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19.09.2011 13:18

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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes notieren weiter tief im Minus, Volkswagen unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben einen schwächeren Start in die neue Handelswoche erwischt und notieren am Montag auch zur Mittagszeit im Minus. Das Treffen der Finanzminister der Eurozone hatte am Wochenende nicht die von den Märkten erhofften Ergebnisse geliefert, woraufhin nun die Sorge vor einer Insolvenz des Landes wieder wächst. Der DAX verliert aktuell 2,74 Prozent auf 5.420,84 Punkte, während der MDAX 1,94 Prozent auf 8.737,80 Stellen fällt. Für den SDAX geht es derweil um 1,83 Prozent auf 4.366,47 Zähler nach unten. Der TecDAX verschlechtert sich um 1,53 Prozent auf 695,63 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,55 Prozent auf 137,40 Punkte, während sich der Euro um 0,13 Prozent auf 1,3664 US-Dollar verbilligt.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich laut der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) abschwächen. Demnach wird das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2011 um 3 Prozent steigen, in 2012 aber nur noch um knapp 1,25 Prozent. Maßgeblich dafür sind die neuerlichen Turbulenzen an den Finanzmärkten als Folge der Staatsschuldenkrisen in Europa und den USA. In eine Rezession dürften aber weder Deutschland noch die globale Konjunktur abgleiten.

An der Wall Street zeichnet sich heute eine negative Handelseröffnung ab. So gibt der Dow Jones Future derzeit um 1,02 Prozent nach. Der NASDAQ-Future verliert 0,96 Prozent an Wert, während es für den S&P-Future um 1,40 Prozent nach unten geht. Konjunkturseitig wird am Nachmittag in den USA der NAHB/WF Hausmarktindex für September erwartet.

Merck teilte heute mit, dass man die weltweiten Exklusivrechte an PI-2301, einem experimentellen Medikament für Multiple Sklerose, erworben hat, das bislang von der Peptimmune Inc. entwickelt wurde. Wie es heißt, hat PI-2301 die Phase 1b für Multiple Sklerose durchlaufen und kann nun in Phase 2 der klinischen Studien eintreten. Der Erwerb von PI-2301 umfasst die weltweiten Exklusivrechte für Entwicklung und Vermarktung. PI-2301 ist ein Peptid-Copolymer der zweiten Generation, das mutmaßlich die regulierende Reaktion des Immunsystems verstärkt. Merck wird die Anwendung dieses Produkts bei Autoimmunerkrankungen wie der Multiplen Sklerose untersuchen. Die Aktie des Pharmakonzerns verschlechtert sich um 1,3 Prozent. Volkswagen (Volkswagen vz) fahren daneben mit einem Abschlag von 4,2 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern hat das größte Investitionspaket in der Geschichte des Konzerns für neue Modelle, umweltfreundliche Technologien und Werke angekündigt. So wird man in den kommenden fünf Jahren im Konzernbereich Automobile rund 62,4 Mrd. Euro investieren. Dies ist das Ergebnis der Investitionsplanung für die Jahre 2012 bis 2016, die der Aufsichtsrat am Freitag erörtert hat. Auf Sachinvestitionen entfallen 49,8 Mrd. Euro. Mit 57 Prozent wird mehr als die Hälfte davon allein in Deutschland investiert.

Siemens teilte unterdessen schon am Freitag mit, dass Siemens VAI Metals Technologies im Auftrag der ThyssenKrupp Steel Europe AG, Teil von ThyssenKrupp , die gesamte Bandkühlung im Warmbandwerk 1 am Standort Duisburg-Bruckhausen auf den neuesten technischen Stand bringen wird. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 10 Mio. Euro. Siemens geben um 2,3 Prozent nach, während ThyssenKrupp 4,3 Prozent verlieren. Im Dax notieren alle 30 Titel in der Verlustzone. Am kleinsten fallen dabei die Abschläge bei METRO mit 0,4 Prozent aus, während sich gleichzeitig Deutsche Börse AG mit einem Wertverlust von 5,8 Prozent ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren wiederfinden.

STADA Arzneimittel (STADA Arzneimittel) verschlechtern sich um 3,6 Prozent. Der Konzern interessiert sich Presseangaben zufolge offenbar für einen Teil des Selbstmedikationsgeschäfts der britischen GlaxoSmithKline (GSK) . Wie es heißt, will der deutsche Pharmakonzern das Europa-Geschäft des GSK-Pakets erwerben. Diese Aktivitäten erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 190 Mio. Britische Pfund. Daneben fliegen EADS an der Indexspitze um 1,7 Prozent vor. Der Luft- und Raumfahrtkonzern könnte Presseangaben von Sonntag zufolge bald einen neuen Investor erhalten. Wie es heißt, versucht der Automobilkonzern Daimler seit Monaten erfolglos, seine Anteile an EADS loszuwerden. Jetzt stehe das Emirat Katar bereit. Den Angaben zufolge sondiert derzeit die Regierung Katars einen Aufkauf von Aktien der Daimler-Finanzbeteiligung EADS. Die rote Laterne geht indes weiterhin an Klöckner & Co mit einem Wertverlust von 6,2 Prozent.

Die Gewinnerliste im TecDax wird von QSC mit einem Aufschlag von 3,3 Prozent angeführt, während am Indexende SMA Solar um 9,1 Prozent einbrechen.

DAX: 5.420,84 (-2,74 Prozent) MDAX: 8.737,80 (-1,94 Prozent) SDAX: 4.366,47 (-1,83 Prozent) TecDAX: 695,63 (-1,53 Prozent) (19.09.2011/ac/n/m)

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