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14.09.2011 13:17

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Börse Frankfurt am Mittag: Indizes setzen ihren Aufwärtstrend fort

Siemens zu myNews hinzufügen Was ist das?


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes schalten nach den Zugewinnen von gestern im Mittwochhandel zur Mittagszeit erneut den Vorwärtsgang ein. Die Anleger hoffen, dass bald Wege aus der europäischen Schuldenkrise gefunden werden. Allerdings zeigen sich die Investoren weiterhin sehr nervös. Der DAX gewinnt aktuell 2,39 Prozent auf 5.290,06 Punkte, während der MDAX 2,60 Prozent auf 8.621,46 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 1,45 Prozent auf 4.218,31 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 1,74 Prozent auf 699,48 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,49 Prozent auf 137,06 Punkte, während sich der Euro um 0,43 Prozent auf 1,3737 US-Dollar verteuert.

Die deutsche Konjunktur hat sich im ersten Halbjahr 2011 nach Angaben des Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI) merklich verlangsamt. Deshalb prognostiziert das RWI nur noch einen Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,9 Prozent für 2011, nachdem es im Juni noch von 3,7 Prozent ausgegangen war. Verschlechtert hat sich insbesondere das internationale Umfeld, was sich in nur geringen Zuwächsen im zweiten Halbjahr 2011 und für 2012 niederschlagen dürfte. Für das nächste Jahr 2012 erwartet das RWI eine BIP-Zunahme um 1,0 Prozent, nachdem es im Juni 1,7 Prozent prognostiziert hatte. Zudem geht das Institut von einer geringfügig sinkenden Arbeitslosenquote und weiter zurückgehender Staatsverschuldung aus.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine positive Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,63 Prozent. Der NASDAQ-Future gewinnt 0,90 Prozent an Wert, während der S&P-Future 0,77 Prozent zulegt. Konjunkturseitig stehen am Nachmittag in den USA noch der Erzeugerpreisindex und der Einzelhandelsumsatz für August sowie die Lagerbestände für Juli auf der Agenda.

Siemens legen um 2,8 Prozent zu. Der Technologiekonzern gab heute bekannt, dass er und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) im Zusammenhang mit der Realisierung des Nordeuropäischen Radioonkologischen Centrums Kiel (NRoCK) eine Absichtserklärung zur Auflösung der bisherigen Verträge unterzeichnet haben. Demnach sieht die Erklärung, die unter der Moderation von Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Jost de Jager zustande gekommen war, vor, dass das UKSH eines der modernsten und leistungsfähigsten Zentren in Deutschland zur Behandlung von Krebspatienten mit konventioneller Strahlentherapie zu Vorzugskonditionen erhält. Die Arbeiten zur Errichtung einer Partikeltherapieanlage von Siemens auf Basis von Protonen und Kohlenstoffionen sollen nicht fortgesetzt werden. Nach der Ratingabstufung französischer Banken durch Moody's stehen heute auch in Deutschland Banktitel im Blick. So verbessert sich die Deutsche Bank um 0,3 Prozent, während Commerzbank 1,8 Prozent hinzugewinnen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich mit einem Zugewinn von 6,5 Prozent die Aktien der Deutschen Börse AG wieder, während die rote Laterne mit einem Wertverlust von 0,7 Prozent an Merck geht.

GERRY WEBER (GERRY WEBER International) konnte in den ersten neun Monaten 2010/2011 neue Höchstwerte bei Umsatz und Ertrag erreichen und hat die Umsatz- und Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. So erhöhte sich der Konzernumsatz von 432,3 Mio. auf 486,8 Mio. Euro. Das DVFA-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,78 Euro (bezogen auf die ausstehende Aktienanzahl von 45.905.960 Stück), nach 0,69 Euro (bezogen auf die vergleichbare Aktienanzahl von 41.634.484 Stück) im Vorjahr. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen von einem Konzernumsatz von etwa 700 Mio. Euro aus, was ein Plus von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die EBIT-Marge wird auf über 14 Prozent steigen. Auch in den kommenden zwei bis drei Jahren soll der Umsatz jeweils zweistellig wachsen. Die EBIT-Marge dürfte sich dann auf 15 Prozent verbessern. Der Titel gewinnt 2,8 Prozent an Wert. Eine personelle Veränderung wird indes vom Baukonzern HOCHTIEF gemeldet. So hat der Aufsichtrat des Konzerns Peter Sassenfeld (45) zum neuen Vorstandsmitglied und Chief Financial Officer (CFO) des Konzerns bestellt. Er tritt die Nachfolge von Dr. Burkhard Lohr (48) an, der das Unternehmen wie angekündigt zum 18. Oktober 2011 verlässt. Das Papier verteuert sich um 2,2 Prozent. Im MDAX können Praktiker auf Platz eins der Gewinnerliste um 6,2 Prozent zulegen, während am Indexende Axel Springer weiterhin 2 Prozent an Wert einbüßen.

Eine positive Nachricht kam heute bereits von MorphoSys . Der Biotechnologiekonzern gab den Start einer klinischen Phase-1-Studie mit dem HuCAL-basierten Antikörperwirkstoffkonjugat BAY 94-9343 durch seinen Partner Bayer HealthCare Pharmaceuticals, eine Sparte des Pharmakonzerns Bayer , bekannt. Den Angaben zufolge wird das Antikörperwirkstoffkonjugat im Bereich Onkologie eingesetzt. Dieser Schritt repräsentiere den zweiten klinischen Meilenstein innerhalb der Allianz zwischen MorphoSys und Bayer HealthCare. Während MorphoSys um 1,3 Prozent zulegen, geht es für Bayer um 0,8 Prozent nach oben.

Im SDAX notieren die Aktien der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG) (Deutsche Beteiligungs) mit einem Abschlag von 0,6 Prozent im Minus. Die Private Equity-Gesellschaft hat das dritte Quartal 2010/2011 (zum 31. Juli 2011) infolge von Belastungen aus der Kapitalmarktentwicklung mit einem Quartalsverlust abgeschlossen. Das Konzernergebnis lag bei -8,0 Mio. Euro. Das Ergebnis aus dem Beteiligungsgeschäft beträgt insgesamt -6,7 Mio. Euro, -4,2 Mio. Euro, davon entfallen auf Homag (Homag Group). Die verbleibenden 2,5 Mio. Euro Wertverlust entsprechen weniger als 5 Prozent des nicht börsennotierten Portfoliovolumens, mit dem die DBAG in das dritte Quartal startete. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/2011 berichtet die DBAG ein Konzernergebnis von 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 21,8 Mio. Euro, davon 4,0 Mio. Euro im dritten Quartal). Das Eigenkapital je Aktie beträgt 19,31 Euro per Stichtag 31. Juli 2011. Dies sind 0,72 Euro weniger als zu Beginn des Geschäftsjahres. Daneben legen KUKA um 3,1 Prozent nach, nachdem der Konzern weitere Aufträge an Land ziehen konnte.

DAX: 5.290,06 (+2,39 Prozent) MDAX: 8.621,46 (+2,60 Prozent) SDAX: 4.218,31 (+1,45 Prozent) TecDAX: 699,48 (+1,74 Prozent) (14.09.2011/ac/n/m)

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