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07.12.2012 13:08

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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes notieren weiterhin im Minus

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren am letzten Handelstag der Woche auch im Mittagshandel etwas schwächer. Im Blick stehen diverse Konjunkturdaten. Zudem warten die Anleger bereits gespannt auf die am Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,17 Prozent auf 7.521,45 Punkte, während der MDAX um 0,10 Prozent auf 11.875,33 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,34 Prozent auf 5.140,68 Zähler nach unten. Der TecDAX fällt um 0,22 Prozent auf 838,41 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,03 Prozent auf 145,65 Punkte, während sich der Euro um 0,24 Prozent auf 1,2929 US-Dollar verbilligt.

Die konjunkturellen Perspektiven in Deutschland haben sich eingetrübt. Dies geht aus der heute vorgestellten neuen Prognose der Deutschen Bundesbank hervor. Demnach reduzieren die Unternehmen ihre Investitionen und stellen weniger neues Personal ein. Allerdings rechnet die Deutsche Bundesbank in ihrer neuen Prognose nicht mit einer länger anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase, sondern sie sieht vielmehr die baldige Rückkehr auf einen Wachstumskurs. Dabei erwartet die Bundesbank im Rahmen ihrer halbjährlichen Prognose nach einer Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr um 0,7 Prozent (kalenderbereinigt 0,9 Prozent) für das kommende Jahr einen Anstieg um lediglich 0,4 Prozent (kalenderbereinigt 0,5 Prozent). Im Jahr 2014 ist eine Steigerung des realen BIP um 1,9 Prozent möglich, wenn sich die Banken- und Staatsschuldenkrise im Euro-Raum nicht weiter verschärft und sich die Verunsicherung der Investoren und Verbraucher allmählich legt.

Der Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland hat sich im dritten Quartal nach Angaben des Statistischen Bundesamtes beschleunigt. Die Arbeitskosten je geleistete Stunde im Produzierenden Gewerbe und im gesamten Dienstleistungsbereich stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 3,3 Prozent, nach Zuwächsen von 2,7 Prozent im zweiten Quartal und 2,7 Prozent im dritten Quartal 2011. Im Einzelnen sind die Bruttolöhne und -gehälter im Vorjahresvergleich kalenderbereinigt um 3,4 Prozent und die Lohnnebenkosten um 3,0 Prozent angezogen. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Arbeitskosten saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent. Im zweiten Quartal 2012 waren die Kosten um 1,5 Prozent gestiegen und im dritten Quartal 2011 um 0,2 Prozent gesunken. Dabei zogen im Berichtsquartal die Kosten der Arbeitgeber für Bruttolöhne und -gehälter um 0,4 Prozent und die Lohnnebenkosten um 1,8 Prozent an. Die deutschen Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen sind derweil im Jahr 2011 zweistellig gestiegen. So haben sich die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen im Jahr 2011 zusammen genommen um 10,9 Prozent erhöht. Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist ferner im September gesunken. So belief sich die Gesamtzahl auf 11.112 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 17,9 Prozent. Hierbei entfielen 2.057 auf Unternehmen (-17,0 Prozent) und 9.055 auf andere Schuldner (-18,1 Prozent). Die Verbraucher verbuchten ein Minus von 19,2 Prozent auf 7.200 Insolvenzanträge.

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat im Oktober nachgegeben. Dies gab das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) heute auf Basis vorläufiger Berechnungen bekannt. Demnach fiel die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,6 Prozent, während sie im Monat zuvor nach revidierten Angaben um 1,3 Prozent gesunken war. Hierbei schrumpfte die Industrieproduktion um 2,4 Prozent.

Die Wall Street dürfte heute mit Abschlägen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,11 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,12 Prozent nach, während der S&P-Future 0,11 Prozent verliert. Aus den USA werden heute der Arbeitsmarktbericht, die Verbraucherstimmung und die Verbraucherkredite gemeldet.

Unter Druck stehen heute im Dax die Anteilsscheine der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom), die als Schlusslicht im DAX 3 Prozent an Wert verlieren. Das Unternehmen hat gestern eine Dividendensenkung ab 2013 bekannt gegeben. So soll die Dividende für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 auf jeweils 0,50 Euro je Aktie reduziert werden. Zusätzlich haben T-Mobile USA und der US-Technologiekonzern Apple vereinbart, im Jahr 2013 gemeinsame Produkte auf den Markt zu bringen. Unterdessen kommt die Trennung von drei Vorstandsmitgliedern den Industriekonzern ThyssenKrupp einem Medienbericht zufolge teuer zu stehen. Technikvorstand Olaf Berlien, Compliance-Vorstand Jürgen Claassen und Stahlchef Edwin Eichler werden nach Berechnungen der Presse zusammen zwischen 11 und 12 Mio. Euro kassieren. ThyssenKrupp wollte sich dem Bericht zufolge dazu nicht äußern. Der Titel verbilligt sich um 1 Prozent. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren stehen unterdessen Deutsche Post mit einem Zugewinn von 1,4 Prozent.

Die Übernahme der Parfümeriekette Douglas (DOUGLAS) durch den Finanzinvestor Advent International und die Gründerfamilie Kreke ist geglückt. So wurden der Beauty Holding Three AG, einer Holdinggesellschaft, die indirekt durch von Advent International beratene Fonds gehalten wird, bis zum Ende der Übernahmefrist am 4. Dezember 31.482.655 Aktien angedient. Zusätzlich zu dem mit der Lobelia Beteiligungs GmbH (Familie Kreke) geschlossenen Aktienkaufvertrag über 12,73 Prozent ergibt sich damit ein Anteil von 92,57 Prozent. Darüber hinaus hat die Beauty Holding Three AG Aktienkäufe in Höhe von 0,44 Prozent außerhalb des Übernahmeangebots getätigt. Damit wurden die Angebotsbedingung des Überschreitens der Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent sowie alle anderen Angebotsbedingungen erfüllt. Douglas verteuern sich um 0,4 Prozent. Spitzenreiter im MDAX sind auch zur Mittagszeit die Anteilsscheine von Wincor Nixdorf mit einem Wertzuwachs von 4,2 Prozent, während der letzte Platz von Salzgitter mit einem Minus von 2,6 Prozent eingenommen wird.

Der Online-Broker comdirect bank legte derweil heute die Monatszahlen für November vor. Demnach wurde die Kundengesamtzahl erhöht. Das betreute Kundengesamtvermögen stieg ebenfalls. Die Aktie tendiert nahezu unverändert.

DAX: 7.521,45 (-0,17 Prozent) MDAX: 11.875,33 (-0,10 Prozent) SDAX: 5.140,68 (-0,34 Prozent) TecDAX: 838,41 (-0,22 Prozent) (07.12.2012/ac/n/m)

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