Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes können im Freitaghandel auch zur Mittagszeit an ihre positive Entwicklung vom Vortag anknüpfen und notieren mehrheitlich erneut in der Gewinnzone. Die heutige Anleiheauktion in Italien sorgte für wenig neue Impulse. Allerdings könnten die am Nachmittag anstehenden US-Wirtschaftsdaten die Märkte noch stärker in die ein oder andere Richtung bewegen. Der DAX gewinnt aktuell 0,41 Prozent auf 6.204,69 Punkte, während der MDAX um 0,23 Prozent auf 9.557,83 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,83 Prozent auf 4.510,81 Zähler nach oben. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,12 Prozent auf 721,25 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,29 Prozent auf 139,57 Punkte, während sich der Euro um 0,41 Prozent auf 1,2768 US-Dollar verbilligt.
Die Wall Street dürfte heute mit uneinheitlichen Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,13 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,04 Prozent zu, während der S&P-Future 0,08 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Import- und Exportpreise, die Handelsbilanz und die Verbraucherstimmung gemeldet.
Im Dax fahren Volkswagen (Volkswagen vz) mit einem Abschlag von 0,2 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern konnte seinen Absatz in China im Jahr 2011 um fast 18 Prozent steigern. Daneben geht es für MAN um 0,6 Prozent nach oben. Presseangaben von gestern zufolge leidet RMMV, das Joint Venture zwischen dem Rüstungs- und Automobilzulieferkonzern Rheinmetall und MAN, zwei Jahre nach dem Start unter den gekürzten Verteidigungsetats der Regierungen. Dem Bericht zufolge müssen Rheinmetall und MAN die Erwartungen an das Gemeinschaftsunternehmen nun senken. Als sie Anfang 2010 die stufenweise Zusammenlegung bekannt gaben, gingen beide Konzerne noch davon aus, 2012 mit Militärfahrzeugen mehr als 1 Mrd. Euro erlösen zu können. Dieser Wert entspreche, wie es unter Berufung auf einen Rheinmetall-Sprecher heißt, nicht mehr den aktuellen Markterkenntnissen. Auch 2013 werde das Umsatzwachstum niedriger ausfallen, da sich erwartete Großaufträge verzögerten. Rheinmetall verlieren im MDAX 1,1 Prozent an Wert. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich im DAX nach wie vor Commerzbank und Deutsche Bank mit Aufschlägen von 4,4 bzw. 3,7 Prozent wieder, während auf dem letzten Platz adidas mit einem Wertverlust von 1 Prozent weiter hinterherlaufen.
Im MDAX fliegen ferner Fraport um 1,7 Prozent vor, nachdem der Flughafenbetreiber einen Passagierrekord vermeldete. Erstmals wurden mehr als vier Millionen Passagiere in einem Dezember gezählt. So wurden am Heimatstandort Frankfurt 4,25 Millionen Passagiere begrüßt. Gegenüber Dezember 2010 stieg die Zahl um 12,2 Prozent. Historische Dezember-Höchstwerte gab es auch bei den Flugbewegungen und den Höchststartgewichten. 38.326 Starts und Landungen führten zu einer Steigerung um 12,3 Prozent. Lediglich die Luftfrachtmengen blieben mit einem Volumen von 167.970 Tonnen um 6,5 Prozent hinter dem Wert des Vorjahres-Dezembers zurück. Insgesamt zählte das Unternehmen 2011 am Frankfurter Flughafen 56,44 Millionen Fluggäste, dies waren 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Jahr 2011 brachte zudem bei den Flugbewegungen einen Anstieg um 4,9 Prozent auf 487.162 Starts und Landungen und bei den Höchststartgewichten eine Steigerung um 4,6 Prozent auf 29,25 Millionen Tonnen. Mit insgesamt 2,17 Millionen Tonnen verringerte sich der Frachtumschlag um 2,8 Prozent. Presseberichten zufolge drohen derweil dem Chemiedistributeur Brenntag nach dem Skandal um gesundheitsschädliche Silikon-Implantate Schadenersatzforderungen in mehrstelliger Millionenhöhe. Die Aktie verschlechtert sich als Schlusslicht im MDAX um 3,4 Prozent. Die Gewinnerliste wird unterdessen von TUI mit einem Aufschlag von 4,3 Prozent angeführt.
SMA Solar Technology (SMA Solar Technology) brechen als schwächster Wert im TecDax um 8,9 Prozent ein. Der Spezialist für Solar-Wechselrichter meldete heute, dass man nach vorläufigen Berechnungen im Geschäftsjahr 2011 in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld die Umsatz- und Ergebnisziele erreicht hat. Eine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr kann indes nicht gegeben werden. So hat man nach vorläufigen Schätzungen des Vorstands im Jahr 2011 rund 1,7 Mrd. Euro Umsatz und ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von über 240 Mio. Euro erzielt. Die Gewinnerliste wird gleichzeitig von JENOPTIK mit einem Aufschlag von 3,9 Prozent angeführt.
DAX: 6.204,69 (+0,41 Prozent) MDAX: 9.557,83 (+0,23 Prozent) SDAX: 4.510,81 (+0,83 Prozent) TecDAX: 721,25 (-0,12 Prozent) (13.01.2012/ac/n/m)