Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendieren am Montag zur Mittagszeit mehrheitlich gut behauptet. Während auf der einen Seite Gewinnmitnahmen eine bessere Performance verhindern, bleibt die Stimmung am Markt vor dem Hintergrund der Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise grundsätzlich positiv. Der DAX gewinnt aktuell 0,27 Prozent auf 5.691,07 Punkte, während der MDAX 0,41 Prozent auf 8.485,62 Stellen steigt. Für den SDAX geht es derweil um 0,18 Prozent auf 4.319,93 Zähler nach oben. Der TecDAX verschlechtert sich um 0,19 Prozent auf 659,10 Punkte. Der Bund-Future verliert 0,31 Prozent auf 134,99 Punkte, während sich der Euro um 1,40 Prozent auf 1,3583 US-Dollar verteuert.
Wie das Statistische Bundesamt heute anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte, sind die deutschen Ex- und Importe im August 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum angewachsen. So wurden im Berichtsmonat von Deutschland Waren im Wert von 85,3 Mrd. Euro ausgeführt und Waren im Wert von 73,5 Mrd. Euro eingeführt. Damit waren die deutschen Ausfuhren im August 2011 um 14,6 Prozent und die Einfuhren um 12,6 Prozent höher als im August 2010. Daneben erzielte das Verarbeitende Gewerbe im August 2011 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts ein klares Umsatzwachstum. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Umsatz arbeitstäglich- und preisbereinigt um 8,3 Prozent, nach 10,7 Prozent im Juli. Im Vergleich zum Vormonat wies der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe saison- und arbeitstäglich bereinigt dagegen ein Minus von 0,4 Prozent aus, gegenüber einer Zunahme um 4,0 Prozent im Juli 2011. Schließlich ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Juli 2011 gesunken. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.356 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 7,4 Prozent. Hierbei entfielen 2.504 auf Unternehmen (-9,3 Prozent) und 10.852 auf andere Schuldner (-7,0 Prozent). Die Verbraucher verbuchten ein Minus von 7,4 Prozent auf 8.656 Insolvenzanträge.
Die US-Börsen dürften heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 1,13 Prozent. Der NASDAQ-Future gewinnt 1,18 Prozent an Wert, während der S&P-Future um 1,12 Prozent zulegt. Heute Nachmittag stehen in den USA keine besonders wichtigen Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an.
BASF (BASF) verlautbarte heute, dass die ersten Anlagen der Erweiterung des Joint Ventures BASF-YPC Co. Ltd. mit Sitz in Nanjing (China) die Produktion aufgenommen haben. Den Angaben zufolge belaufen sich die Investitionen auf rund 1,4 Mrd. US-Dollar. Die Papiere des Chemiekonzerns verteuern sich um 0,1 Prozent. Derweil will der Sportartikelhersteller adidas in den Märkten Russlands und der GUS in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer gab heute im Rahmen einer Investorenveranstaltung in Moskau die Wachstumspläne Sportartikelherstellers bekannt. So soll der Umsatz in Russland/GUS bis 2015 im Durchschnitt jährlich zweistellig zulegen. Absolut gesehen geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz - bei vergleichbaren Wechselkursen - bis 2013 die Marke von 1 Mrd. Euro überschreiten wird. Der Titel läuft um 0,6 Prozent vor. Der Vorstandschef der Deutsche Telekom , Rene Obermann, will unterdessen den geplanten Verkauf der US-Mobilfunktochter an den US-Konkurrenten AT&T (AT&T) trotz juristischer Probleme umsetzen. Für die Papiere des Telekommunikationskonzerns geht es um 0,8 Prozent nach oben.
Ferner stehen heute auch Automobilabsatzzahlen für September im Blick. Volkswagen (Volkswagen vz) fahren um 1,1 Prozent vor. Der Konzern teilte heute mit, dass seine Tochter AUDI (Audi) ihr deutliches Absatzwachstum in allen Weltregionen fortsetzt. So lieferte der Hersteller im September rund 120.200 Automobile aus, was zum Vorjahresmonat einem Plus von 17,1 Prozent entspricht. BMW konnte im September ebenfalls mit einem deutlichen Absatzplus aufwarten. So wurden im Berichtsmonat insgesamt 159.214 Modelle der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahreswert von 142.953 Fahrzeugen einem Plus von 11,4 Prozent entspricht. Der Titel gibt um 0,1 Prozent nach. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren stehen auch zur Mittagszeit die Aktien des Handelskonzerns METRO mit einem Abschlag von 5,1 Prozent. Der Konzern verlautbarte gestern, dass Dr. Eckhard Cordes dem Aufsichtsrat und den Mehrheitsgesellschaftern des Unternehmens mitgeteilt hat, dass er für eine Verlängerung seines bis zum 31. Oktober 2012 laufenden Vertrags nicht mehr zur Verfügung steht. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen K+S mit einem Zugewinn von 2,2 Prozent wieder.
Douglas Holding (DOUGLAS) veröffentlichte heute seine vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2010/11. So hat die Douglas-Gruppe im Geschäftsjahr 2010/11 (1.10.2010 bis 30.09.2011) den Nettoumsatz auf Basis vorläufiger Zahlen um 1,8 Prozent (vergleichbar: +1,5 Prozent) auf knapp 3,4 Mrd. Euro gesteigert. Die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr hatte zwischen 2 und 4 Prozent gelegen. Indes wurde die Ergebnisprognose bekräftigt. Der Anteilsschein des Einzelhandelskonzerns gibt um 1,3 Prozent nach. Daneben meldet Celesio einen Zukauf. So erwirbt der Pharmagroßhändler 60 Prozent an der brasilianischen Oncoprod Group und baut sich eine führende Marktposition im Wachstumsmarkt Brasilien auf. Bei Oncoprod mit Sitz in São Paulo um den führenden Großhändler für Spezialarzneimittel in Brasilien. Im laufenden Jahr wird ein Umsatz von voraussichtlich rund 350 Mio. Euro erwartet. Der Anteilsschein verschlechtert sich um 0,1 Prozent. Vorne geht es im MDAX für Klöckner & Co um 3 Prozent nach oben, während auf dem letzten Platz Sky Deutschland um 3,1 Prozent nachgeben.
Im TecDax rücken freenet um 0,5 Prozent vor. Der Telekommunikationsanbieter und die GRAVIS Computervertriebsgesellschaft mbH haben eine exklusive Zusammenarbeit über die Vermarktung des Mobilfunkangebots der freenet Tochter mobilcom-debitel und von Produkten aus der Apple-Welt vereinbart.
comdirect bank (comdirect bank) verlieren nach Monatszahlen für September 0,2 Prozent an Wert. So kletterte die Gesamtkundenzahl der Direktbank bis Ende September auf 2.523.068, nach 2.518.504 im Vormonat. Insgesamt wurden 1.685.326 Wertpapierdepots geführt (August: 1.683.828), und das betreute Kundengesamtvermögen lag im September bei 39,40 Mrd. Euro (August: 40,34 Mrd. Euro). Daneben fahren Sixt um 4,4 Prozent vor. Der Fahrzeugvermieter meldete heute, dass sein Vorstand nach zuvor erteilter Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen hat, die durch die Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ein weiteres Mal auszuüben und bis zu 1.116.120 eigene Stamm- und Vorzugsaktien im Gegenwert von insgesamt maximal 20 Mio. Euro (ohne Erwerbsnebenkosten) über die Börse zu erwerben.
DAX: 5.691,07 (+0,27 Prozent) MDAX: 8.485,62 (+0,41 Prozent) SDAX: 4.319,93 (+0,18 Prozent) TecDAX: 659,10 (-0,19 Prozent) (10.10.2011/ac/n/m)