Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte notieren am letzten Handelstag der Woche trotz schlechter Nachrichten aus der Eurozone auch zur Mittagszeit mit positiven Vorzeichen. Am Morgen hatte die US-Ratingagentur Moody´s die Bonitätsnote Italiens um zwei Stufen gesenkt. Trotzdem musste Italien bei einer Versteigerung dreijähriger Staatsanleihen weniger Zinsen bezahlen. Ferner stützt auch die sich abzeichnende positive Eröffnung an den US-Börsen. Der DAX verbessert sich aktuell 1,37 Prozent auf 6.507,21 Punkte, während der MDAX um 1,27 Prozent auf 10.520,22 Stellen anzieht. Für den SDAX geht es derweil um 0,53 Prozent auf 4.855,97 Zähler nach oben. Der TecDAX verbessert sich um 1,04 Prozent auf 747,18 Punkte. Der Bund-Future gewinnt 0,17 Prozent auf 145,08 Punkte, während sich der Euro um 0,11 Prozent auf 1,2205 US-Dollar verteuert.
Die Wall Street dürfte heute mit Aufschlägen in den Handel starten. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,48 Prozent. Der NASDAQ-Future legt um 0,53 Prozent zu, während der S&P-Future 0,44 Prozent gewinnt. Aus den USA werden heute die Erzeugerpreise sowie die Verbraucherstimmung gemeldet.
Volkswagen (Volkswagen vz) fahren um 0,5 Prozent vor. Der Automobilkonzern konnte im ersten Halbjahr einen Anstieg bei den Absatzzahlen vorweisen. So hat der Volkswagen-Konzern in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres seinen weltweiten Absatz im Vergleich zum Vorjahr um fast 9 Prozent verbessert. Im Einzelmonat Juni verzeichnete der Autobauer sogar einen Absatzanstieg von 11,0 Prozent. Im Dax stehen heute zudem vor allem Anteilsscheine des Software-Konzerns SAP im Fokus. Am Vortag hatte die Walldorfer Softwareschmiede auf Basis vorläufiger Berechnungen für das zweite Quartal einen Rekordumsatz ausgewiesen. Ferner hat der SAP-Aufsichtsrat Luisa Deplazes Delgado zum Vorstand für Human Resources und zur Arbeitsdirektorin berufen. Im Anschluss setzte sich die Aktie mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent an die Spitze des DAX. Im aktuellen Freitagshandel kann SAP dank zahlreicher Kaufempfehlungen 1,9 Prozent zulegen. An der Spitze befinden sich weiterhin Anteilsscheine der Deutschen Telekom, die 4,1 Prozent fester tendieren. Außerdem sind BASF und Bayer gefragt.
Leichte Zugewinne sind auch bei Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) auszumachen. Wie der Rückversicherer bekannt gab, sind die Schäden aus Naturkatastrophen im ersten Halbjahr zurückgegangen. Die Schäden blieben bis Juni deutlich unter den durchschnittlichen Halbjahreswerten der vergangenen Jahre. Derzeit kann Munich Re Aufschläge von 0,4 Prozent vorweisen. Am unteren Ende geben Anteilsscheine der Deutschen Bank 1,7 Prozent ab. Daneben notieren lediglich noch Deutsche Börse AG knapp im Minus.
Im MDAX richten sich die Blicke auf die Aktie von EADS . Gestern teilte der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern mit, dass der Flugzeugbauer Airbus im Rahmen der Branchenmesse in Farnborough Kaufabsichtserklärungen im Wert von rund 16,9 Mrd. US-Dollar für insgesamt 115 Flugzeuge erhalten hat. Außerdem gab EADS bekannt, dass der Konzern im Jahr 2012 1.000 Frauen einstellen will. Aktuell befindet sich EADS mit marginalen Aufschlägen im unteren Mittelfeld des MDAX. Schlusslicht ist weiterhin die Aktie des Immobilienkonzerns GAGFAH mit einem Minus von 1,8 Prozent. Hannover Rück und Südzucker tendieren ebenfalls leichter. An der Spitze des MDAX sind nach wie vor SGL CARBON mit Aufschlägen von 4,2 Prozent zu finden. Kabel Deutschland und MTU präsentieren sich ebenfalls fester.
Im TecDax stehen Anteilsscheine von SolarWorld mit Zugewinnen von 4,6 Prozent weiterhin hoch in der Gunst der Anleger. Auch Bechtle und Drillisch zeigen sich fester. Am unteren Ende muss SMA Solar zur Mittagszeit Abschläge von 4,8 Prozent ausweisen.
Heidelberger Druckmaschinen (Heidelberger Druckmaschinen) verbessern sich im SDAX um 0,3 Prozent, nachdem der Konzern meldete, dass er einen weiteren Auftrag aus Frankreich erhalten hat.
DAX: 6.507,21 (+1,37 Prozent) MDAX: 10.520,22 (+1,27 Prozent) SDAX: 4.855,97 (+0,53 Prozent) TecDAX: 747,18 (+1,04 Prozent) (13.07.2012/ac/n/m)