9 Prozent im Plus. Das Unternehmen sieht sich durch die jüngsten Marktturbulenzen kaum beeinträchtigt. Eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung von Zukäufen steht beim führenden deutschen Flughafenbetreiber ebenfalls nicht auf der Agenda. "Wir gehen davon aus, dass wir nachhaltig eine Überschussnachfrage in Frankfurt haben werden", erklärte der Finanzvorstand Matthias Zieschang in einem Zeitungsinterview. Bis 2015 werde Frankfurt mit der schrittweisen Erhöhung der Kapazität auf etwa 100 Flugbewegungen stündlich und gut 65 Millionen Passagiere an London-Heathrow vorbei zur Nummer 1 in Europa werden. Wincor Nixdorf verbilligen sich um 0,4 Prozent, nachdem der Konzern einen Auftrag aus Österreich erhalten hat. An der Indexspitze legen GAGFAH um 4,3 Prozent zu, während sich die Anleger gleichzeitig insbesondere von den Anteilsscheinen von Heidelberger Druck trennen, die sich um 3,4 Prozent verschlechtern.

Im SDAX verteuern sich die Papiere von Sixt um 5,7 Prozent. Der Autovermieter konnte im ersten Halbjahr mit einem kräftigen Ergebnisanstieg aufwarten und das Konzernergebnis nahezu verdoppeln. Im Anschluss wurden die Jahresprognosen trotz der bestehenden Risiken bestätigt. Daneben geben zooplus um 2,9 Prozent nach. Europas führender Internethändler für Heimtierbedarf, präsentierte heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr. Demnach verbesserte sich die Gesamtleistung im Berichtszeitraum um 39,5 Prozent auf 118,7 Mio. Euro. In dem von der Logistikmigration und dem Wechsel zur neuen Hauptlogistik der Gesellschaft entscheidend geprägten zweiten Quartal des Jahres 2011 sah sich zooplus mit erhöhten Aufwendungen und einer beeinträchtigten Umsatzgenerierung konfrontiert. Das Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit (EBIT) lag dementsprechend mit -6,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,1 Mio. Euro. Beim Konzernergebnis wurde ein Verlust von 4,8 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem Plus von 0,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Der TecDax wird derweil von der QSC-Aktie (+7,3 Prozent) angeführt, die von Übernahmefantasien profitiert. Dialog Semiconductor sacken am Indexende 4,2 Prozent ab.

DAX: 5.505,09 (+0,46 Prozent) MDAX: 8.459,23 (+0,65 Prozent) SDAX: 4.275,36 (+0,45 Prozent) TecDAX: 696,73 (+0,92 Prozent) (22.08.2011/ac/n/m)

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