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11.08.2011 13:26

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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes halten sich nach Zahlenflut weiter in der Gewinnzone

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - An den deutschen Aktienmärkten mussten im Donnerstaghandel bis zur Mittagszeit einen Teil ihrer anfänglich deutlicheren Aufschläge wieder abgeben. Dabei drücken anhaltende Sorgen um französische Banken auf die Stimmung der Investoren. Der DAX verbessert sich aktuell um 0,86 Prozent auf 5.661,61 Punkte. Der MDAX steigt um 1,55 Prozent auf 8.664,64 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,94 Prozent nach oben auf 4.414,53 Zähler. Der TecDAX legt um 1,99 Prozent zu auf 704,04 Punkte. Der Bund Future verliert 0,11 Prozent auf 133,95 Zähler, während sich der Euro um 0,50 Prozent auf 1,4205 US-Dollar verbessert.

Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im Juli 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 8,2 Prozent, nach Zuwächsen von 8,5 Prozent im Juni 2011 und 5,3 Prozent im Juli 2010. Dagegen gingen die Großhandelspreise binnen Monatfrist um 0,6 Prozent zurück, während sie im Juni 2011 ebenfalls um 0,6 Prozent und im Juli 2010 um 0,3 Prozent gesunken waren.

Die US-Börsen dürften heute mit Zugewinnen in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,75 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,86 Prozent zu, während der S&P-Future 0,80 Prozent gewinnt. Konjunkturseitig stehen am Nachmittag in den USA noch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Handelsbilanz für Juni zur Veröffentlichung an.

Im Dax stehen heute vor allem auch die Aktien von K+S mit einem Abschlag von 2,8 Prozent als schwächster Wert im Blick. Der Düngemittelhersteller verbesserte im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich. Auch für das Gesamtjahr wird bei Umsatz und Ergebnis mit einer kräftigen Verbesserung gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich um 11 Prozent auf 1,05 Mrd. Euro, wobei dieser Anstieg auf Preis- und Mengeneffekte zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis EBIT I stieg um 38 Prozent auf 191,9 Mio. Euro. Schließlich belief sich das bereinigte Konzernergebnis (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) im zweiten Quartal auf 29,2 Mio. Euro (Vorjahr: 97,5 Mio. Euro). Auf die darin enthaltenen, nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der COMPO entfielen dabei -97,6 Mio. Euro, die sich aus der zum 30. Juni 2011 notwendigen Wertkorrektur in Höhe von 104,0 Mio. Euro und dem Nettoergebnis der COMPO in Höhe von 6,4 Mio. Euro zusammensetzen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich derweil Infineon mit einem Zugewinn von 3,7 Prozent wieder.

Eine wahre Flut an Quartalsausweisen strömt heute aus der zweiten Reihe auf die Investoren nieder. Salzgitter konnte im ersten Halbjahr 2011 Umsatz und Ergebnis steigern. Der Konzern-Außenumsatz wuchs um 18 Prozent auf 4,77 Mrd. Euro. Der Innenumsatz wuchs um 30 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich auf 130,0 Mio. Euro (2010: -5,1 Mio. Euro). In diesem Resultat sind 46,5 Mio. Euro Ergebnisbeitrag der at-equity einbezogenen Beteiligung an von Aurubis AG enthalten (2010: 22,0 Mio. Euro). Der Nachsteuergewinn verbesserte sich auf 93,7 Mio. Euro (2010: -3,5 Mio. Euro). Das Papier des Stahlherstellers legt als bester Wert im MDAX um 14,5 Prozent zu.

Schlecht lief es indes im ersten Halbjahr 2011 für den Pharmagroßhändler Celesio . So hatte man unter dem schwachen Marktumfeld und staatlichen Regulierungen zu leiden und musste einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Der Umsatz sank leicht auf 11,49 Mrd. Euro. Das EBITDA verringerte sich auf 271,7 Mio. Euro, nach 324,5 Mio. Euro im Vorjahreshalbjahr. Dieser Rückgang ist den Angaben zufolge im Wesentlichen auf zusätzliche und über den Erwartungen liegende staatliche Maßnahmen in Höhe von rund 64 Mio. Euro zurückzuführen, die in einem schwierigen Marktumfeld nur teilweise kompensiert werden konnten. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Verlust von 30,2 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 112,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte wurde ein Gewinn von 93,5 Mio. Euro verzeichnet, nach zuvor 136,8 Mio. Euro. Die Aktie verteuert sich trotzdem um 4,4 Prozent. STADA Arzneimittel legen ferner um 1,5 Prozent zu. Der Pharmakonzern konnte im ersten Halbjahr 2011 sowohl Umsatz als auch alle Ertragskennzahlen steigern. Zudem wurde ein unverändert positiver Ausblick für 2011 und 2012 gegeben. So wuchs der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten 2011 um 7 Prozent auf 829,7 Mio. Euro. Das operative Ergebnis kletterte indes um 9 Prozent auf 107,6 Mio. Euro. Der Konzerngewinn nahm im gleichen Zeitraum auf 56,1 Mio. Euro (Vorjahr: 50,0 Mio. Euro) zu.

Bilfinger Berger (Bilfinger Berger) geben nach Halbjahreszahlen um 1,7 Prozent nach. Die Leistung des Baukonzerns lag mit 4,03 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 3,78 Mrd. Euro. Beim Auftragseingang wurde hingegen ein leichter Rückgang von 2 Prozent auf 3,82 Mrd. Euro verzeichnet. Das Konzernergebnis erhöhte sich deutlich von 118 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf jetzt 264 Mio. Euro. Das Nachsteuerergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten lag mit 91 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 77 Mio. Euro. Daneben geht es für TUI um 3,6 Prozent nach oben. Der Touristikkonzern hat auch im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 eine steigende Nachfrage nach Urlaubsreisen verzeichnet. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich im dritten Quartal um 9 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro. Das bereinigte EBITA sank im dritten Quartal um rund 11 Prozent auf 96 Mio. Euro. Das Konzernergebnis belief sich im dritten Quartal auf -40 Mio. Euro, nach -12 Mio. Euro im Vorjahr.

LANXESS (LANXESS) verteuern sich um 2,7 Prozent. Der Spezialchemiekonzern hat seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2011 nach einem Rekord-Ergebnis im zweiten Quartal angehoben. So wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 2,24 Mrd. Euro. Gleichzeitig stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 26 Prozent auf 339 Mio. Euro. Der Konzerngewinn stieg im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 181 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet die Konzernleitung nunmehr mit einer Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 918 Mio. Euro. Zuvor war ein Wachstum von 10 bis 15 Prozent als Prognose genannt worden.

Deutsche EuroShop (Deutsche EuroShop) verbessern sich um 3,4 Prozent. Der Konzern hat im ersten Halbjahr sein Ergebnis gesteigert. Der Umsatz lag mit 91,1 Mio. Euro um 29 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich ebenfalls um 29 Prozent auf 78,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Bewertung (EBT vor Bewertung) ist von 31,2 Mio. Euro auf 39,6 Mio. Euro gestiegen. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 24 Prozent auf 32,3 Mio. Euro. Entsprechend erhöhte sich auch das Ergebnis je Aktie von 0,57 Euro auf 0,63 Euro. Die Kennzahl FFO (Funds from Operations) verbesserte sich um 12 Prozent von 0,68 Euro auf 0,77 Euro je Aktie. Am Indexende verbilligen sich Symrise um 5 Prozent.

Im TecDax können sich Nordex um 4,4 Prozent verbessern. Der Windanlagenbauer musste im ersten Halbjahr trotz höherer Umsatzerlöse einen Verlust hinnehmen. So lag der Umsatz mit 403,3 Mio. Euro um 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 4,1 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Gewinn von 2,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für die Papiere von JENOPTIK geht es derweil um 2,8 Prozent nach oben, nachdem der Technologiekonzern im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg aufwarten konnte. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 256,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 221,3 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 14,5 Mio. Euro ausgewiesen, nach zuvor 2,0 Mio. Euro. Sehr gut verbunden sind schließlich heute die Aktionäre des Telefonherstellers Gigaset . Das Unternehmen konnte sein Ergebnis im zweiten Quartal 2011 deutlich steigern. Der Vorstand bekräftigt deshalb seine Prognose für das Jahr 2011. Die Umsatzerlöse der fortzuführenden Geschäftsbereiche sanken auf 100,2 Mio. Euro, nach 112,5 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Sowohl beim EBIT als auch beim Nettoergebnis erreichte die Gesellschaft zum ersten Mal im traditionell schwachen zweiten Quartal positive Zahlen. Das EBIT verbesserte sich um 4,8 Mio. auf 1,5 Mio. Euro und das Nettoergebnis verbesserte sich sogar um 5,4 Mio. auf 0,7 Mio. Euro. Der Anteilsschein rückt um 5,4 Prozent vor. Schließlich befinden sich Evotec nach Halbjahreszahlen mit einem Aufschlag von 10,6 Prozent auf Platz eins der Gewinnerliste im TecDAX im Höhenrausch. Der Biotechnologiekonzern steigerte seinen Umsatz auf 33,4 Mio. Euro, nach 25,0 Mio. Euro im Vorjahr. Beim Betriebsgewinn wurde ein Anstieg auf 921.000 Euro verzeichnet, nach 342.000 Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wies Evotec einen Periodenüberschuss von 794.000 Euro aus, nach einem Periodenüberschuss von 95.000 Euro in der Vorjahresperiode. Im Anschluss hob man die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.

Phoenix Solar (Phoenix Solar) ist im ersten Halbjahr in die Verlustzone gerutscht. Wie der Solartechnikkonzern heute verkündete, lag der Konzernumsatz im Berichtszeitraum mit 140,8 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 364,0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im ersten Halbjahr -26,3 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 27,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern betrug das Konzernergebnis im ersten Halbjahr -21,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 18,7 Mio. Euro). Der Titel gewinnt 1,3 Prozent an Wert. Des Weiteren scheint für SolarWorld heute mit einem Aufschlag von 3,4 Prozent die Sonne, obwohl der Solartechnikkonzern in den ersten sechs Monaten 2011 einen Gewinnrückgang ausweisen musste. Der konzernweite Umsatz schrumpfte von 608,4 Mio. auf 535,0 Mio. Euro. Ferner sank das EBIT auf 68,1 Mio. (2010: 83,7 Mio.) Euro. Der Konzern erzielte in den ersten sechs Monaten eine EBIT-Marge von 12,7 (2010: 13,8) Prozent und einen Gewinn 22,4 Mio. (2010: 34,8 Mio.) Euro.

Auch aus dem SDAX meldeten sich heute zahlreiche Unternehmen mit Quartalszahlen zu Wort. Jungheinrich (Jungheinrich vz) fahren dabei um 4,7 Prozent vor. Der Konzern konnte im zweiten Quartal bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen und hat im Anschluss die Jahresprognose angehoben. Indes geht es für Biotest (Biotest vz) um 2 Prozent nach unten. Der Anbieter von Plasmaproteinen und diagnostischen Erzeugnissen in der Mikrobiologie konnte im ersten Halbjahr 2011 nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Ferner wurde die Prognose für die fortgeführten Geschäftsbereiche für das Geschäftsjahr 2011 angepasst. MLP legen um 1,6 Prozent zu. Der Finanzdienstleister konnte im ersten Halbjahr beim um Einmaleffekte bereinigten operativen Ergebnis deutlich zulegen. CeWe Color verteuern sich um 3 Prozent. Der Foto-Finisher konnte im ersten Halbjahr dank höherer Umsatzerlöse den Verlust reduzieren. Wacker Neuson (Wacker Neuson SE) rücken um 2 Prozent vor, nachdem man für das zweite Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg vermeldete.

Mit einem Abschlag von 2,7 Prozent wurden die Halbjahreszahlen von CENTROTEC Sustainable negativ aufgenommen. Der Konzern hat im ersten Halbjahr einen Rekordumsatz erzielt hat, während sich das Ergebnis rückläufig zeigte. Die EPS-Prognose für das Gesamtjahr wurde indes nach unten korrigiert. Schließlich geht es für die Aktie der Beteiligungsgesellschaft GESCO um 6,1 Prozent nach oben, nachdem man im ersten Quartal mit einem Ergebnisanstieg aufwarten konnte.

DAX: 5.661,61 (+0,86 Prozent) MDAX: 8.664,64 (+1,55 Prozent) SDAX: 4.414,53 (+0,94 Prozent) TecDAX: 704,04 (+1,99 Prozent) (11.08.2011/ac/n/m)

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