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28.10.2011 13:27

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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes drehen mehrheitlich ins Minus

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach dem Höhenflug vom Vortag entschieden sich die Anleger an den deutschen Aktienmärkten im Freitaghandel im bisherigen Handelsverlauf doch für Gewinnmitnahmen und schicken die wichtigsten deutschen Aktienindizes zur Mittagszeit mehrheitlich in die Verlustzone. Der DAX gewinnt aktuell 0,19 Prozent auf 6.350,17 Punkte, während der MDAX 0,76 Prozent auf 9.315,73 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 0,01 Prozent auf 4.654,77 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,68 Prozent auf 713,13 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,12 Prozent auf 133,55 Punkte, während sich der Euro um 0,21 Prozent auf 1,4167 US-Dollar verbilligt.

Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmer in Deutschland sind im Juli 2011 angewachsen. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, kletterten die Tarifverdienste gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent. Dabei lag der Anstieg in der Privatwirtschaft im Berichtszeitraum bei 2,4 Prozent und im Bereich "Nicht marktbestimmte Dienstleistungen", zu dem unter anderem die Wirtschaftsbereiche Öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht sowie Gesundheitswesen gehören, bei 0,6 Prozent.

Die Wall Street dürfte heute mit Abschlägen in den Handel starten. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,43 Prozent. Der NASDAQ-Future verschlechtert sich momentan um 0,46 Prozent, während der S&P-Future um 0,31 Prozent nachgibt. Heute stehen konjunkturseitig in den USA noch die persönlichen Auslagen und Einkommen für September, die Arbeitskosten für das dritte Quartal sowie die Verbraucherstimmung Uni Michigan für Oktober zur Veröffentlichung an.

Im Dax verteuern sich Linde um 1,9 Prozent. Das Unternehmen hat im dritten Quartal 2011 an die gute Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres angeknüpft und per Ende September bei Konzernumsatz und operativem Konzernergebnis deutliche Steigerungsraten erzielt. Zudem wurde der Ausblick für 2011 bekräftigt. So wuchs der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 10,21 Mrd. Euro. Bereinigt um Währungskurseffekte entspricht dies einem Umsatzplus von 9,0 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 20,7 Prozent auf 903 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen davon 856 Mio. Euro (Vorjahr: 698 Mio. Euro) auf die Aktionäre der Linde AG. Das Ergebnis je Aktie stieg somit auf 5,02 Euro (Vorjahr: 4,13 Euro). Auf angepasster Basis, also bereinigt um die Auswirkungen der Kaufpreisallokation im Zuge der BOC-Übernahme, entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 5,68 Euro (Vorjahr: 4,88 Euro). Daneben geht es für Infineon (Infineon Technologies) um 0,3 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern teilte mit, dass sein Aufsichtsrat beschlossen hat, den Vorstand um ein Mitglied zu erweitern. Arunjai Mittal wird mit Wirkung zum 1. Januar 2012 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Somit besteht der Vorstand künftig aus vier Personen. Daneben wird das Geschäft Industrial & Multimarket (IMM) zum 1. Januar 2012 in die zwei Divisionen Power Management & Multimarket (PMM) sowie Industrial Power Control (IPC) aufgeteilt. Die beiden Divisionen Chip Card & Security (CCS) sowie Automotive (ATV) bleiben bestehen. Arunjai Mittal, der bisherige Leiter der Division Industrial & Multimarket (IMM), wird zum 1. Januar 2012 in den Infineon-Vorstand eintreten.

BASF (BASF) verbessern sich um 1,7 Prozent. Die zu dem Chemiekonzern gehörende Tochter Wintershall hat mit dem russischen Erdgaskonzern OAO Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) einen umfangreichen Asset-Tausch vereinbart. So sollen zwei weitere Blöcke der Achimov-Formation des Urengoi-Feldes in Westsibirien gemeinsam erschlossen werden. Die hundertprozentige BASF-Tochter Wintershall werde sich dabei zunächst mit 25 Prozent plus einem Anteil an der Entwicklung der Blöcke IV und V beteiligen. Weiterhin erhält Wintershall eine Option, diese Beteiligung auf 50 Prozent zu erhöhen. Dabei sehen die Rahmenvereinbarungen vor, dass Gazprom im Gegenzug wertgleiche Beteiligungen an einigen ausgewählten Explorations- und Produktionsprojekten der Wintershall in der Nordsee (Niederlande, UK) erhalten soll. Gazprom solle im Ergebnis an der Hälfte der jeweiligen Wintershall-Anteile in den Konzessionen beteiligt werden. Indes hat die zum Pharmakonzern Bayer gehörende Bayer MaterialScience AG bereits gestern den Verkauf der Tochtergesellschaft Viverso GmbH an die Nuplex Industries Ltd. angekündigt. Der Kaufpreis wurde auf 75 Mio. Euro beziffert. Der Titel rückt um 1,2 Prozent vor. An der Indexspitze verteuern sich Fresenius Medical Care um 3,2 Prozent, während gleichzeitig Commerzbank mit einem Wertverlust von 4,3 Prozent ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren stehen.

Wacker Chemie (Wacker Chemie) brechen als schwächster Wert im MDAX um 6,9 Prozent ein. Der Chemiekonzern konnte im dritten Quartal 2011 trotz eines Umsatzanstiegs nicht an das Vorjahresergebnis anschließen. So stieg der Umsatz leicht um 1 Prozent auf 1,28 Mrd. Euro. Das EBIT ging aber um 16 Prozent auf 197,2 Mio. Euro zurück. Die EBIT-Marge sank auf 15,4 (Vorjahr: 18,5) Prozent. Das Ergebnis der Berichtsperiode verringerte sich auf 124,9 (Vorjahr: 155,8) Mio. Euro bzw. 2,50 (Vorjahr: 3,13) Euro je Aktie. Unterdessen hat die zum Verlagskonzern Axel Springer gehörende französische Tochtergesellschaft SeLoger.com das französische Ferienimmobilienportal a-Gites.com erworben. Die Papiere verbilligen sich daraufhin um 1 Prozent. Vorne legen unterdessen DEUTZ um 2 Prozent zu.

MorphoSys (MorphoSys) verzeichnete in den ersten neun Monaten 2011 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis. So erhöhten sich die Konzernumsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 83,7 Mio. Euro. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich auf eine technologiebezogene Meilensteinzahlung zurückzuführen, welche im ersten Quartal 2011 erfolgte. Der operative Gewinn stieg auf 19,9 Mio. (2010: 8,0 Mio.) Euro und der Nettogewinn auf 13,0 Mio. (2010: 7,2 Mio.) Euro. Der sich ergebende verwässerte Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 0,56 (2010: 0,32) Euro. Die Aktie des Biotechnologiekonzerns gibt um 1,8 Prozent nach. Daneben geht es für PSI um 3,3 Prozent nach unten, nachdem der Quartalsausweis des Konzerns mit Enttäuschung aufgenommen wurde. Zwar wuchs der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2011 um 3 Prozent auf 117,3 Mio. Euro, nach 113,5 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern lag allerdings aufgrund temporärer Effekte aus latenten Steuern mit 3,4 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 3,6 Mio. Euro. Die aktuelle Verunsicherung im Bereich elektrischer Netze in Deutschland und die Markteintrittskosten in Asien veranlassen das PSI-Management zudem, die Erwartung für das EBIT auf einen Korridor von 10 bis 11 Mio. Euro zu senken. Das Management geht weiterhin vom Erreichen der Ziele von 185 Mio. Euro für den Auftragseingang und von 170 Mio. Euro für den Konzernumsatz aus.

DAX: 6.350,17 (+0,19 Prozent) MDAX: 9.315,73 (-0,76 Prozent) SDAX: 4.654,77 (-0,01 Prozent) TecDAX: 713,13 (-0,68 Prozent) (28.10.2011/ac/n/m)

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