Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notieren am Montag auch zur Mittagszeit klar in der Verlustzone, nachdem am Wochenende keine Lösung für das hoch verschuldete Griechenland gefunden werden konnte. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 1,10 Prozent auf 7.085,10 Punkte. Der MDAX fällt um 0,80 Prozent auf 10.445,79 Stellen. Für den SDAX geht es derweil um 0,50 Prozent nach unten auf 5.269,30 Zähler. Der TecDAX verliert 0,58 Prozent auf 865,50 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,25 Prozent auf 126,38 Zähler, während der Euro um 0,28 Prozent auf 1,4223 US-Dollar nachgibt.
Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im Mai 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit vermindertem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 6,1 Prozent. Im April 2011 hatte die Jahresveränderungsrate bei 6,4 Prozent und im Mai 2010 bei 0,9 Prozent gelegen. Die Preissteigerungen für Energie waren für gut die Hälfte der gesamten Jahresveränderungsrate verantwortlich.
An der Wall Street zeichnet sich heute eine schwächere Handelseröffnung ab. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,52 Prozent an Wert. Der NASDAQ-Future gibt um 0,46 Prozent nach, während sich der S&P-Future um 0,55 Prozent verschlechtert. Konjunkturseitig stehen am Nachmittag keine besonders wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.
adidas halten sich auch zur Mittagszeit als bester Wert im Dax mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf Platz eins der insgesamt drei Werte umfassenden Gewinnerliste. Der Sportartikelhersteller erhofft sich von der Frauenfußballweltmeisterschaft in Deutschland eine leichte Belebung für das Geschäft. Der Umsatzanteil, den adidas mit Frauen macht, wurde vom Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer mit 30 Prozent angegeben. In den kommenden Jahren soll der Umsatzanteil im Geschäft mit Frauen weiter ausgebaut werden. BASF geben derweil um 1,8 Prozent nach. Der Chemiekonzern hat weitere Preiserhöhungen angekündigt. So werden die Absatzpreise für Polymerdispersionen und Additive in Europa, Afrika und Westasien mit sofortiger Wirkung um 85 Euro pro Tonne angehoben. Die Absatzpreise für Acrylatharze und redispergierbares Polymerpulver werden ebenfalls mit sofortiger Wirkung in diesen Regionen um 140 Euro pro Tonne erhöht, teilte BASF weiter mit. Begründet wurden die Preiserhöhungen mit dem anhaltend hohen Kostenniveau bei Rohstoffen und Frachten. Die rote Laterne wird indes von der Allianz mit einem Verlust von 2 Prozent gehalten.
Continental (Continental) meldete heute einen Zukauf. So übernimmt der Automobilzulieferer die Radar Engineering Unit in Ottobrunn von Magna Electronics, einer Tochtergesellschaft des internationalen Automobilzulieferers Magna International . Die Übernahme soll voraussichtlich zum 1. Juli 2011 erfolgen. Das Papier gibt um 0,8 Prozent nach. Die zum Verlagskonzern Axel Springer gehörende Tochtergesellschaft SeLoger.com hat sich derweil an einem der führenden Immobilienportale in Asien beteiligt und im Rahmen einer strategischen Akquisition 9,4 Prozent der Anteile an IPGA Ltd. erworben. Die Aktien von Axel Springer verschlechtern sich um 1,9 Prozent. EADS will einem Medienbericht zufolge in einen neuen Geschäftsbereich einsteigen und im weltweiten Krieg gegen Cyber-Attacken mitmischen. Ziel ist es, die bisherigen eigenen Aktivitäten zu bündeln und weiter im Markt zuzukaufen. "Wir wollen mehrere hundert Millionen in den Bereich investieren, wobei ein Großteil für den Aufkauf von Spezialfirmen verwendet werden soll", sagte Cassidian-Chef Stefan Zoller im Vorfeld der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris in einem Presseinterview. Dazu soll unter dem Dach der Sicherheitssparte Cassidian eine eigene Internetsicherheitsfirma gegründet werden. Damit will EADS einen Rückstand in dem weltweit boomenden Sektor aufholen. Für den Anteilsschein geht es um 0,8 Prozent nach unten. Ferner stehen auch die Aktien von ElringKlinger im Fokus. Der Automobilzulieferer will einem Pressebericht zufolge im nächsten Jahr wieder in den angestrebten operativen Korridor von 16 bis 18 Prozent Marge zurückkehren. Der Titel verschlechtert sich um 0,6 Prozent. Indes will Aloysius Rauen, Chef des Kranherstellers Demag Cranes einem Pressebericht zufolge auch nach der Übernahme durch den US-Baumaschinenherstellers Terex Chef des Unternehmens bleiben. Die Aktie verliert 0,1 Prozent an Wert. An der Spitze des MDAX können die Papiere von Sky Deutschland um 2,2 Prozent zulegen. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich derweil die Papiere von Heidelberger Druch mit einem Abschlag von 3,6 Prozent wieder.
Im TecDax richtet sich der Fokus der Investoren heute auf die Telekommunikationskonzerne Drillisch und freenet. Drillisch fasst einem Medienbericht zufolge einen Zusammenschluss mit freenet ins Auge. Dem Bericht zufolge werden nach der Hauptversammlung von freenet am 30. Juni Möglichkeiten für ein Zusammengehen ausgelotet. Konkrete Pläne oder einen Zeitplan gebe es noch nicht, werden mit der Sache vertraute Personen zitiert. Indes hat Drillisch seine Beteiligung an freenet weiter aufgestockt. Der Stimmrechtsanteil von Drillisch an freenet hat am 17. Juni die Schwelle von 20 Prozent überschritten und liegt derzeit bei 21,86 Prozent. Während sich Drillisch als Spitzenreiter im TecDAX um 4,6 Prozent verteuern, legen freenet auf Platz fünf der Gewinnerliste um 0,8 Prozent zu. Am Indexende geht es für Dialog Semiconductor um 3,3 Prozent nach unten.
Die Anteilsscheine von GSW Immobilien und NORMA Group werden heute erstmals im SDAX gelistet und ersetzen dabei die Titel von Colonia Real Estate und der Homag Group . Während GSW Immobilien annähernd auf Vortagesniveau notieren, verlieren NORMA 1,4 Prozent an Wert.
DAX: 7.085,10 (-1,10 Prozent) MDAX: 10.445,79 (-0,80 Prozent) SDAX: 5.269,30 (-0,50 Prozent) TecDAX: 865,50 (-0,58 Prozent) (20.06.2011/ac/n/m)