Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notieren im Donnerstaghandel zur Mittagszeit im Minus. Dabei belastet die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem heutigen EU-Krisengipfel. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,64 Prozent auf 7.175,32 Punkte. Der MDAX fällt um 0,77 Prozent auf 10.687,57 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,07 Prozent nach unten auf 5.316,23 Zähler. Der TecDAX gibt um 0,81 Prozent nach auf 833,26 Punkte. Der Bund Future verliert 0,16 Prozent auf 127,94 Zähler, während sich der Euro um 0,58 Prozent auf 1,4176 US-Dollar verschlechtert.
Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete im Mai 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat wuchsen die Eingänge preisbereinigt um 13,8 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 28,1 Prozent und im Tiefbau um 0,5 Prozent anzog. Gleichzeitig kletterte der Gesamtumsatz um 19,0 Prozent auf rund 8,4 Mrd. Euro. Dagegen verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 5.600 bzw. 0,8 Prozent auf rund 717.000 Personen.
Die Wall Street dürfte heute wenig verändert in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,06 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,25 Prozent nach, während der S&P-Future 0,30 Prozent gewinnt. In den USA werden am Nachmittag konjunkturseitig noch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Frühindikatoren für Juni und der Philadelphia Fed Index für Juli erwartet.
Daimler (Daimler) fahren mit einem Abschlag von 1,6 Prozent hinterher, nachdem der Automobilkonzern ein milliardenschweres Investitionsprogramm in den USA angekündigt hat. Demnach wird der Konzern mehr als 2 Mrd. US-Dollar in das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama investieren. Damit soll die Umstellung der Produktion auf die neue M-Klasse von Mercedes-Benz finanziert werden. Zudem ist eine Erweiterung der Produktionskapazitäten des US-Werks geplant. Die Deutsche Telekom ist daneben einem Medienbericht zufolge an einer Übernahme der Mehrheit am Konkurrenten Belgacom interessiert. Die Aktie der Deutschen Telekom verschlechtert sich derzeit um 0,8 Prozent. Die Commerzbank kann auch zur Mittagszeit ihre Spitzenposition im Dax mit einem Zugewinn von 1,1 Prozent behaupten, während am Ende Infineon 3,9 Prozent an Wert verlieren.
Im MDAX können sich im frühen Handel Axel Springer mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent auf den ersten Platz der Gewinnerliste setzen, während Praktiker als Schlusslicht um 4,8 Prozent nachgeben.
Zahlen gab es heute aus dem TecDAX. Die Aktien des Netzwerkspezialisten ADVA brechen nach ihrem gestrigen Höhenflug heute als schwächster Wert im TecDax um 6,2 Prozent ein. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal 2011 bei Umsatz und Ergebnis zulegen. So wuchs der Umsatz um 13,4 Prozent auf 77,8 Mio. Euro und lag damit leicht über der Prognosebandbreite von 72 Mio. bis 77 Mio. Euro. Das IFRS Proforma Betriebsergebnis lag mit 3,5 Mio. Euro oder 4,5 Prozent vom Umsatz ebenfalls leicht über der Prognosebandbreite, die 1 Prozent bis 4 Prozent vom Umsatz betrug. Nach IFRS ergab sich ein Betriebsergebnis von 2,4 Mio. Euro, nach zuvor 1,0 Mio. Euro. Ferner entstand ein IFRS Quartalsgewinn in Höhe von 0,8 Mio. Euro, nach 0,6 Mio. Euro im zweiten Quartal 2010. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,02 Euro, nach zuvor 0,01 Euro. Indes steigerte BB Biotech in der ersten Jahreshälfte 2011 den Inneren Wert (NAV) von BB Biotech um 8.2 Prozent (in US-Dollar, dividendenadjustiert). Die Aktie von BB Biotech konnte dividendenadjustiert um 9,1 Prozent (in CHF) respektive um 11.5 Prozent (in Euro) zulegen. Das zweite Quartal entsprach, gemessen an der Performance, nicht den eigenen Erwartungen, zumal die Kernbeteiligungen nicht mit dem Sektor mithalten konnten. Bei den klein- und mittelgrossen Biotech-Firmen baute das Management Team ein halbes Dutzend Positionen auf und vollzog den Einstieg in die Emerging Markets - vorab Indien. Der Anteilsschein verteuert sich um 0,9 Prozent. Vorne rücken Roth & Rau um 1,8 Prozent vor.
Der im SDAX notierte Personaldienstleister Amadeus FiRe (Amadeus Fire) konnte im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten. So lag der Umsatz mit 62,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 54,0 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Gewinn nach Anteilen Dritter ein Anstieg auf 6,4 Mio. Euro erzielt, nach 4,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Papier legt um 2,6 Prozent zu.
DAX: 7.175,32 (-0,64 Prozent) MDAX: 10.687,57 (-0,77 Prozent) SDAX: 5.316,23 (-0,07 Prozent) TecDAX: 833,26 (-0,81 Prozent) (21.07.2011/ac/n/m)