Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes bauen im Donnerstaghandel bis zur Mittagszeit ihre Gewinne aus. Dabei wirken sich die guten Vorgaben aus den USA positiv aus. Zudem signalisieren die Futures auch eine starke Eröffnung an der Wall Street. Allerdings blicken die Anleger besorgt nach Portugal. Die Regierungskrise in dem Land hat die europäische Schuldenkrise wieder in den Vordergrund gerückt. So wird nunmehr damit gerechnet, dass auch Portugal den Euro-Rettungsschirm in Anspruch nehmen wird. Der DAX gewinnt aktuell 1,60 Prozent auf 6.913,33 Punkte. Der MDAX (ISIN E0008467416/ WKN 846741) steigt um 1,41 Prozent auf 10.136,11 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,43 Prozent nach oben auf 5.052,84 Zähler. Der TecDAX verbessert sich um 0,77 Prozent auf 897,72 Punkte. Der Bund Future verliert momentan 0,11 Prozent auf 122,16 EUR Zähler, während der Euro um 0,30 Prozent auf 1,4146 US-Dollar zulegt.
Die US-Börsen dürften heute positiv in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,72 Prozent. Der NASDAQ-Future gewinnt 0,97 Prozent an Wert, während der S&P-Future 0,85 Prozent zulegt. Konjunkturseitig stehen heute in den USA noch die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter für Februar und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Veröffentlichung an.
An der Spitze des Dax fahren BMW um 3,1 Prozent vor. Daimler und Volkswagen können mit Zuwächsen von 2,3 bzw. 2,1 Prozent ebenfalls überproportional zulegen. Alle 30 Werte notieren in der Gewinnzone. Am Indexende legen Commerzbank um 0,1 Prozent zu.
Mehrere Zahlenausweise gab es heute aus dem MDAX. FUCHS PETROLUB (FUCHS PETROLUB vz) konnte das Geschäftsjahr 2010 mit Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis abschließen und hat einen optimistischen Ausblick für 2011 veröffentlicht. Demnach verbesserte sich der Gesamtumsatz des Schmierstoffherstellers um 23,8 Prozent auf den bisher höchsten Konzernumsatz von 1,46 Mrd. Euro. Gleichzeitig wurde auch das bisher höchste Ergebnis der Konzerngeschichte erzielt. Das Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich um 41,4 Prozent auf 171,6 (2009: 121,4) Mio. Euro und die Nettoumsatzrendite stieg auf 11,8 (10,3) Prozent. Die Aktie verteuert sich um 3,2 Prozent. Indes konnte der Immobilienkonzern IVG Immobilien im Geschäftsjahr 2010 nach zwei Verlustjahren wieder in die Gewinnzone vorstoßen. So erzielte man einen Konzernüberschuss von 23,2 Mio. Euro, gegenüber einem Vorjahresverlust von 158,0 Mio. Euro. Aufgrund des positiven Konzernergebnisses erhöhte sich der Net Asset Value pro Aktie erstmals seit zwei Jahren wieder auf 7,02 Euro (2009: 6,86 Euro) zum 31.12.2010. Der Net Asset Value adj. je Aktie, der das Wertpotenzial des Kavernengeschäfts beinhaltet, hielt sich mit 9,85 Euro nahezu stabil zum Jahresende 2010 (2009: 9,95 Euro). Das Papier legt um 1,2 Prozent zu. HOCHTIEF verlautbarte, dass seine Tochter Leighton Holdings über ihre Beteiligungen drei neue Aufträge in Australien mit einem Gesamtvolumen von 333,2 Mio. Euro erhalten hat. Die Aktie des Baukonzerns verliert 0,5 Prozent an Wert. Als bester Wert rücken Heidelberger Druck um 4,8 Prozent vor, während sich Anleger vorwiegend von Aktien von Douglas trennen, die als schwächster Wert 3,3 Prozent verlieren.
Im TecDax stehen die Anteilsscheine von United Internet im Blick. So konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 deutlich gesteigert werden, während sich das Ergebnis rückläufig entwickelte. So wuchs der konsolidierte Umsatz um 15 Prozent auf 1,91 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen reduzierte sich von 271,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 127,7 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren vor allem hohe Einmalerträge im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank von 1,17 Euro im Vorjahr auf 0,57 Euro. In 2011 soll das EBITDA ungefähr auf dem Niveau von 2010 liegen. Das Umsatzwachstum 2011 soll den Angaben zufolge ca. 5 Prozent im Segment Access und ca. 10 Prozent im Segment Applications betragen. Der Titel verbessert sich um 1,8 Prozent. JENOPTIK verteuern sich derweil um 2 Prozent. Der Technologiekonzern hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebniszuwachs abgeschlossen. Dabei wuchs der Konzernumsatz von 473,6 Mio. Euro in 2009 auf nun 510,6 Mio. Euro. Das Konzern-EBIT lag inklusive Einmaleffekte, die im Wesentlichen aus dem Verkauf der Jena-Optronik GmbH resultierten, bei 56,4 Mio. Euro und rein operativ bei 31,9 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Konzern-EBIT -19,6 Mio. Euro betragen. An der Indexspitze legen Evotec um 4,8 Prozent zu. Der Biotechnologiekonzern hat sämtliche Finanzziele erreicht und war im Jahr 2010 erstmalig profitabel in 18 Jahren Firmengeschichte. So lagen die Umsätze mit 55,3 Mio. Euro um 29 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Nettoergebnis stellte sich auf 3,0 Mio. Euro (+107 Prozent). Wie es weiter hieß, wurde ein guter Start ins Jahr 2011 erzielt. Für 2011 erwartet Evotec, den Umsatz der Gruppe um mehr als 15 Prozent auf 64 bis 66 Mio. Euro zu steigern. Am Ende geben Q-Cells um 1,8 Prozent nach.
TAKKT verteuern sich im SDAX um 1,1 Prozent. Der Büroversandhändler konnte Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2010 verbessern. So wuchs der Umsatz um 9,6 Prozent auf 801,6 Mio. Euro. Das Periodenergebnis verbesserte sich um 24,5 Prozent auf 34,6 Mio. Euro. Für 2011 erwartet TAKKT eine Fortsetzung der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Dabei wird ein organisches Umsatzwachstum von 4 Prozent angestrebt. Gleichzeitig konnte Constantin Medien 2010 die Ziele für Umsatz und Ergebnis leicht übertreffen. So lag der Konzernumsatz mit 470,3 Mio. Euro leicht oberhalb der Zielspanne von 440 bis 460 Mio. Euro. Das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis belief sich auf -11,4 Mio. Euro (2009: 8,7 Mio. Euro) und war damit etwas besser als der prognostizierte Zielkorridor von -12 bis -14 Mio. Euro. Der Titel verschlechtert sich um 3,7 Prozent. Indes rücken SKW Metallurgie (SKW Stahl-Metallurgie) als bester Wert um 3,7 Prozent vor. Der Spezialchemiekonzern konnte das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekord-EBITDA abschließen und profitierte dabei u.a. von der deutlich gestiegenen globalen Stahlproduktion sowie der erstmaligen Konsolidierung der brasilianischen Tochter Tecnosulfur für ein volles Geschäftsjahr. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 73 Prozent auf den Rekordwert von 380,8 Mio. Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen verbleibt für die Aktionäre der Gesellschaft ein Gewinn von 7,5 Mio. Euro, nach einem Verlust von 5,0 Mio. Euro im Vorjahr. GERRY WEBER (GERRY WEBER International) erzielte derweil im ersten Quartal 2010/2011 neue Höchstwerte bei Umsatz und Ertrag. Die Konzernerlöse stiegen um 9,8 Prozent auf 153,5 Mio. Euro. Ferner kletterte der Periodenüberschuss auf 9,8 Mio. Euro und wies damit ein Plus von 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis auf. Das DVFA-Ergebnis je Aktie stieg von 0,39 Euro auf 0,44 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus von über 10 Prozent auf etwa 700 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von mehr als 14,0 Prozent. Auch in den kommenden zwei bis drei Geschäftsjahren soll der Umsatz jeweils zweistellig wachsen. Die EBIT-Marge soll auf 15 Prozent steigen. Das Papier des Modekonzerns verbessert sich um 0,2 Prozent.
DAX: 6.913,33 (+1,60 Prozent) MDAX: 10.136,11 (+1,41 Prozent) SDAX: 5.052,84 (+0,43 Prozent) TecDAX: 897,72 (+0,77 Prozent) (24.03.2011/ac/n/m)